Gefahren, Schutz und Hilfen für die Nordsee

Die Nordsee ist ein Lebensraum, der einer riesigen Anzahl von Beeinflussungen ausgesetzt ist.

Damit einher geht eine große Anzahl von Begrifflichkeiten, die immer wieder zum Verständnis des Themenfeldes herangezogen werden. Mit diesem sich stetig erweiternden Glossar möchte die SDN nun versuchen, Interessierten ihren Zugang zum Thema „Gefahren, Schutz und Hilfen für die Nordsee“zu erleichtern.

Aaa bis Amz wie Abrasion, ADN, Ästuare, AIS, Ästuare, AIS, Alarmprobennahme, Aminosäuren, ...

Abbergen
Übernahme von Personen, Ladung und Ausrüstung von einem Schiff, das in Seenot geraten ist.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Abbringen
Ein auf Grund gelaufenes Schiff durch Krängen, Leichtern oder Abschleppen wieder flott machen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Abdrehen
Schiffskurs so ändern, dass man sich entfernt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Abdrift, Abtrift
Durch Wind oder Strömung hervorgerufene Kursabweichung (seitliches Versetzen eines Bootes).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Abfall
Abfall ist rechtlich als Stoff/Stoffgemisch definiert, dessen sich sein Erzeuger/Besitzer entledigt oder entledigen soll.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Abflauen
Zurückgehen der Windstärke.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Abgase
Gasförmige, nicht mehr brennbare Stoffe, die bei Verbrennungsprozessen in Feuerungsanlagen entstehen.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Abiotische Faktoren
Physikalische und chemische Einflussfaktoren in Ökosystemen, z.B. die Boden-, Wasser- und Luftverhältnisse.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Ablandig
Vom Land her wehend oder strömend (Gegenteil auflandig).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Ablaufendes Wasser
Das Fallen des Meeresspiegels vom Hochwasser bis zum folgenden Niedrigwasser (Ebbe).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Abrasion
Die Abrasion (lat. abrasio – Abkratzung, Adjektiv – abrasiv) bezeichnet das Abtragen von Material durch Schleifen, Scheuern oder Strahlen.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Abwärme
In thermisch-technischen Prozessen anfallende ungenutzte Wärme, die an die Umgebung abgegeben wird.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Abwasser
Nach häuslichem, gewerblichem oder industriellem Gebrauch verändertes, insbesondere verunreinigtes und in die Kanalisation gelangendes Wasser (auch aus Niederschlägen).
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Abwettern
Einen Sturm auf See überstehen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

ADN
ADN – Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf Binnenwasserstraßen.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

ADNR
ADNR – Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf dem Rhein. War zuerst da, in der ADN wurden die wesentlichen Inhalte der ADNR übernommen. Weitere Informationen zur ADNR unter http://www.umwelt-online.de/recht/gefahr.gut/adnr/ueber_ges.htm.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Ästuare
Ästuarie sind Flussarme in verzweigten Mündungsdeltas.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

AIS
Abkürzung für Universal Shipborne Automatic Identification System. AIS ist ein automatisches Schiffsidentifikationssystem, mit dessen Hilfe sich Schiffe sofort über Identität, aktuelle Fahrdaten und Manöver anderer Schiffe informieren können, die dieses System ebenfalls installiert haben. Weiterhin eröffnet AIS auch neue Möglichkeiten zur Überwachung des Verkehrsgeschehens, indem Verkehrszentralen ihre Informationen über AIS-Landstationen erhalten.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Akku
Akkumulator, wiederaufladbarer Stromspeicher.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Alarmprobennahme
Wenn sich ein Messwert im Überwachungsmessnetz plötzlich stark erhöht, erfolgt zur Gegenprüfung dieses Messwerts eine Probennahme vor Ort.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/Service/Glossar/ / April 2020)

Algen
Sammelbegriff für Grün-, Rot- und Braunalgen sowie Cyanobakterien (Blaualgen).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Alke
Seevögel: schlechte Flieger, gute Taucher, Felsbrüter (z.B. Lummen).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Altarm
Ständig oder zeitweilig durchströmter ehemaliger Gewässerverlauf. Altarme stehen als ehemalige Flussstrecken dauernd mit dem Fließgewässer in Verbindung.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Aminosäuren
Aminosäuren bzw. Aminocarbonsäuren sind eine Klasse kleiner organischer Moleküle mit mindestens einer Carboxylgruppe (–COOH) und mindestens einer Aminogruppe (–NH2). Chemisch sind Aminosäuren primäre Amine der Carbonsäuren, daher ihre Bezeichnung. Die Stellung der Aminogruppe relativ zur Carboxylgruppe teilt die Klasse der Aminosäuren in Gruppen auf. Aminosäuren sind in der Biochemie von großer Bedeutung, da sie die Bausteine von Peptiden und Proteinen (Eiweißen) sind.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

AMOCO CADIZ
Die AMOCO CADIZ verunglückte am 16. März 1978 mit mehr als 200 000 Tonnen Öl an Bord vor der bretonischen Küste.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Ana bis Azz wie Anaerob, Antifouling, Aromate, Art, Atmosphäre, Aue, Aufschwimmen, Avifauna, AWZ, ...

Anaerob
Unter Luftabschluss, ohne Sauerstoff lebend.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Anlauf
Annäherung an das zu schleppende Fahrzeug.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Anpassungsfähigkeit
Auf Klima bezogen:
Die Fähigkeiten, Ressourcen oder institutionellen Kapazitäten von Systemen, Organisationen oder (einzelnen) Akteuren sich an veränderte oder sich künftig verändernde Klimabedingungen und deren mögliche Folgen anzupassen, wirksame Anpassungsmaßnahmen zu ergreifen und damit die Vulnerabilität zu reduzieren.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Anpassungsstrategie
Auf Klima bezogen:
In Bezug auf den Klimawandel sind Anpassungsstrategien langfristig angelegte Konzepte oder Verhaltensweisen einschließlich der zu ihrer Umsetzung eingesetzten Instrumente und Maßnahmen, um Nachteile von tatsächlichen oder erwarteten Klimaveränderungen und deren Folgen zu mindern sowie Vorteile zu nutzen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Anthropogen
Durch den Menschen verursacht.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Anthropozoonose
Anthropozoonosen ist der Überbegriff für Infektionskrankheiten, die praktisch ausschließlich vom Menschen auf Tiere übertragen werden. Es handelt sich hierbei um eine Form der Zoonose.
In der medizinischen Alltagssprache wird der Begriff jedoch meist für alle Infektionskrankheiten verwendet, die Mensch und Tier befallen können und wechselseitig übertragbar sind. Beispiele hierfür sind Brucellosen, Leptospirosen, einige Formen der Tuberkulose sowie die Trichinellose (Trichinose).
(Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Anthropozoonose / 09. Mai 2020)

Antifouling
Schützt den Schiffsrumpf vor Bewuchs durch Algen, Seepocken und Muscheln.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)
Anstrich des Unterwasserkörpers von Schiffen zur Bewuchsvermeidung (meist giftig).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Anwuchs
Pflanzen und Tiere wachsen am Unterwasserschiff fest. Bei guten Bedingungen wird die Anwuchsschicht sehr dick und hemmt dadurch die Fahrt des Schiffes.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Aquakultur
Aquakultur bezeichnet die bezeichnet die produktionswirtschaftliche Massenerzeugung von Wassertieren und -pflanzen (neben Fischen auch Garnelen, Muscheln und Algen) unter kontrollierten Umweltbedingungen. Der hohe Einsatz von Futtermitteln und Pestiziden kann zu Schäden in der künstlich geschaffenen Umwelt führen.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Aromate
Aromaten (eigentlich aromatische Kohlenwasserstoffe) ist eine Sammelbezeichnung für Kohlenwasserstoffe, deren Moleküle einen oder mehrere Benzolringe, im Allgemeinen mit paraffinischen Seitenketten enthalten. Wegen ihres hohen Heizwertes und der guten Klopffestigkeit sind Aromaten wichtige Mischkomponenten, um bei Ottokraftstoffen hohe Oktanzahlen zu erreichen. Sie sind weiter gute Lösungsmittel und finden vielseitige Anwendung als Grundstoffe für die chemische Industrie.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Art
Gruppe von natürlichen Populationen, die sich untereinander natürlich fortpflanzen und von anderen derartigen Gruppen isoliert sind.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Artenschutz
Gesamtheit der vor allem behördlichen Maßnahmen zu Schutz, Pflege und Förderung der wildlebenden Tier- und Pflanzenarten in ihrer natürlichen und historisch gewachsenen Vielfalt. Instrumente des Artenschutzes auf nationaler Ebene sind der § 20 Bundesnaturschutzgesetz, die Bundesartenschutzverordnung und die Roten Listen. International von Bedeutung ist vor allem das Washingtoner Artenschutzabkommen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Artenvielfalt
Artenzahl pro Flächen- oder Raumeinheit und die relative Häufigkeit, das heißt die Verteilung der Individuen auf die einzelnen Arten innerhalb einer Biozönose.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Assistenzschlepper
nterstützungsschlepper für Schiffsmanöver.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch vom Schlepper“ / 2014)

Atmosphäre
Die gasförmige Hülle, welche die Erde umgibt. Die trockene Atmosphäre besteht fast gänzlich aus Stickstoff (78,1 Volumenprozent) und Sauerstoff (20.9 Volumenprozent), zusammen mit einer Anzahl von Spurengasen und strahlungsaktiven Treibhausgasen wie Kohlendioxid (0,035 Volumenprozent) und Ozon. Zusätzlich enthält die Atmosphäre das Treibhausgas Wasserdampf, dessen Menge stark schwankt, und Aerosole.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Aue
Auen sind Uferlandschaften von Fließgewässern. Ihre Geländeformen und Lebensgemeinschaften sind vom Wechsel zwischen niedriger und hoher Wasserführung geprägt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Aufbringen
Zwangsweises Anhalten eines Schiffes durch staatl. Organe (z.B. Wasserschutzpolizei, Zoll) zum Zweck der Kontrolle.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Auf den Haken nehmen
Schleppverbindung herstellen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Auflaufen
Mit dem Schiff auf Grund geraten (stranden).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Auflaufendes Wasser
In Tidengewässern die Zeit von Niedrigwasser (Ebbe) bis Hochwasser (Flut).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Auf Reede liegen
Außerhalb des Hafenbereichs vor Anker liegen, z.B.: in einer Flussmündung oder an einer geschützten Stelle.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Aufschwimmen
Ein Schwimmkörper z.B.: ein Schiff schwimmt auf wenn der Wasserstand höher steigt als der Tiefgang.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Auftrieb
Die Kraft, die das Schwimmen eines Körpers bewirkt oder ihn aus dem Wasser hebt.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Ausbaken, ausbojen
Seeweg, Fahrwasser mit Baken, Bojen (Seezeichen) versehen, markieren.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Ausbooten
Personen mit Booten an Land setzen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Ausflaggung
Eintragung eines Schiffes in das Schiffsregister eines andere Staates, um Betriebskosten wie Personalkosten und Steuern zu reduzieren und nicht den deutschen Bemannungsvorschriften zu unterliegen.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen
Maßnahmen des Naturschutzes und der Landespflege zum Ausgleich unvermeidbarer Beeinträchtigungen von Natur und Landschaft.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Ausschließliche Wirtschaftszone
Die ausschließliche Wirtschaftszone (AWZ) grenzt an das Küstenmeer des Staates und erstreckt sich seeseitig, ausgehend von der Basislinie über maximal 200 sm. Rechtlich gesehen gehört diese nicht zum Staatsgebiet, sondern besitzt einen besonderen, hoheitlichen Status, der widerrum dem Freiheitsrecht aller anderen Staaten gegenübersteht. (Art. 55 bis 58 SRÜ)
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Avifauna
Vogelwelt.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

AWZ
siehe „Ausschließliche Wirtschaftszone“

Baa bis Bjz wie Ballast, Bank, Barre, Beaufort, Benthos, Bergen, Bergungsschlepper, Biodiversität, Biotop, ...

Bagger
Hafenräumer, Arbeitsfahrzeug zur Fahrwasservertiefung; im volkswirtschaftlichen Sinne kein Schiff, sondern eine Maschine. Je nach Konstruktionsprinzip und Arbeitsweise unterscheidet man zwischen Eimer- und Saugbagger. Der Eimerbagger verwendet eine laufende Kette von Eimern, die das ausgeschaufelte Gut in Schuten entleeren. Der seetüchtige Saugbagger wird vorwiegend in Flussmündungen eingesetzt. Er benötigt keine Schuten, sondern nimmt das Baggergut in eigenen Laderäumen auf (Hopperbagger).
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Baggergut
Vom Grund des Fahrwassers ausgebaggerter Schlamm, Sand, Kies, Steine, usw..
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Baggerschüttstellen
Für das Versenken von Baggergut sind spezielle Schüttstellen freigegeben, die durch gelb-schwarze Tonnen mit schwarzen Fähnchen als Toppzeichen kenntlich gemacht sind.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Bakterien
Bakterien sind mikroskopisch kleine, überall verbreitete, meist einzellige Mikroorganismen. Ihre Vermehrung erfolgt vor allem durch Spaltung, auch die Bildung einfacher Zellverbände ist möglich. Unterschieden werden Kokken (kugelförmig), Stäbchen sowie Spirillen und Vibrionen (schraubenförmig). Sie sind zum Teil zur Bildung extrem widerstandsfähiger Endosporen befähigt. Viele Arten sind Krankheitserreger.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Ballast
Wertlose Fracht, Totgewichte (Wasser, Sand, Gusseisen) zur Beeinflussung von Stabilität und Tiefgang bei Schiffen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Ballasttank / Ballastwasser
Spezielle Tanks, die mit Meerwasser gefüllt werden und zum Ausgleich der Schiffslage dienen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Ballastwasser
Seeschiffe, die nur teilweise oder gar nicht beladen sind, pumpen üblicherweise Seewasser in spezielle Tanks, damit ihr Gewichtsschwerpunkt tief genug im Wasser liegt. Das sogenannte Fahren in Ballast stabilisiert die Schiffe und dient damit der Schiffssicherheit. Mit dem Ballastwasser gelangen aber auch Organismen, z.B. Bakterien, Algen, Krebse und anderes Meeresgetier, in die Tanks. Mit diesen „blinden Passagieren“ fahren die Schiffe dann über die Ozeane und lassen das Ballastwasser in der Regel in den Küstengewässern wieder ab. Fremde Kleinstmeerestiere werden so weltweit verbreitet und können einheimische Organismen verdrängen.
(Quelle: https://www.deutsche-flagge.de/de/umweltschutz/ballastwasser / April 2020)
Seeschiffe nehmen entweder Ballastwasser in sogenannte Ballastwassertanks auf oder geben es ab, um eine ausreichende Stabilität des Schiffes zu gewährleisten. Mit diesem Ballastwasser können Organismen bei der Aufnahme in die Tanks und beim Ablassen in andere Gebiete gelangen. Dort haben sie möglicherweise keine natürlichen Feinde und können ökonomischen Schäden anrichten oder das ökologische Gleichgewicht stören. Aus diesem Grund hat die Internationalen Seeschifffahrts-Organisation (IMO) das Ballastwasser-Übereinkommen verabschiedet. Es legt unter anderem fest, dass Ballastwasser nur dann abgegeben werden darf, wenn bestimmte Grenzwerte oder Vorgaben eingehalten werden.
In Deutschland ist das BSH für die nationale Umsetzung des Ballastwasser-Überreinkommens und die Zulassung von Ballstwassermanagementsystemen zuständig.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/THEMEN/Schifffahrt/Umwelt_und_Schifffahrt/Ballastwasser/ballastwasser_node.html / April 2020)

Bank
1. (Untiefe) Erhebung des Fluss- oder Meeresbodens, Sandbank, untermeerischer Rücken;
2. Wolken- und Nebelbank (Bezeichnung für dicke deutlich abgegrenzte Schwaden).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bareboat-Charter
Es wird nur der Schiffskörper (bareboat) vermietet, d.h. ohne Besatzung und ohne Ausrüstung.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Barre (französisch „Schranke“)
Sand- und Schlammbank im Meer vor Flussmündungen, verursacht durch das Absetzen der Sinkstoffe an der Bewegungsgrenze der Gezeiten; erhebliches Schifffahrtshindernis.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Batterie
Nicht wiederaufladbarer Stromspeicher.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Baumkurre
Baumkurren bzw. Kurr sind spezielle beutelartige Grundschleppnetze für den Fang von Nordseegarnelen und Plattfischen (z. B. Schollen oder Seezungen) im Wattenmeer. Vor über 200 Jahren sollen sie durch Holländer aus China eingeführt worden sein. An der Elbmündung ist es erst seit 1814 im Gebrauch.
Eine 9,5 m lange Spiere, der sogenannte Kurrbaum, hält die Öffnung des Netzes unter Wasser offen. Über kufenartige Schuhe zieht der Fisch- oder Krabbenkutter das Netz über den Meeresboden. Der Unterrand des Netzes trägt eine 10,6 m lange Leine (Bleisehm), die mit Bleiknoten beschwert ist und die in neuerer Zeit auch durch eine mit altem Tauwerk (Schlatting) umwickelte Kette ersetzt wird. Jedes Ende des Kurrbaums trägt Eisenkugeln und als Gleitschuh auf dem Meeresboden ein Eisen, die Kurrklaue. Das Rollengrundtau unter der Netzöffnung beschwert die Baumkurre und löst beim Gleiten über den Meeresgrund Erschütterungen aus. Dadurch schrecken die Krabben und Plattfische vom Boden auf und können so vom Netz erfasst werden.
Kritisiert wird am Fischfang mit Baumkurren zum einen der hohe Energieverbrauch, der zum Schleppen notwendig ist, zum anderen die hohe Belastung des Meeresbodens und seiner Bewohner durch die Rollen und Kufen.
(Quelle: https://www.biologie-seite.de/Biologie/Baumkurre / April 2020)

Beaufort-Skala (Windskale)
Messskala zur Ermittlung der Windstärke in Bodenoder Wasseroberflächennähe. Die Windstärke wird nach der von dem britischen Admiral Sir Francis Beaufort (*1774, † 1857) aufgestellten 12-teiligen Skala, reicht von 0 Beaufort (Wind-Stille) bis 12 Beaufort (Orkan), zur Abschätzung der Windstärke anhand der Auswirkungen gemessen; (1946-56 wurde eine 17-teilige Windskale benutzt).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Befeuerung
Feste und schwimmende Seezeichen mit Lichtquellen.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Beidrehen
Die Fahrt verlangsamen, zum Stehen kommen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Beifang
Nicht gezielt gefischte Meerestiere.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)
Unter Beifang versteht man den unerwünschten Fang von untermaßigen Exemplaren kommerziell nutzbarer Fischarten (also Jungfischen) sowie den ungewollten Fang von Nicht-Zielarten. Zum Beifang gehören demnach Fische, kleinere Meerestiere wie Krebse, Seesterne oder Quallen, aber auch größere Meerestiere wie Haie, Meeressäugetiere, Seevögel.
Je nach Fangmethode, Netztyp und -größe, Zielart und Fanggebiet sind die Zusammensetzung und die Menge des Beifangs sehr unterschiedlich. Bisher wurde der Beifang in den meisten Fällen über Bord geworfen (so genannte „Rückwürfe“, englisch Discard). Den Rückwurf überleben die meisten Tiere nicht oder werden – schwer geschädigt durch die Fangprozedur – leichte Beute von Seevögeln oder anderen Meerestieren.
(Quelle: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/belastungen-im-meer/fischerei/grundschleppnetz-fischerei.html / April 2020)

Beiliegen
Auf bessere Wetterbedingungen wartend bei Sturm beigedreht liegen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Benthos (griech.)
Die Pflanzen- und Tierwelt am Boden der Meere und Süßwasserseen.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Bereederung
Die Bereederung beinhaltet die technische und kommerzielle Betreuung des Schiffes. Hierzu gehört im Wesentlichen: Einsatz des Seepersonals, Einkauf von Ersatzteilen und Organisation bzw. Ausführung von Reparaturen, Abschluss von Versicherung und Verproviantierung. Im Normalfall gehört auch die Befrachtung des Schiffes, d.h. die Organisation der Beschäftigung des Schiffes, dazu.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Bergen
1. ein gestrandetes Schiff ab- oder freischleppen;
2. Ladung aus einem in Gefahr befindlichen Schiff bergen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bergung
Die Rettung eines in Seenot geratenen Schiffes oder seiner Ladung, wenn die Besatzung die tatsächliche Gewalt über das Schiff verloren hat. Bei erfolgreicher Bergung steht dem Retter ein gesetzlicher Anspruch auf Berge- oder Hilfslohn zu. Der Anspruch auf Bergelohn hat in der Neuzeit das ältere Strandrecht ersetzt, das den Küstenbewohnern ein Recht am verunglückten Schiff gab, sodass nunmehr das allgemeine Sachenrecht, besonders in Bezug auf herrenlose Sachen, gilt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bergungsschiff
Spezialschiff. 1. zum Heben (Hebeschiff) gesunkener Schiffe mithilfe bordeigener Kräne;
2. zum Freischleppen (Bergungsschlepper) auf Grund aufgelaufener oder zum Schleppen manövrierunfähiger Schiffe.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bergungsschlepper
Schlepper zur Hilfeleistung in Havarie- und Notfällen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Besondere Lage
Eine besondere Lage ist ein Ereignis unterhalb des Krisenfalles. Für besondere Lagen kann das fachliche betroffene Ministerium in Schleswig-Holstein einen interministeriellen Leitungsstab einberufen. Dieser trifft dann die nötigen Führungsentscheidungen und sorgt für die Abstimmung der Maßnahmen zwischen mehreren Ministerien.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Besucherlenkung
Unter Besucherlenkung werden Maßnahmen zur Beeinflussung von Besuchern hinsichtlich ihrer räumlichen, zeitlichen und quantitativen Verteilung sowie ihrer Verhaltensweisen und Einstellungen gegenüber dem Schutzgut verstanden. Mithilfe der Besucherlenkung sollen negative Auswirkungen auf die Schutzobjekte minimiert und eine grösstmögliche Erholungs- und Erlebnisqualität gewährleistet werden. Die Besucherlenkung ist eine Maßnahme des Besuchermanagements.
(Quelle: https://www.visiman.ch/Besucherlenkung.6489.0.html / 11. Mai 2020)

Betonnung
Sammelbezeichnung für alle der Sicherheit der Schifffahrt dienenden schwimmenden Seezeichen, mit denen Fahrwasser, Untiefen und Schifffahrtshindernisse markiert werden.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Bewuchs
Am Schiffsrumpf unterhalb der Wasserlinie aufsitzende Algen, Muscheln und Seepocken.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

BfN
siehe „Bundesamt für Naturschutz“

Bilge (englisch)
Unterer, ungenutzter Raum im Bereich des Schiffsbodens (Kielraum), wo sich das Leckwasser (Bilgewasser) sammelt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)
Tiefste Stelle im Schiffsrumpf, für Leck- und Schmutzwasser.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Bilgewasser
Leckwasser im Kielraum (Bilge).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Binnengewässer (Völkerrecht)
Die zum Gebiet eines Staates gehörenden und seiner Rechtsetzung unterworfenen natürlichen und künstlichen Wasserflächen (besonders Flüsse, Häfen, Reeden, Buchten) des Festlandes.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Biodiversität
Auch Biologische Vielfalt; umfasst drei Bereiche: die Vielfalt von Ökosystemen, die Vielfalt der Arten sowie die genetische Vielfalt innerhalb einer Art. Siehe auch „Vielfalt“.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Biodiversität umfasst drei große Bereiche, die eng miteinander verzahnt sind: die Vielfalt der Ökosysteme, die Vielfalt der Arten und die genetische Vielfalt innerhalb der Arten.
(Quelle: https://www.greenpeace.de/themen/artenvielfalt/ / April 2020)

Biofouling
Unter Biofouling versteht man grundsätzlich das unkontrollierte Wachstum von organischer Masse in einer technischen Umgebung.
(Quelle: https://www.merus.de/biofouling/ / April 2020)
Neben dem Ballastwasser von Schiffen ist Biofouling ein weiterer signifikanter Vektor zur Einschleppung und Verbreitung nicht-einheimischer Arten. Biofouling ist der unerwünschte Bewuchs von Unterwasserstrukturen durch Mikroorganismen, Pflanzen, Algen und Tieren. Dies betrifft insbesondere Schiffsrümpfe und -nischen.
Biofouling kann zu einer Etablierung von invasiven Arten führen, die eine Gefahr für die menschliche Gesundheit, die Umwelt oder für wirtschaftliche und kulturelle Aktivitäten darstellen kann.
Jedes Schiff trägt eine gewisse Menge an Bewuchs mit sich, auch wenn es kürzlich gereinigt oder mit einem Antifouling-System (Bewuchsschutz) ausgestattet worden ist.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/THEMEN/Schifffahrt/Umwelt_und_Schifffahrt/Biofouling/biofouling_node.html / April 2020)

Biogen
Von Lebewesen verursacht.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Bioindikatoren
Organismen, deren Vorkommen oder Fehlen Rückschlüsse auf bestimmte Standorteigenschaften zulassen, und somit auch zur Erfassung von Schadstoffen geeignet sind. Während sensitive Bioindikatoren sehr empfindlich und mit deutlichen Symptomen (z.B. Nekrosen, Chlorosen, Wachstumsanomalien) auf Umweltbelastungen reagieren, reichern akkumulierende Bioindikatoren Schadstoffe in ihren Körpern an, sodass diese analytisch erfassbar werden.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Biokraftstoff
Sammelbegriff für alle Kraftstoffe, die aus Biomasse hergestellt werden.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Biologische Vielfalt
siehe „Biodiversität“

Biomasse
Beinhaltet die gesamte organische Substanz, die durch Pflanzen und Tiere anfällt oder erzeugt wird. Wenn es um den Einsatz von Biomasse zur Energieerzeugung geht, unterscheidet man zwischen nachwachsenden Rohstoffen (Energiepflanzen wie Raps, Mais oder Getreide) sowie organischen Reststoffen und Abfällen. Biomasse liefert Energie etwa in Form von Wärme (überwiegend Holz, einschließlich Holzpellets), Strom (zum Beispiel Biogas) oder Kraftstoff (zum Beispiel Biodiesel).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Biomonitoring
Beobachtung von Indikatororganismen in ihren natürlichen Lebensräumen oder Aussetzen von Indikatororganismen in einem bestimmten Raum zur Überwachung und Analyse des Zustandes der Umwelt.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Biospäre
Von Lebewesen bewohnter Teil der Erde. Die Biospäre kann auch als globales Ökosystem bezeichnet werden, das die Gesamtheit aller Ökosysteme umfasst.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Biosphärenreservat
Internationales Gebietsprädikat im Rahmen des MAB-Programms der UNESCO; davon unabhängige nationale Schutzgebietskategorie gem. § 25 BNatSchG.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Biotische Faktoren
Von Lebewesen ausgehende Einflussgrößen im Ökosystem.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Biotop
Einheitlicher, gegen benachbarte Gebiete abgegrenzter Lebensraum, in dem ganz bestimmte Gemeinschaften aus verschiedenen Tier- und Pflanzenarten leben.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Biotopschutz
Maßnahmen zu Schutz und Pflege von Lebensräumen. Maßnahmen zum Biotopschutz gelten meist gefährdeten oder seltenen Lebensräumen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Biotopverbund
Räumlicher Kontakt zwischen Lebensräumen, welcher eine funktionale Vernetzung von Populationen ermöglicht.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Biotopverbundsystem
Ökologisch funktionierender räumlicher Kontakt (ökologische Vernetzung) zwischen Lebensräumen, ohne dass diese direkt miteinander verbunden sein müssen. Die zwischen den Biotopen liegenden Bereiche sollten für Organismen überwindbar sein, sodass ein Austausch von Individuen möglich ist.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Biotopvernetzung
Funktionales Beziehungsgefüge zwischen pflanzlichen und/oder tierischen Organismen innerhalb eines Lebensraumes.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Biozid
Oberbegriff für alle Substanzen, die Lebewesen schädigen oder töten (Herbizid, Fungizid, Pestizid).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Biozönose
Lebensgemeinschaft; Vergesellschaftung von pflanzlichen und tierischen Lebewesen, die sich infolge ähnlicher Umweltansprüche und einseitiger oder gegenseitiger Abhängigkeit in dem betr. Lebensraum (Biotop) halten können und ein Verknüpfungsgefüge bilden.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Bka bis Bzz wie Blaualgen, Blauer Engel, Boje, Brackwasser, Bruttoraumzahl, Bugsieren, Buhne, Bunker, Bünn, ...

Blaualgen
siehe „Cyanobakterien“

Blauer Engel
siehe „ Umweltzeichen“

Blaue Revolution
siehe „Aquakultur“

Blindschlagen
Wenn die sich drehende Schiffs-Schraube aus dem Wasser ragt.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Boje
Verankerter, tonnenförmiger Schwimmkörper, in der Regel für Schifffahrtszwecke, als Seezeichen zum Kennzeichnen des Fahrwassers oder von Gefahrenstellen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bonn Agreements
Das Bonn-Übereinkommen zum Meeresumweltschutz wurde auf deutsche Initiative hin im Jahre 1969 in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn geschlossen. In den Jahren 1983 und 1989 wurde es erweitert und den neuen Anforderungen angepasst. Inzwischen haben mit Belgien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Niederlande, Norwegen und Schweden neun Vertragsstaaten und die EU das Abkommen unterzeichnet. In der Ostsee gilt in ähnlicher Weise die Helsinki-Konvention.
www.bonnagreement.org
www.helcom.fi
(Quelle: Magazin „Deutsche Seeschifffahrt“ / Juli 2012)

Brackwasser
Mit Meerwasser vermischtes Süßwasser, besonders im Mündungsgebiet von Flüssen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Brandung
Das Überstürzen („Brechen“ oder „Branden“) der Meereswellen beim Auflaufen auf Untiefen oder auf die Küste, wo die Wassertiefe geringer ist als die Höhe der Wellen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Brecher
Hohe, sich überstürzende (sich brechende) Welle (Sturzsee), die meist an flachen Küsten bei landeinwärts gerichtetem Wind entsteht.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Brennstoffzelle
Einrichtung, die chemisch gebundene Energie (z.B. von Wasserstoff, Methanol, Erdgas oder anderen Kohlenwasserstoffen) ohne Verbrennung direkt in elektrische Energie umsetzt.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Bruttoraumzahl (BRZ)
Abkürzung BRZ (englisch „gross tonnage“, Abkürzung „GT“), das in der Schiffsvermessung die bisherige Bruttoregistertonne ersetzende Maß für die Gesamtgröße von Schiffen (außer Kriegsschiffen und Schiffen unter 24 m Länge). Entsprechend ersetzt die Nettoraumzahl (Abkürzung NRZ; englisch „net tonnage“, Abkürzung „NT“) die bisherige Nettoregistertonne. BRZ und NRZ sind dimensionslose Vergleichszahlen. Die BRZ ergibt sich aus dem gesamten umbauten Raum, multipliziert je nach Schiffstyp mit einem zwischen 0,22 und 0,32 liegenden Faktor; die Bruttoraumzahl soll eine gerechtere Schiffsvermessung ermöglichen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bruttoregistertonne (BRT)
Abkürzung BRT, bis zum 18.7.1994 gültige internationale Volumeneinheit zum Bestimmen der Größe von Seeschiffen, besonders von Handelsschiffen; 1 BRT = 100 englische Kubikfuß = 2,832 m³. Neue Volumeneinheit ist die Bruttoraumzahl.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

BSH
siehe „Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie“

BSU
siehe „Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung“

Bug
Vorderer Teil des Schiffes.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Bugsieren
Ein Schiff schleppen bzw. durch Schlepperhilfe in die gewünschte Richtung bringen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Bugstrahlruder
In einem querschiffs angeordneten Tunnel im Vorschiff eingebauter E-Motor mit Propeller, der imstande ist, das Vorschiff seitwärts zu drücken.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Buhne
Quer zum Ufer liegendes Bauwerk in einem Gewässer zur seitlichen Begrenzung des Abflussquerschnitts.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Vom Ufer aus rechtwinklig ins Wasser hineingebautes Hindernis (Dammkörper) aus Steinschüttung, Spundwänden, Pfahlreihen, Faschinen; dient im Flussbau zur Einengung des Abflussquerschnitts im Niedrigwasserbereich und zur Vertiefung der Schifffahrtsrinne, im Seebau zum Küstenschutz.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bulkcarrier (Bulker, Bulkfrachter, Bulkschiff)
Frachtschiff für Massengut (Schüttladungen wie Kohle, Getreide, Erz).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bundesamt für Naturschutz
Das Bundesamt für Naturschutz (BfN) ist die wissenschaftliche Behörde des Bundes für den nationalen und internationalen Naturschutz. Es ist eine der Ressortforschungseinrichtungen des Bundes und gehört zum Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums.
Das BfN unterstützt das Bundesumweltministerium fachlich und wissenschaftlich in allen Fragen des Naturschutzes und der Landschaftspflege sowie bei der internationalen Zusammenarbeit. Zur Erfüllung seiner Aufgaben betreibt es wissenschaftliche Forschung auf diesen Gebieten und setzt verschiedene Förderprogramme um.
Das BfN nimmt zudem wichtige Aufgaben beim Vollzug des internationalen Artenschutzes, des Meeresnaturschutzes, des Antarktis-Abkommens und des Gentechnikgesetzes und bei der Umsetzung des Nagoya-Protokolls wahr. https://www.bfn.de/
(Quelle: https://www.bfn.de/ueber-das-bfn.html / April 2020)

Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
Abk. BSH, seit 1.7.1990 neuer Name für das 1945 gegründete Deutsche Hydrographische Institut, Sitz Hamburg und Rostock. Das BSH ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundes-Ministers für Verkehr mit den Fachabteilungen Nautische Veröffentlichungen, Vermessung und Seekartenwerk, Meereskunde sowie Schifffahrt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bundesnaturschutzgesetz
In seiner ursprünglichen Fassung 1976 in Kraft getretenes, mehrfach geändertes Gesetz über Naturschutz und Landschaftspflege.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung
Abk. BSU, Sitz in Hamburg. Die BSU ist eine Bundesoberbehörde im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- u. Wohnungswesen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bunker (englisch)
Großer Behälter für Kraftstoffe und flüssige Ladung, heute meist Tank genannt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bunkern
Übernehmen von Treibstoff, Wasser und anderen Vorräten für die Reise.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Bünn
Raum auf Fischereifahrzeugen, zur Aufbewahrung lebender Fische, der durch zahlreiche Öffnungen ständig geflutet wird.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Caa bis Czz wie CCS, Charter, CO2, Container, Cracken, Cyanobakterien, ...

CCS
Carbon Dioxide Capture and Storage (deutsch: CO2-Abscheidung und -Speicherung) bezeichnet ein Verfahren, mittels dessen das bei einer Verbrennung freiwerdende Treibhausgas Kohlenstoffdioxid vom Abgasstrom getrennt, verflüssigt und unter der Erde eingelagert wird. Als Lagerstätten kommen in Deutschland vor allem leere Gasfelder oder tief liegende, salzhaltige Grundwasserleiter (saline Aquifere) in Frage. Durch das unterirdische Speichern soll weniger CO2 in die Atmosphäre gelangen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Charter
„Miete“ eines in jeder Hinsicht betriebsbereiten Schiffes für eine bestimmte Zeitperiode oder Reise.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Chemikalientanker
siehe „Produkten-/Chemikalientanker“

CO2
Abkürzung für Kohlendioxid. Ein natürlich vorkommendes Gas, auch ein Nebenprodukt aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe aus fossilen Kohlenstofflagerstätten, wie Öl, Gas und Kohle, sowie der Verbrennung von Biomasse und von Landnutzungsänderungen und anderen industriellen Prozessen. Es ist das wichtigste anthropogene Treibhausgas , das die Strahlungsbilanz der Erde beeinflusst. Es ist das „Bezugsgas“, gegenüber welchem die anderen Treibhausgase gemessen werden, und hat deshalb ein Globales Erwärmungspotential (GWP).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

CO2-Äquivalent
Emissionen anderer Treibhausgase als Kohlendioxid (CO2) werden zur besseren Vergleichbarkeit entsprechend ihrem globalen Erwärmungspotenzial in CO2-Äquivalente umgerechnet (CO2 = 1).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Container (englisch)
Genormter Großbehälter für die Verwendung im Frachttransport, vereinfachen den Transport dadurch, dass die Versand- gleich der Lade-, Transport- und Lagereinheit ist. Container erfordern spezielle Umschlagvorrichtungen (Containerhafen, Containerterminal).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Containerschiff
Seeschiff zum Transport von Containern.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Cracken
Cracken (englisch: to crack, „spalten“) ist ein Verfahren der Erdöl-Verarbeitung, durch das Kohlenwasserstoffe hoher Kettenlänge in Kohlenwasserstoffe niedriger Kettenlänge gespalten werden. Es werden zwei Verfahrensarten des Cracken unterschieden: Thermisches Cracken und katalytisches Cracken.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Critical Loads für Eutrophierung
Critical Loads für Eutrophierung sind kritische Belastungsraten für luftgetragene Stickstoffeinträge, bei deren Einhaltung oder Unterschreitung es weder akut noch langfristig zu schädigenden Wirkungen auf empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Heiden und Moore und angrenzende Systeme (zum Beispiel Grundwasser) kommt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Critical Loads für Versauerung
Critical Loads für Versauerung sind kritische Belastungsraten für luftgetragene Stickstoff- und Schwefeleinträge, bei deren Einhaltung oder Unterschreitung es weder akut noch langfristig zu schädigenden Wirkungen auf empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Heiden und Moore und angrenzende Systeme (zum Beispiel Oberflächengewässer und Grundwasser) kommt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Cyanobakterien
Cyanobakterien (früher Blaualgen genannt) nutzen Photosynthese mit Sonnenlicht und setzen dabei Sauerstoff frei. Durch massenhaftes Auftreten von Cyanobakterien kann die Wasserqualität stark beeinträchtigt werden.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Daa bis Dzz wie Dalbe, DDT, Deckwerk, Dekon, DGzRS, Doppelhüllentanker, Dorschartige, Driftmodell, Dünung, ...

Dalbe (Dalben)
In eine Gewässersohle eingerammte Pfahlgruppe zum Festmachen oder Leiten von Schiffen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Davit
Krananlage zum Aussetzen von Rettungsbooten.
(Quelle: „Das kleine Buch vom Schlepper“ / 2014)

DDT
Insektizid Dichlordiphenyltrichlorethan (Anwendung in Deutschland verboten).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Deadweight (englisch)
Abkürzung dw, das Gesamtzuladungsgewicht eines Handelsschiffes in tons (tdw, 1 ton = 1016 kg); es umfasst Ladung, Brennstoff, Proviant und sonstige Verbrauchsstoffe.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Deck (englisch)
Waagerechte Unterteilung und oberer Abschluss des Schiffskörpers. Das Festigkeitsdeck, Verbandsdeck oder Hauptdeck ist das oberste durchlaufende Deck; es bildet mitdem Schiffsrumpf den wasserdichten Abschluss. Über dem Hauptdeck liegen die nicht über die ganze Schiffslänge reichenden Aufbaudecks, wie Bootsdeck (Unterbringung der Rettungsboote), Brückendeck (Navigationszentrale) oder Sonnendeck (bei Passagierschiffen). Unter dem Hauptdeck liegen u.a. Zwischendeck und Rudermaschinendeck.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Decksladung
Auf Deck gestaute Ladung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Decklast (Decksladung)
Die an Deck gestaute Ladung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Deckwerk
Als Deckwerke werden im Wasserbau die äußeren Schutzschichten für Böschungen von Uferbauwerken verstanden. Ihre Aufgabe besteht darin, das Bauwerk wasserseitig gegen die Wirkungen von Wellen und Strömungen zu sichern.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Dekon
Dekon ist die Abkürzung für die Dekontamination, also die Reinigung und Reduzierung der Kontamination bei Einsatzkräften oder anderen betroffenen Personen (DekonP) sowie von Geräten und Fahrzeugen (DekonG).
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Deposition
Eintrag von Stoffen aus der Atmosphäre in angrenzende Kompartimente (zum Beispiel Vegetation, Böden, Gewässer).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Destruenten
Organismen, die sich von toten Lebewesen und Abfällen ernähren. Sie verändern die organische Substanz physikalisch und/oder chemisch und überführen sie in anorganisches Material, das von anderen Organismen wieder genutzt werden kann.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger
siehe „DGzRS“

Devastierung
Tiefgreifende, meist irreversible Zerstörung von Lebensgemeinschaften und ihrer Biotope.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

DGzRS
Abkürzung für Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, gegründet 1865; alleinige Trägerin der zivilen Seenotrettungsdienste; unterhält insgesamt 52 eigene Rettungsstationen; den Stationen stehen insgesamt 54 hochtechnisierte Seenotkreuzer und kleinere Seenotrettungsboote zur Verfügung. Sitz: Bremen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Dieselkraftstoff
Dieselkraftstoff wird aus den Kohlenwasserstoffen des Rohöls hergestellt, die im Bereich zwischen 200 °C und 360 °C sieden. Dieselkraftstoffe gehört wie das leichte Heizöl zu den so genannten Mitteldestillaten.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Dock (englisch)
Anlage in Werften und Häfen zur Trockenlegung von Schiffen für Reinigungs-, Erhaltungs- und Reparaturarbeiten:
1. Trockendock, ein durch Docktore verschließbares, betoniertes Becken. Die Docksohle liegt unter dem Wasserspiegel, das eindockende Schiff schwimmt ein, das geschlossene Dock wird leergepumpt, das Schiff senkt sich auf die Kielpallen ab und liegt trocken.
2. Schwimmdock, ein vorwiegend für Unterwasserreparaturen und Anstricharbeiten verwendeter hohlwandiger Schwimmkörper; meist u-förmig ausgebildet. Die Boden- und Seitentanks werden beim Absenken des Docks geflutet, das Schiff schwimmt ein, das Dock wird leergepumpt und hebt sich unter das Schiff.
3. Dockschiff, mobile schiffsähnliche Anlage, deren vorderer Teil den Antrieb beherbergt und deren hinterer Teil als Schwimmdock ausgebildet ist.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Docken
Ein Schiff ins Dock legen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Dominanz
Zahlenmäßige Vorherrschaft einer Art gegenüber anderen Arten im gleichen Lebensraum.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Doppelboden
Dient zum Schutz gegen Beschädigungen am Schiffsboden. Im Zwischenraum kann Ballastwasser gespeichert werden.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Doppelhüllentanker
Doppelhüllentanker sind Schiffe, die über zwei Außenhüllen verfügen. Sollte eine Außenhülle bei einer Kollision oder bei einer Grundberührung aufgerissen werden, sorgt die zweite Hülle dafür, dass kein Öl austreten kann. Nach den Regeln des Internationalen Übereinkommens zur Verhütung von Meeresverschmutzung (MARPOL) müssen alle neu gebauten Tankschiffe über eine Doppelhülle verfügen, ältere Tanker müssen nachgerüstet werden.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Dorschartige
Häufige große Schwarmfische.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Driften
Auf dem Wasser treiben.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Driftmodell
Das Driftmodell des VPS.systems nutzt den mathematischen Kern des ‚Kleinen Driftmodells‘ des BSH Hamburg und stellt dessen Berechnungsergebnisse in der komfortablen Systemumgebung dar. Für den Bereich der Deutschen Bucht sind somit schnelle Abschätzungen von Driftverläufen für Gewässerverunreinigungen, Container und anderes Treibgut möglich.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Duckdalbe (Duckdalben, Dückdalben)
Pfahlgruppe im Hafen zum Festmachen von Schiffen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Düne, Dünen
Durch Wind gebildete Sandanhäufungen aus reinem Quarzsand mit Höhen bis zu 200 m. Es gibt Stranddünen, Küstendünen und Binnendünen, ortsfeste Dünen und Wanderdünen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Dünnsäure
Dünnsäure fällt in vielen chemischen Prozessen an,die konzentrierte Säuren benötigen. In Deutschland kommen jährlich vorwiegend Salz-, Schwefel-, Phosphor- und Essigsäure in Millionen Tonnen zum Einsatz. Stark verdünnt anfallende Dünnsäure wird neutralisiert, die Reaktionsprodukte werden verwertet oder beseitigt, mäßig verdünnte Dünnsäure aufkonzentriert unter Abscheidung der Verunreinigungen (evtl. Kreislaufführung).
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Dünung
Seegang, der nicht mehr unter dem Einfluss des erzeugenden Windfeldes steht. Ähnlich der Beaufort-Skala für Wind gibt es auch eine Skala zur Beschreibung der Dünung, die 1929 in Kopenhagen zum internationalen Gebrauch angenommene Douglas-Skala:
0 = keine Dünung
1 = niedrige kurze Dünung
2 = niedrige mittellange Dünung
3 = mittelhohe kurze Dünung
4 = mittelhohe mittellange Dünung
5 = mittelhohe lange Dünung
6 = hohe kurze Dünung
7 = hohe mittellange Dünung
8 = hohe lange Dünung
9 = durcheinanderlaufende Dünung Dunst Trübung der Atmosphäre durch Staub, Pollen, Salzkristallchen oder Wassertröpfchen (leichter Nebel).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Durchkentern
Wenn ein Schiff mit dem Kiel nach oben liegt.
(Quelle: „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Durchstoßen
Auf dem Meeresgrund aufschlagen.
(Quelle: „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Eaa bis Ezz wie Einbringen, Eindringtiefe, Ekofisk, Emission, EMSA,ERIKA, Erosion, Eutrophierung, Evaporation, ...

Ebbe
Das regelmäßige Fallen des Meeresspiegels von einem Hochwasser bis zum folgenden Niedrigwasser (Gezeiten).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Ebbstrom
Die Umkehr des Gezeitenstromes (das Kentern, mit Still- oder Stauwasser) tritt nur an der Küste ein; bei fallendem Wasser Ebbstrom, bei steigendem Flutstrom. Die Gezeitenströme erreichen in der Nordsee (Deutsche Bucht) eine Strömungsgeschwindigkeit von über 1m/s.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Echolot
1913 von A. Behm erfundenes Gerät zur Entfernungsmessung mit refektierten Schallimpulsen. Aus der Zeit zwischen Senden und Empfangen des Signals (Laufzeit) und der Schallgeschwindigkeit im jeweiligen Medium wird die Entfernung bestimmt. Im Wasser dient meist das UltraschallEcholot zum Messen der Wassertiefe, zum Anpeilen von Wracks, Fischschwärmen (Fischlupe) usw.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Eigendynamische Entwicklung
(Natürliche) Gewässerbettveränderungen durch die Schubkräfte des Wassers (z. B. Gewässerbettverlagerung, Bankbildung etc.) u. a. abhängig von Einzugsgebiet, Niederschlag, Feststofftransport, Gefälleverhältnissen, Morphologie des Talbodens.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Eigner (Reeder)
Eigentümer, Besitzer eines ihm zum Erwerb durch Seefahrt dienenden Schiffes (§484 HGB), haftet umfassend für die von seinem Schiff ausgehenden Schäden.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Einbringen
Einbringen gemäß SRÜ von 1982 bedeutet:
Zum einen jede im Meeresgebiet erfolgende vorsätzliche Beseitigung von Abfällen oder sonstigen Stoffen
1. durch Schiffe oder Luftfahrzeuge;
2. durch Offshore-Anlagen;
Zum anderen jede im Meeresgebiet erfolgende vorsätzliche Beseitigung
1. von Schiffen oder Luftfahrzeugen;
2. von Offshore-Anlagen und Offshore-Rohrleitungen.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Eindringtiefe
Die Eindringtiefe von Öl ins Ufersubstrat ist immer abhängig vom Substrat und von der Viskosität des Öls. Nur leichte Öle wie Benzin und Diesel können in Sandstrände eindringen. Dagegen können auch die schwersten Öle ein Geröllufer durchdringen.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Eingriffsregelung
Die Eingriffsregelung nach §§ 13ff. BNatSchG hat zum Ziel, die Leistungs- und Funktionsfähigkeit des Naturhaushaltes und des Landschaftsbildes auch außerhalb der besonderen Schutzgebiete zu erhalten. Sie regelt, dass Bauvorhaben, die einen nachhaltigen Schaden an Natur und Landschaft hinterlassen und die sich nicht vermeiden lassen, vom Verursacher ausgeglichen werden müssen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Einheimisch/indigen
Tier- und Pflanzenarten, die von Natur aus in einem Gebiet vorkommen bzw. ohne Mitwirkung des Menschen dort eingewandert sind.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Einholen
An Bord holen.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Einschiffen
Aufs Schiff verbringen.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Einzugsgebiet
Gebietsfläche, aus der Wasser einem Gewässer zufließt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Eisgang
Eisdecke als Treibeis auf fließenden Gewässern.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der Borkum-Fähre OSTFRIESLAND“ / 2015)

Ekofisk
Name eines Ölunfalles in Norwegen. Im April 1977 strömen 22.500 Tonnen Öl aus der „Bravo“-Plattform im Ekofisk-Ölfeld, Norwegen.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Elbvertiefung
Einige mögliche Gefahren durch die Elbvertiefung:
– Zunahme und teilweise Veränderung der Strömungen,
– Zunahme der Trübung, was zur Limitierung des Lichts für Fischfauna und Unterwasserflora führt,
– Abnahme der Flachwasserbereiche, was zu einer weiteren Verarmung der Fischfauna führt,
– Wichtige Laichgebiete für Süßwasser- und Brackwasserfische gehen verloren,
– Verlagerung der Salinität flussaufwärts und dadurch mögliche Beeinträchtigung des Grundwassers,
– Beeinträchtigung der Nebengewässer und der Zufahrt von dort in die Elbe,
– Ökologisch wichtige Nebengerinne der Elbe fallen trocken und verlieren ihre Funktion,
– Abnahme der biologischen Vielfalt,
– Zunahme der Erosion in der Fahrrinne und an ihrem Rand,
– Zunahme des vermehrten Auftretens von Sauerstofftälern,
– Gefährdung der Deiche und Deckwerke durch instabile hydrodynamische Gleichgewichtszustände,
– Zunahme der Unterhaltungsbaggerung bis auf 10 Prozent prognostiziert.
(Quelle: SDN-Pressemeldung/ / Juli 2019)

Elektrolyse
Als Elektrolyse wird die Zersetzung einer stromleitenden wässrigen Lösung (Elektrolyt) durch elektrischen Strom bezeichnet.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Elektrosmog
Streng genommen ist jede Art von Strahlung als Elektrosmog zu bezeichnen, die von künstlichen elektrischen Quellen herrührt. Es sind dies elektrische und magnetische Felder, die von elektrischen Leitungen und Geräten ausgehen (niederfrequenter Bereich bis etwa 30 MHz), sowie elektromagnetische Wellen, die sich von Sendeantennen her ausbreiten (hochfrequenter Bereich). Sie übertreffen um mehrere Größenordnungen die Stärke des natürlichen Magnetfeldes und des so genannten Schönwetterfeldes der Erde, sehr schwache Gleichfelder ohne Richtungswechsel, an die sich Mensch und Natur seit langem angepasst haben. Elektrosmog beeinflusst die Befindlichkeit des Menschen und kann, je nach seiner Stärke, auch der Gesundheit schaden.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Emission
Emission bezeichnet den Ausstoß von Treibhausgasen und luftverunreinigenden Stoffen in die Atmosphäre.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Emissionsszenario
Emissionsszenarien sind plausible Darstellungen der zukünftigen Entwicklung der Emissionen. Sie basieren unter anderem auf einer Reihe von Annahmen über die demographische und sozioökonomische Entwicklung. Nach den SRES-Szenarien aus dem Jahr 2000 wurden für den 5. Sachstandsbericht des IPCC 2013/2014 vier neue Emissionsszenarien entwickelt. Sie werden Representative Concentration Pathways (RCP) genannt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

EMSA
Abk. für: European Maritime Safety Agency. Weitere Informationen über die EMSA finden Sie im World Wide Web unter http://www.emsa.eu.int/.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Endemisch
Das Auftreten von Pflanzen, Tieren und Pilzen in einem bestimmten, räumlich klar umgrenzten Gebiet.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Endemit
Art, die ausschließlich in einem eng begrenzten Gebiet vorkommt.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Energiesparen
Maßnahmen, die den Energieverbrauch vermindern, etwa indem man unnötigen Verbrauch vermeidet oder die Nutzungsgrade von Geräten und Anlagen erhöht, Energierückgewinnung einsetzt, den Nutzungsenergiebedarf senkt oder durch die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Energiespeicher
Energiespeicher dienen der Speicherung von Energie zur späteren Nutzung und werden nach der gespeicherten Energieform klassifiziert: Thermische Energie (Wärmespeicher), Chemische Energie (Akkumulator, Batterie, galvanische Zelle, Redox-Flow-Zelle), Mechanische Energie (Schwungrad, Feder Gewicht), Elektrische Energie (Kondensator).
Daneben wird der Begriff auch für Behälter benutzt, die selbst keine Energie, sonder Brenn- oder Kraftstoffe aufnehmen, z.B.: Kavernenspeicher für Rohöl und Erdgas, Porenspeicher für Erdgas, Lager- und Kraftstofftanks, Adsorptionsspeicher.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Energieverbrauch
Der Begriff Energieverbrauch ist die Umgangssprachliche Bezeichnung für die Umwandlung von nutzbarer Energie in Arbeit und Abwärme.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Entenvögel
Artenreiche Wasservögel, einige groß (Gänse, Schwäne), oft in Schwärmen.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Entwicklungskorridor
Bereich, der entsprechend dem Fließgewässertyp und der Gewässergröße in seiner Ausdehnung weitestgehend variiert und eine möglichst naturraumtypische Gewässerentwicklung ermöglicht. Ausreichend dimensionierte Entwicklungskorridore schützen also nicht nur unmittelbar vor Stoffeinträgen, sondern eröffnen darüber hinaus auch Räume für die eigendynamische Entwicklung der Fließgewässer.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

ERIKA
Im Dezember 1999 vor der bretonischen Atlantikküste Frankreichs zerbrach der Tanker Erika und es liefen 11.000 Tonnen Schweröl in den Atlantik.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Erneuerbare Energie
Auch regenerative oder alternative Energien genannt. Energieträger/-quellen, die sich ständig erneuern bzw. nachwachsen und somit nach menschlichem Ermessen unerschöpflich sind. Hierzu zählen Sonnenenergie, Bioenergie, Windenergie, Wasserkraft, Wellen- und Gezeitenenergie, Erdwärme (Geothermie).
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Erosion
Durch Wind oder Wasser wird lockerer Boden an der Erdoberfläche abgetragen. Die Erosion ist ein natürlicher Prozess, wird aber durch die wirtschaftliche Nutzung der Böden oft sehr verstärkt oder ausgelöst. Die Stärke und Auswirkungen der Erosion hängen von vielen Faktoren (unter anderem Art und Menge des Niederschlages, Geländeform, Vegetationsart und -dichte sowie Landnutzung ) ab.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Verlagerung von Bodenmaterial durch Wasser und Wind.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Ersatzmaßnahmen
Maßnahmen, die ergriffen werden müssen, wenn ein Ausgleich der durch einen Eingriff verursachten Schäden nicht möglich ist. In der Praxis bedeutet dies die Schaffung anderer hochwertiger Lebensräume, die nicht denen gleichen müssen, die durch den Eingriff geschädigt oder zerstört wurden.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Eskort Schlepper
Schlepper, die Schiffe begleiten, ohne eine Schleppverbindung herzustellen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Eulitoral
Teil des Litorals, Bezeichnung für den engeren Bereich der Brandungswirkung und der Gezeitenstände (Gezeiten) um den Meeresspiegel. Die Vertikalerstreckung ist abhängig von der Stärke der Exposition und dem Tidenhub und kann über 20 m betragen, an kleineren gezeitenlosen Küstenabschnitten bleibt sie auch unter 2 m. Unterhalb des Eulitorals schließt sich das Sublitoral, oberhalb das Supralitoral an.
(Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/eulitoral/ / 11. Mai 2020)

Eutrophierung
(griechisch) übermäßige Anreicherung eines Gewässers mit Nährstoffen, besonders Phosphor- und Stickstoffverbindungen, die aus häuslichen, landwirtschaftlichen und industriellen Abwässern stammen. Die Eutrophierung bewirkt ein starkes Wachstum besonders der Blaualgen und hohen Sauerstoffverbrauch durch diese Algen. Im Extremfall kommt es wegen Sauerstoffmangels und Faulgasentwicklung zum Absterben anderer Organismen (z. B. Fischsterben).
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)
Eine durch menschliche Aktivitäten verursachte Anreicherung von Nährstoffen in Ökosystemen. In Gewässern bewirkt diese etwa ein beschleunigtes Wachstum von Algen und höheren Formen pflanzlichen Lebens.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Evaporation
Als Evaporation bezeichnet man den Übergang des Oberflächenwassers auf der Erde in den gasförmigen Zustand durch Verdunstung über einer freien Wasserfläche oder über einer vegetationslosen Erdoberfläche.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Extensivierung
Verringerung des Einsatzes von ertragsfördernden Betriebsmitteln (z.B. Dünger, Pflanzenschutzmittel) bzw. Herabsetzung der Nutzungsintensität (z.B. Viehbesatz pro ha) und/oder Arbeit je Flächeneinheit.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Externe Effekte
Externe Effekte sind Folgen menschlichen Handelns: sie entstehen, wenn die für eine Aktivität Verantwortlichen die Folgen ihres Handelns auf die Herstellungs- und Verbrauchsmöglichkeiten anderer nicht ausreichend kalkulieren und kein Ausgleich für diese Folgen besteht. Dies ist zum Beispiel der Fall, wenn ein Unternehmen bei der Herstellung eines Produktes gefährliche Abwasser produziert, die Schäden, die hierdurch entstehen – beispielsweise für die Fischerei – aber nicht ausgleicht. Sind die Folgen negativ, spricht man von externen Kosten; sind sie positiv, von externen Gewinnen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Extremereignis
Ein Extremereignis oder Extremwetterereignis ist ein mit Wetterbedingungen wie Hitze, Sturm oder Starkniederschlag verbundenes Ereignis, das am gegebenen Ort und zur gegebenen Jahreszeit selten ist.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Faa bis Fzz wie Fahrtgebiet, Fallout, Fauna, FCKW, Feinstaub, Fischerei, Fischregionen, Flaggenstaat, ...

Fabrikschiff
Dieser Ausdruck wurde erstmals für Walfangmutterschiffe gebraucht, wird aber heute allgemein angewandt auf ein Schiff der Hochseefischerei, das die Netze der Fangboote durch die Heckaufschleppe übernimmt und den Fang für den Endverbraucher verarbeitet, abpackt und einfriert.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Fahrgastschiff
Besitzt Einrichtungen für mehr als zwölf Fahrgäste und unterliegt strengeren Vorschriften.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Fahrtgebiet
Einteilung nach Klassen, Küstenfahrt, Kleine Fahrt, Mittlere Fahrt, Große Fahrt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fahrrinne
Fahrwasser, die durch Seezeichen abgesteckte und in Seekarten eingetragene Wasserstraße.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fallout
Radioaktiver Niederschlag, der nach einem Unfall eines Kernreaktors entsteht. Die Explosion während des Unfalls transportiert den radioaktiven Staub in die Atmosphäre. Durch den Niederschlag gelangt dieser Staub wieder auf die Erdoberfläche.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/Service/Glossar/ / April 2020)

Familie
Taxonomischer Begriff für eine Gruppe mehrerer miteinander verwandter Gattungen.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Fauna
Gesamtheit aller Tierarten eines Gebiets oder Habitats.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie)
EG-Richtlinie zur Erhaltung der natürlichen Lebensräume sowie der wild lebenden Tiere und Pflanzen (1992)
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

FCKW
Fluorchlorkohlenwasserstoff
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Feederschiff (Feeder)
Kleine Containerschiffe, Küstenmotorschiffe für den Zubringerdienst.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)
Schnelle und flexible Containerschiffe mit einer Kapazität von max. 2.000 TEU, die Zubringer- und Verteilerdienste übernehmen. Die Entwicklung dieses Schiffstyps ging einher mit dem Bau immer größerer Containerschiffe. Denn je mehr Container ein Schiff transportieren kann, desto weniger Häfen kann es noch anlaufen.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Feinstaub
Teilchen in der Luft, die nicht sofort zu Boden sinken, sondern eine gewisse Zeit in der Atmosphäre verweilen. Die winzigen Partikel sind mit bloßem Auge nicht wahrzunehmen. Lediglich während bestimmter Wetterlagen kann man Feinstaub in Form einer Dunstglocke sehen. Feinstaub kann natürlichen Ursprungs sein oder durch menschliches Handeln erzeugt werden. Wichtige vom Menschen geschaffene Feinstaubquellen sind Kraftfahrzeuge, Heizwerke, Abfallverbrennungsanlagen, Öfen und Heizungen in Wohnhäusern, der Schüttgutumschlag, die Tierhaltung sowie bestimmte Industrieprozesse. In Ballungsgebieten ist vor allem der Straßenverkehr eine bedeutende Feinstaubquelle, wobei der Feinstaub nicht nur aus Motoren – vorrangig aus Dieselmotoren – in die Luft gelangt, sondern auch durch Bremsen- und Reifenabrieb sowie durch die Aufwirbelung des Staubes auf der Straßenoberfläche.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Festmacher
Leute, Spezialisten, die in den Häfen dafür sorgen, dass die Schiffe sicher an den Pollern liegen. Ein starkes Ende, meist mit einem eingespleißten Auge an einem Tampen, mit dessen Hilfe ein Schiff an Land festgemacht werden kann. Bei Yachten ist es üblich, das Auge erst bei Benutzung des Endes als Festmacher mit einem Palstek einzustecken.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Feuchtgebiet
Gebiet, das sich hauptsächlich aus Feuchtbiotopen zusammensetzt. Die Ramsar-Konvention definiert Feuchtgebiete als Feuchtwiesen, Moor- und Sumpfgebiete oder Gewässer, die natürlich oder künstlich, dauernd oder zeitweilig, stehend oder fließend, Süß-, Brack- oder Salzwasser sind, einschließlich solcher Meeresgebiete, die bei Niedrigwasser nicht tiefer als sechs Meter sind.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

FFH-Richtlinie
siehe „Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie“

Fischerei
Gewerblicher Fang von Fischen, Weich- und Krebstieren, auch Gewinnung von Algen, Schwämmen, Seemoos, Naturperlen, Bernstein. Man unterscheidet Hochsee-, Küsten- und Binnenfischerei einschließlich Teichwirtschaft.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fischereigrenze
Völkerrecht: seewärtige Begrenzung der Fischerei- und Wirtschaftszone, die gemäß der Seerechtskonvention von 1982 bis zu einer Tiefe von 200 Seemeilen errichtet werden kann. Das dadurch abgesteckte Gebiet gehört nicht zum Staatsgebiet des Uferstaates, jedoch besitzt dieser in der Zone das ausschließliche Recht, über den Fischfang zu entscheiden.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fischereimanagement
Einen entscheidenden Meilenstein auf dem Weg zu einer ökosystemgerechten Fischerei würde aus Sicht des BfN die Einrichtung eines Netzwerks von Meeresschutzgebieten darstellen, in denen die Fischerei durch entsprechende Maßnahmen so zu gestalten ist, dass negative Auswirkungen auf geschützte Arten und Lebensräume vermieden würden. Diese Gebiete dienten dann primär dem Schutz bedrohter Arten und Lebensräume. Bei Umsetzung entsprechender Managementmaßnahmen könnten sie zusätzlich als Rückzugsräume und letztendlich auch als Wiederaufbaugebiete für bedrohte und überfischte Bestände wirken.
Meeresschutzgebiete haben nachweislich positive Auswirkungen auf die Fischbestände, sofern die Gebiete angemessen groß sind und einen ausreichenden Schutzstatus besitzen. Dies bedeutet einen hohen Anteil mit Zonen ganz ohne Fischerei (No-take-areas / zones) bzw. mit einem Verbot bestimmter schädigender Fangmethoden wie z.B. der Grundschleppnetzfischerei.
Geeignete Managementmaßnahmen wären gemäß der Empfehlung des ICES die räumlich und zeitlich differenzierten Schließungen von marinen Natura 2000–Gebieten für bestimmte Formen der Fischerei. Ferner könnte der verpflichtende Einsatz von ökosystemgerechten Fanggeräten (z.B. Fischfallen) zur Erreichung der Schutzziele beitragen.
(Quelle: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/belastungen-im-meer/fischerei/fischereimanagement.html / April 2020)

Fischereischutzboote
Haben die Aufgabe, den Fischereibooten auf ihren Fangplätzen im Notfall ärztliche und technische Hilfe zu bringen. Außerdem übermitteln sie Wettermeldungen und geben Wetterberatungen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fischfabrikschiff
siehe „Fabrikschiff“

Fischfanggeräte
Fangausrüstung der Fischer. Nach den Fangprinzipien lassen sich die Gruppen Angeln, Reusen, Stell-, Wurf-, Treibnetze, Hamen, Zug- und Schleppnetze unterscheiden.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fischregionen
Einteilung eines Fließgewässers von der Quelle bis zur Mündung aufgrund der vorherrschenden Fischlebensgemeinschaften.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Fishing-for-Litter
KIMO koordiniert ein Projekt namens Fishing for Litter – eine einfallsreiche und dennoch einfache Initiative, die darauf abzielt, den Abfall im Meer zu reduzieren, indem einer der wichtigsten Akteure, die Fischereiindustrie, einbezogen wird. KIMO stellt Fischerbooten große Taschen zur Verfügung, um Meeresmüll zu sammeln. Wenn die Fischerboote in den Hafen kommen, können sie die Müllsäcke entladen. Diese Säcke werden regelmäßig gesammelt und der Müll wird recycelt oder an Land entsorgt. Dies reduziert die Menge an Schmutz, der an unseren Stränden angespült wird, und die Zeit, die Fischer damit verbringen, ihre Netze zu entwirren. Die Initiative beinhaltet nicht nur die direkte Entfernung von Müll aus dem Meer, sondern sensibilisiert auch für das Problem in der Fischereiindustrie.
(Quelle: http://www.kimointernational.org/fishing-for-litter/ / April 2020)
Die deutschen Küstenfischer an Nord- und Ostsee finden in ihren Netzen bisweilen erhebliche Mengen Abfall, abhängig vom Fanggebiet und eingesetzter Fangtechnik. Eine geregelte und umweltgerechte Entsorgung dieses Mülls fand in der Vergangenheit oft nicht statt. Das soll sich ändern. Der NABU entwickelt in zahlreichen Nord- und Ostseehäfen effektive Entsorgungsstrukturen für die „gefischten“ Abfälle. Start der deutschen Initiative war 2011 in Burgstaaken auf Fehmarn. Seitdem wächst die Zahl der beteiligten Fischer stetig an. Zuletzt waren es bis zu 150 Fischer in 16 Häfen an der deutschen Nord- und Ostseeküste.
(Quelle: https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/aktionen-und-projekte/meere-ohne-plastik/fishing-for-litter/index.html / April 2020)

Flaggenstaat
Flaggenstaat ist der Staat, in dessen Schiffsregister ein Schiff eingetragen ist und dessen Flagge es führen muss. Der Flaggenstaat ist für die Schiffe unter seiner Flagge verantwortlich und überprüft zum Beispiel die Sicherheit der Schiffe oder die Arbeits- und Lebensbedingungen der Seeleute. Diese Aufgaben werden von der Verwaltung des Flaggenstaates durchgeführt.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/Service/Glossar/ / April 2020)

Flora
Gesamtheit der Pflanzenarten eines Gebietes.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Flott machen
Ein Schiff, das auf Grund festsitzt, wieder zum Schwimmen bringen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Flüssiggase
Durch Abkühlung verflüssigte Gase. Oft wird Liquified Natural Gas (LNG) einfach als Flüssiggas bezeichnet.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Flutwelle
Starke, oft verheerende Frontwelle, bei plötzlichen Wasserstandsschwankungen, nach Seebeben, untermeerischen Vulkanausbrüchen, Wirbelstürmen, Dammbrüchen und auch beim Übergang von Ebbe zu Flut.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fossile Energieträger
Dazu zählen Erdöl, Erdgas, Braun- und Steinkohle; sie entstanden vor Jahrmillionen bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und Tiere unter Sauerstoffabschluss, hohen Temperaturen sowie dem Druck darüber liegender Gesteinsschichten.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Freihafen
Ein im Hafen durch eine Zollgrenze abgetrenntes Gebiet, das als Zollausland gilt.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Freiheit der Meere
Im Seevölkerrecht Grundsatz, dass das Meer außerhalb der Küstengewässer (offenes Meer) von jeder Staatshoheit frei und der Luft- und Schifffahrt sowie der Fischerei und der Nachrichtenübermittlung aller zugänglich ist; auch Freiheit des Meeres.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Friedfischarten
Fische, die sich nicht von anderen Fischarten ernähren, sondern Pflanzen oder Wirbellose wie z.B. Insekten, Schnecken und Würmer fressen (Gegensatz: Raubfische). Beispiele für Friedfischarten: Karpfen, Barbe.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Frischwasser
Mitgeführter Süßwasser-Vorrat auf Schiffen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Fungizid
Pilzvernichtungsmittel.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Gaa bis Gzz wie Gammelfischerei, Gattung, Geschiebe, Gewässerentwicklung, Gewässergüte, Globale Erwärmung, ...

Gammelfischerei
Unselektive Fangweise zur Gewinnung von Fischmehl und Öl.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)
Wenn gefangene Fische zu Fischmehl und -öl verarbeitet werden, bezeichnet man dies als Industrie- oder Gammelfischerei („Gammel“ ist der unverkäufliche Rest beim Krabbenfang). Ein Drittel des weltweiten Fischfanges wird als Industriefisch verarbeitet (30 Mio. t jährlich). Von den 6,5 Mio. t Fischmehl gehen 55% in die Geflügelzucht, je 20% in die Schweine- und Fischzucht. Von den 1,3 Mio. t Fischöl geht 1/4 in die Fischzucht, der Rest dient als Speisefett.
In der Nordsee werden jährlich 1,4 Mio. t „Industriefische“ gefangen, überwiegend Sandaal und Stintdorsch. 80% dieser Fänge landet die dänische Fangflotte an.
Dabei fangen die Industriefischer die Kleinfische, die als Nahrung für Seevögel und größere Fische wichtig sind. Auch kommt es immer wieder vor, dass Jungfischschwärme gefangen werden (Hering, Schellfisch, Kabeljau). Industriefischerei verformt das gesamte Ökosystem im Meer.
(Quelle: https://www.schutzstation-wattenmeer.de/naturschutz/gefaehrdungen/fischerei/gammel/ / März 2020)

Gastanker
Spezialfahrzeuge für den Transport verflüssigten Gases.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Gattung
Taxonomischer Begriff für eine Gruppe mehrerer miteinander verwandter Arten.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

GAU
Kürzel für: Größter anzunehmender Unfall.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

GDWS
siehe „ Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt“

Gebietsfremd/nichteinheimisch
Tier- und Pflanzenarten, die von Natur aus nicht in einem Gebiet vorkommen, sondern durch den Einfluss des Menschen (direkt oder indirekt; beabsichtigt oder unbeabsichtigt) dort eingebracht wurden.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Gefährdunghaftung
Grundprinzip der gesetzlichen Haftung ist das Verschulden des Schädigers. Die Gefährdungshaftung begründet eine Haftung berits bei Schäden durch bloßen Gebrauch eines Produktes, durch Betätigung oder Inbetriebnahme z.B. einer Anlage und spielt u.a. im Atomgesetz sowie im Produkthaftungsgesetz eine besondere Rolle.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Gefahrguttransport
Gefahrgut wird in verschiedene Gefahrgutklassen (Klasse 1 – 9) eingeteilt und mit speziellen Symbolen versehen. Einzelne Klassen sind weiter spezifiziert und anhand der UN-Nummer lassen sich Angaben über die Gefahrenklasse finden.
Bei dem Transport von Gefahrgut gelten grenzübergreifende Regelungen und die Vorschriften sind hinsichtlich der Kennzeichnung, Verpackung, Ladungssicherung und dem Transport besonders zu beachten. Dies gilt für alle Verkehrsmittel: dem LKW, die Bahn, das Flugzeug und das Schiff. Ob es sich dabei um die ADR im Straßenverkehr, RID im Schienenverkehr, IMDG Code in der internationalen Seeschifffahrt, ADN für die Binnenschifffahrt oder die IATA – DGR in der Luftfracht handelt, sie müssen zwingend beachtet werden.
Für die Durchführung Ihres Gefahrguttransportes per LKW und für die Seefracht benötigen wir Ihre Verantwortliche Erklärung (Dangerous Goods Declaration = DGD) und prüfen die Transport-und Verschiffungsmöglichkeiten, vorbehaltlich des Akzepts der Reederei
(Quelle: https://www.contibridge.de/seefracht/gefahrgut.html / April 2020)
Der Internationale Code für die Beförderung gefährlicher Güter mit Seeschiffen ist ein umfassendes Basisregelwerk. Er enthält Vorschriften insbesondere für die Klassifizierung, Verpackung, Kennzeichnung und Dokumentation gefährlicher Güter und für den Umgang während der Beförderung, zum Beispiel in Form von Stauvorschriften.
Die deutsche Übersetzung des -Codes in der Fassung der Ausgabe 2018 (Amendment 39-18) wurde im Dezember 2018 im Verkehrsblatt bekannt gemacht ( 2018 847), diese Fassung ist seit dem 01. Januar 2019 anwendbar. Die formelle In-Kraftsetzung ist durch die Änderung der Gefahrgutverordnung See vom 21. Oktober 2019 ( 1472) erfolgt.
Die Gefahrgutverordnung See () ist die nationale Vorschrift für den Gefahrguttransport mit Seeschiffen. Neben der Einführung des -Codes in deutsches Recht werden unter anderem Regelungen zu Zuständigkeiten, Pflichten und Ordnungswidrigkeiten getroffen. Die wurde durch Artikel 1 der 12. Verordnung zur Änderung gefahrgutrechtlicher Verordnungen vom 21. Oktober 2019 ( 1472) geändert. Gleichzeitig wurde die Neufassung der vom 21. Oktober 2019 ( 1475) bekannt gegeben. Zuletzt wurde die durch Artikel 16 des Gesetzes vom 12. Dezember 2019 ( 2510) geändert.
(Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/G/Gefahrgut/gefahrgut-recht-vorschriften-seeschifffahrt.html / April 2020)

Geisternetz (ghostnets)
Geisternetze sind herrenlose Fischfanggeräte, die sich losgerissen haben oder von den Besitzern abgeschnitten wurden, weil sie sich irgendwo verhakt haben. Man findet sie an Wracks, an Felsen oder sie treiben im freien Wasser umher und werden zur Todesfalle für Meeressäuger, Fische, Seevögel und Weichtiere. Fast ein Zehntel des weltweiten Meeresmülls besteht aus Geisternetzen.
Ein weiteres Problem ist in der Haltbarkeit der Kunststoffnetze zu sehen. Die häufig aus Nylon, Polyester oder Polyäthylen bestehenden Netze verrotten nicht, sondern zerfallen in Mikroplastikteilchen sowie in Zersetzungsprodukte wie Weichmacher oder Imprägniermittel. Durch die Eigenschaft der Partikel, Giftstoffe an der Oberfläche anzulagern, haben sie erhebliche Auswirkungen auf marine Ökosysteme.
(Quelle: https://geisternetze.moonface.space/ / April 2020)

Gemeinsames Lagezentrum See
siehe „GLZ-See“

Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt
Die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) gehört zum Ressort des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI). Die WSV gliedert sich in die Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS) mit Sitz in Bonn und die Wasserstraßen- und Schifffahrtsämter sowie die Wasserstraßen-Neubauämter in den Regionen.
Um einen reibungslos fließenden und damit wirtschaftlichen Schiffsverkehr zu ermöglichen, betreiben und unterhalten sie die Bundeswasserstraßen und die dazugehörigen Anlagen (Schleusen, Wehre, Schiffshebewerke, Brücken etc.) und bauen sie bedarfsgerecht aus. Ferner beraten, unterstützen und lenken sie den Schiffsverkehr durch ihr Fachpersonal in den Verkehrs- und Revierzentralen unter dem Leitmotiv: Mobilität ermöglichen und die Umwelt schützen!
Zu den Bundeswasserstraßen zählen rund 7.300 km Binnenwasserstraßen und 23.000 km² Seewasserstraßen. In der WSV arbeiten bundesweit rund 12.500 Beschäftigte. Mit über 900 Auszubildenden in zahlreichen technischen und nichttechnischen Berufen ist die WSV eine der großen Ausbildungsverwaltungen des Bundes.
(Quelle: https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/gdws/01_ueber-uns/ / Mai 2020)

Geschiebe
Feststoffe der Gewässersohle, die durch die Kraft des fließenden Wassers am Gewässergrund transportiert werden.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Geschiebehaushalt
Charakteristischer Gang des Feststofftransports an der Sohle eines Fließgewässers, bedingt durch Faktoren wie Abfluss und Gebietsmerkmale (Geologie, Topografie, Vegetation, etc.) mit wechselnden Phasen von Erosion, Akkumulation und Transport.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässerdurchgängigkeit
Auf- und abwärts gerichtete Wanderungsmöglichkeit, im Besonderen für die Fischfauna, aber auch für das Makrozoobenthos und gegebenenfalls Geschiebe.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässerentwicklung
Veränderung eines Gewässers hin zu einem naturraumtypischen bzw. naturnäheren Zustand durch Eigenentwicklung, Wiederherstellung oder Verbesserung der ökologischen Funktionsfähigkeit und der Durchgängigkeit sowie durch eine angepasste Pflege.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässerentwicklungsfläche
Fläche entlang von Fließgewässern, die für die eigendynamische Entwicklung des Gewässers reserviert ist und eine möglichst naturraumtypische Gewässerentwicklung ermöglicht.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020).

Gewässerentwicklungskorridor
Bereich entlang von Fließgewässern, der entsprechend dem Fließgewässertyp und der Gewässergröße in seiner Ausdehnung variiert und eine möglichst weitgehende naturraumtypische Gewässerentwicklung ermöglicht.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässergüte
Nach vorgegebenen biologisch-chemischen Kriterien bewertete Qualität eines Gewässers.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässerrandstreifen
Gewässerrandstreifen umfassen die an das Gewässer landseits der Ufer angrenzenden Bereiche. Ein wesentliches Ziel der Gewässerrandstreifen ist der Schutz des Gewässers vor Stoffeinträgen aus landwirtschaftlich genutzten Flächen (Pufferflächen).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässerrenaturierung
Maßnahmen zur Erreichung einer naturnahen Gewässergestalt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässerrevitalisierung
Verbesserung der ökologischen Bedingungen in und an einem Gewässer in Hinblick auf eine naturnahe Situation.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gewässerselbstreinigung
Fähigkeit von Gewässern, durch Wassererneuerung, Wegtransport, Verdünnung und organischen Abbau belastende Stoffe zu beseitigen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Gezeiten (Tiden)
Rhythmische Schwankungen des Meeresspiegels die durch das Zusammenwirken der Anziehungskräfte zwischen Erde, Mond und Sonne erzeugt werden, mit etwa 12 – 13 stündiger Periode. Die Gezeiten verschieben sich von Tag zu Tag um etwa 50 Minuten. Das Steigen des Wassers von Niedrigwasser zu Hochwasser heißt Flut, das Fallen Ebbe und ergeben zusammen eine Tide. Der Höhenunterschied von Hoch- und Niedrigwasser heißt Tidenhub. Stehen Mond, Sonne und Erde in einer Linie (bei Neu- und Vollmond), so ergibt dies hohe Hochwasser und niedrige Niedrigwasser (Springflut, Springtide); im ersten und letzten Mondviertel schwächen sich ihre Kräfte (Nipptide). Hierzu kommen noch andere Einflüsse(Winde, Wassertiefe usw.), sodass die Gezeiten örtlich ganz unterschiedlich ausgeprägt sind. Die mittleren Springtidenhübe betragen 11 cm in der Ostsee, bis zu 4 m an der deutschen Nordseeküste, bis zu 11,5 m im Ärmelkanal und erreichen mit 21 m im Golf von Maine die höchsten Werte. Die Gezeitenströme erreichen in der Nordsee (Deutsche Bucht) über 1 m/s, im Skjerstadfjord bei Bodø (Nordnorwegen) 8 m/s Höchstwert. Die große Bedeutung der Gezeiten für die Schifffahrt, macht eine Gezeitenvorhersage wichtig, diese wird in Gezeitentafeln veröffentlicht.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Gezeitenenergie
Energie, die aus dem Wechsel von Ebbe und Flut gewonnen wird.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Gezeitenkraftwerk
Wasserkraftwerk,das an Meeresbuchten oder in Ästuaren mit besonders hohen Tiden errichtet wird.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Gieren
Durch starken Seegang hervorgerufenes seitliches abweichen (nach beiden Seiten) vom Kurs.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Globale Erwärmung
Der Begriff der globalen Erwärmung (bzw. des Klimawandels oder der anthropogenen Klimaänderung ) bezieht sich in erster Linie auf die aktuelle vom Menschen verursachte Veränderung des globalen und regionalen Klimas. Allgemein umfasst eine Klimaänderung die langfristigen Veränderungen des Klimas, unabhängig davon, ob dies auf natürliche oder anthropogene Ursachen zurückzuführen ist.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

GLZ-See, operativer Kern des MSZ
Der operative Kern des Maritimen Sicherheitszentrums (MSZ) ist das Gemeinsame Lagezentrum See (GLZ-See). Von dort wird die Arbeit aller Partner zur Gewährleistung der maritimen Sicherheit („Safety“ und „Security“) auf See gebündelt.
Es handelt sich um ein Großraumbüro, in dem rund um die Uhr an 365 Tagen die Beschäftigten der maritimen Sicherheitsbehörden eng zusammen arbeiten. Insgesamt 70 Beschäftigte im Schichtbetrieb.
(Quelle: http://www.msz-cuxhaven.de/DE/GLZSee/Allg_Informationen/allg_informationen_node.html / April 2020)

Greenshipping
Seeschifffahrt ist für ein exportorientiertes Land wie Deutschland von existenzieller Bedeutung. 90% des globalen Warenaustausches erfolgen über die Weltmeere mit über 36.000 Handelsschiffen. Hinzu kommt die stetig wachsende Zahl von Kreuzfahrtschiffen sowie der Fährverkehr. Die Seeschifffahrt stellt bereits heute einen der ressourceneffizientesten Verkehrsträger dar. Trotzdem ist vor dem Hintergrund zunehmender Ressourcenknappheit und steigender ökologischer Herausforderungen eine weitere Verbesserung der Ressourceneffizienz aus ökologischen und ökonomischen Gründen erforderlich.
Wegen des steigenden Verkehrsaufkommens auf den Meeren steht der Umweltschutz zunehmend im Fokus. Ziel muss es sein, die negativen Auswirkungen des Schiffsverkehrs auf die Meeres-Umwelt zu minimieren bzw. gänzlich zu vermeiden.
(Quelle: https://greenshipping-niedersachsen.de/ / April 2020)

Grobe See
Hoher Wellengang.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Grüne See
Seeschlag. Massives überkommendes Wasser an Bord.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Grund
Der Boden eines schiffbaren Gewässers, besonders in Hinblick auf Fahrwassertiefe, Ankergrund, Fischfang. Auf den in dieser Weise verstandenen Grund beziehen sich etliche zusammengesetzte Begriffe.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Grundschleppnetzfischerei
In der deutschen Nordsee werden überwiegend Grundschleppnetze und Baumkurren eingesetzt, insbesondere zum Fang von Nordseegarnelen, („Krabben“) (überwiegend küstennah), von Plattfischen (z.B. Scholle, Seezungen) und anderen bodennah lebenden Fischen wie Kabeljau oder Sandaal. Als negative Effekte treten in der Schleppnetzfischerei sowohl schwere Beeinträchtigung des Meeresbodens als auch hohe Beifangraten insbesondere von Jungfischen der Zielarten, in sehr hoher Zahl aber auch von Wirbellosen wie Krebse, Seesterne oder Seeigeln auf.
Übersicht über ökologisch problematische Fangmethoden in der Nordsee:
Plattfisch-Baumkurre
– starke physische Schäden am Meeresboden und den dortigen Lebensgemeinschaften durch Scheuchketten und Kurrschuhe
– hoher Beifang von Fischen (Nichtzielarten) und Wirbellosen
– geringe Größenselektivität
– nur als gemischte Plattfisch-Fischerei betrieben. Es kann kaum zwischen Scholle und Seezunge selektiert werden (d.h. es treten insbesondere in der Seezungenfischerei hohe Beifänge von Schollen auf).
Garnelen-Baumkurre
– physische Schäden am Meeresboden und den dortigen Lebensgemeinschaften durch Rollen
– hoher Beifang von Jungfischen und Wirbellosen
– geringe Größenselektivität
Scherbrett-Grundschleppnetze
– physische Schäden am Meeresboden und den dortigen Lebensgemeinschaften durch Grundtau und Scherbretter
– hoher Beifang von Nichtzielarten und Wirbellosen
– geringe Größenselektivität
– geringe Artenselektivität
Grundstellnetze
– Beifang von Seevögeln und Meeressäugetieren
(Quelle: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/belastungen-im-meer/fischerei/grundschleppnetz-fischerei.html / April 2020)

Grundsee
Gefährliche See über Untiefen (hohe Welle, die sich über Bänken auftürmt).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Grundstellnetz
Am Meeresgrund stehendes Fangnetz aus dünnem Nylon, gefährdet Tauchvögel/Kleinwale.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Haa bis Hzz wie Habitat, Herbizide, Havariekommando, Hitzestress, HThw, Hydromorphologie, Hydrophob, ...

Habitat
Lebensraum einer bestimmten Tier- oder Pflanzenart mit spezifischen abiotischen und biotischen Faktoren.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Wohnort von Populationen oder Teilpopulationen einer Art (autökologisch und artspezifisch).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Hafenamt
Behörde zur Leitung des Hafenbetriebes.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Hafenkapitän
Nautische Verwaltung eines Hafens.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Hafenstaatenkontrolle
Die Kontrolle von Schiffen auf ihre Sicherheit ist zunächst die Aufgabe der jeweiligen Flaggenstaaten. Allerdings ist die Qualität und Intensität der Überprüfungen durch die einzelnen Staaten sehr unterschiedlich. Hier kommen die Hafenstaatkontrollen ins Spiel: Als „zweite Verteidigungslinie“ („Second Line of Defence“) ergänzen die Hafenstaatkontrollen die Überprüfungen durch die Flaggenstaaten. Kommen einzelne Flaggenstaaten ihrer Verantwortung nicht nach, fallen die Sicherheitsmängel der Schiffe spätestens bei den Hafenstaatkontrollen auf.
Die Hafenstaatkontrolleure überprüfen an Bord der Schiffe, ob die internationalen Regelwerke zur Schiffssicherheit, zur Verhütung der Umweltverschmutzung und zu den Arbeits- und Lebensbedingungen von Seeleuten eingehalten werden.
Die Kontrollen werden nach einheitlichen Besichtigungsverfahren durchgeführt. Die Ergebnisse der Besichtigungen werden in eine länderübergreifende Datenbank eingetragen. Schon bevor ein Schiff in einen Hafen einläuft, kennen die Hafenstaatkontrolleure die „Geschichte“ des Schiffes. Sind bei den letzten Kontrollen übermäßig viele Mängel festgestellt worden? Ist das Schiff sogar schon einmal festgehalten worden? Diese Hintergrundinformationen helfen, „Substandard-Schiffe“ zu identifizieren und sie gezielt zu kontrollieren.
Jeder Hafenstaat hat das Recht, Schiffe fremder Flagge in seinen Häfen zu kontrollieren, um sicher zustellen, dass diese die Anforderungen der „International Maritime Organisation“ (IMO) – einer Unterorganisation der Vereinten Nationen – in Bezug auf Sicherheit und Verhütung von Meeresverschmutzungen erfüllen.
In der Bundesrepublik Deutschland sind der DNV-GL und die See-Berufsgenossenschaft im Rahmen der Hafenstaatkontrolle tätig.
(Quelle: https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/schifffahrt/01_seeschifffahrt/sicherheitskonzept_kueste/sicherheitskonzept-node.html / April 2020)

Hauptdeck
Das oberste, sich über die ganze Schiffslänge erstreckende Deck, wenn es zugleich das Freiborddeck ist.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Havarie
Unfall, Schaden am Schiff oder seiner Ladung durch Zusammenstoß oder höhere Gewalt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Havariekommando
Das Havariekommando (HK) ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der Küstenländer. Es hat am 1. Januar 2003 seinen Dienst aufgenommen und gewährleistet ein gemeinsames Unfallmanagement auf Nord- und Ostsee.
Das HK bündelt die Verantwortung für Planung, Vorbereitung, Übung und Durchführung von Maßnahmen zur Verletztenversorgung, zur Schadstoffunfallbekämpfung, zur Brandbekämpfung, zur Hilfeleistung und zur Gefahrenabwehr bezogenen Bergung bei komplexen Schadenslagen auf See sowie einer strukturierten Öffentlichkeitsarbeit.
www.havariekommando.de
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Heck
Hinterer Teil des Schiffes.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Heckwelle
Am Heck eines fahrenden Schiffes entstehende Welle.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Herbizide
Herbizide sind Wirkstoffe, die Pflanzen schädigen oder abtöten. Herbizide werden umgangssprachlich oft als Unkrautvernichtungsmittel bezeichnet – eine irreführende Bezeichnung, da die Wirkstoffe gleichermaßen auf unerwünschte und erwünschte Pflanzen wirken.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Pflanzenvernichtungsmittel.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Heringsartige
Kleine silbrige Schwarmfische, massenhaft, wichtig als Beute und Speise.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Heuler
Junger Seehund.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Hitzestress
Durch Hitze bedingte Belastung des menschlichen, tierischen oder pflanzlichen Organismus mit negativem Einfluss auf den Stoffwechsel, insbesondere auf den Wasserhaushalt (Gefahr der Austrocknung). Bei Menschen und Tieren ist zudem das Herz-Kreislaufsystem betroffen. Hitzestress stellt vor allem für Risikogruppen wie ältere Menschen oder Kinder eine ernste gesundheitliche Gefahr dar und vermindert allgemein die Leistungsfähigkeit. In der Landwirtschaft führt Hitzestress zu Ertragsverlusten, wenn Nutztiere und -pflanzen betroffen sind.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hitzewelle
Längere Periode mit ungewöhnlich hohen Temperaturen. Es gibt keine allgemein gültige Definition für eine Hitzewelle , da der Begriff vom üblichen Wetter der jeweiligen Region abhängig ist. Was in einem heißen Klima als normales Wetter erscheint, wird in einem kühleren Klima als Hitzewelle erlebt. Für Deutschland wird von manchen Forschern eine Folge von mindestens fünf Tagen mit einem Tagesmaximum von im Mittel mindestens 30°C als Hitzewelle verstanden. Hitzewellen können ernsthafte Auswirkungen auf die Landwirtschaft haben, Waldbrände hervorrufen und die Gesundheit von Menschen gefährden (siehe Hitzestress ).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hochsee
Die See außerhalb des Küstenbereiches.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Hochseebergungsschlepper
Schlepper für Schiffe, die auf hoher See in Seenot geraten sind.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Hochseeschlepper
Hochseetüchtige, sehr leistungsfähige, starke und relativ schnelle Schlepper.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch vom Schlepper“ / 2014)

Hochseevogel
Außerhalb der Brutzeit küstenfern lebender Vogel (Alke, Tölpel, Sturmvögel).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Hochspannung
Elektrische Spannung über 1.000 Volt (1 kV). In der Praxis erfolgt eine weitere Unterteilung der Spannungsebenen in: Mittelspannung zwischen 1 kV und 35 kV, Hochspannung zwischen 35 kV und 110 kV, Höchstspannung über 110 kV.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Hochwasserrisikomanagement
Ein nachhaltiges Hochwasserrisikomanagement umfasst den gesamten Vorsorge-, Gefahrenabwehr- und Nachsorgezyklus und bezieht somit alle Phasen vor, während und nach einem Hochwasser ein.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hochwasserscheitel
Höchster Wasserstand beim Durchgang einer Hochwasserwelle.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hochwasservorsorge
Alle Maßnahmen und Strategien, die in Ergänzung zum technischen Hochwasserschutz (Deiche, Schutzmauern und Hochwasserrückhaltungen) geeignet sind, Hochwasserschäden zu mindern.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hoheitsgewässer
Der Küste vorgelagert ist ein Meeresstreifen, der zum Territorium des Küstenstaates gehört. Seine seewärtige Linie ist die Staatsgrenze.Innerhalb der Hoheitsgewässer steht fremden Nichtkriegsschiffen das Recht der friedlichen Durchfahrt zu.
(Quelle: Buch „Kleines ABC der Küste“ / 1981)

Hohe See
Offenes Meer, das nicht zu den Territorialgewässern und inneren Seegewässern der Küstenstaaten gehört und somit keiner staatlichen Souveränität unterliegt.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Hopperbagger
Saugbagger, der das geförderte Baggergut im eigenen Schiffsraum aufnimmt und an geeigneten Stellen durch Öffnen von Bodenklappen versenkt.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

HThw
Höchster Tidehochwasserstand.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hundsrobben
Robbenfamilie mit kurzen Vorderflossen, alle Nordseerobben gehören hierzu.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

HW
Höchster Wasserstand.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hydromorphologie
Im und am Fließgewässer vorhandene Formen und Strukturen sowie das damit verbundene Abflussverhalten eines Gewässers in seiner räumlichen und zeitlichen Ausdehnung.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

hydromorphologische Güte
Die hydromorphologische Güte bezeichnet den strukturellen Zustand (die Naturnähe) eines Gewässers.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Hydrophob
Eigenschaft von Stoffen; wassermeidend bzw. –abweisend.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Iaa bis Izz wie Immission, Indigen, Indikator, Insektizid, in situ-Erhaltung, Intensivierung, Invasive Art, IPCC, ...

IKZM
Nationale Strategie für ein integriertes Küstenzonenmanagement.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Immission
Eintrag von Luft- oder Wasserverunreinigungen in Ökosystemen. (vergleiche Emission)
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

IMO
International Maritime Organisation, legt international Regeln für den Seenotfall und andere wichtige Bestimmungen fest.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Indigen/einheimisch/
Tier- und Pflanzenarten, die von Natur aus in einem Gebiet vorkommen bzw. ohne Mitwirkung des Menschen dort eingewandert sind.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Indikator
Indikatoren sind Kenngrößen, die über einen festgelegten, nicht oder nur sehr schwer messbaren Tatbestand Auskunft geben sollen. Dank der ermittelten quantitativen oder qualitativen Informationen sind unter anderem über Vergleiche mit kritischen Schwellenwerten, früheren Messwerten, bestimmten Zielwerten oder den Ergebnissen anderer Beobachtungseinheiten Bewertungen möglich. Diese lenken die Aufmerksamkeit auf Stärken und Schwächen der Beobachtungseinheiten und stellen bei Evaluationen den Ausgangspunkt für die Ursachenforschung dar.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Industriefischerei
siehe „Gammelfischerei“

Insektizid
Insektenvernichtungsmittel.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

in situ-Erhaltung
Erhaltung von Ökosystemen und Lebensgemeinschaften sowie die Bewahrung und Wiederherstellung lebensfähiger Populationen von Arten in ihrer natürlichen Umgebung.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Integrierter Pflanzenschutz
Der integrierte Pflanzenschutz ist eine Kombination von Verfahren, bei denen unter Berücksichtigung biologischer, biotechnischer, pflanzenzüchterischer sowie anbau- und kulturtechnischer Maßnahmen die Anwendung chemischer Pflanzenschutzmittel auf das notwendige Maß beschränkt wird, um den Schaderregerbefall unter der wirtschaftlichen Schadensschwelle zu halten.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Intensivierung
Erhöhung des Einsatzes von ertragsfördernden Betriebsmitteln (z.B. Dünger, Pflanzenschutzmittel) bzw. Verstärkung der Nutzungsintensität (z.B. Viehbesatz pro ha) und/oder Arbeit je Flächeneinheit.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Interstitial
Wassergefüllter Porenraum (Lückensystem) im Sediment der Gewässersohle.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Invasive Art
Nach der Entdeckung Amerikas 1492 durch den Einfluss des Menschen in ein Gebiet eingebrachte Tier- oder Pflanzenart, die unerwünschte Auswirkungen auf andere Arten, Lebensgemeinschaften oder Biotope hat und auch oft ökonomische oder gesundheitliche Probleme verursacht.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

IPBES
siehe „Weltbiodiversitätsrat“

IPCC
siehe „Weltklimarat“

ISM-Code
International Safety Management (ISM)-Code Internationaler Code für Maßnahmen zur Organisation eines sicheren Schiffsbetriebes und zur Verhütung der Meeresverschmutzung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kaa bis Klz wie Katastrophe, Kentern, Kernzone, KIMO, Kitesurfen, Klabautermann, Kleiboden, Kleinwal, Klima, Klimaschutz, ...

Kapitän
Der verantwortliche Schiffsführer.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Katastrophe
Eine Katastrophe ist ein Ereignis, welches das Leben, die Gesundheit oder die lebensnotwendige Versorgung zahlreicher Menschen oder bedeutender Sachgüter in so außergewöhnlichem Maße gefährdet oder schädigt, dass Hilfe und Schutz wirksam nur gewährt werden können, wenn verschiedene Einheiten und Einrichtungen des Katastrophenschutzdienstes sowie die zuständigen Behörden, Organisationen und die sonstigen eingesetzten Kräfte unter einheitlicher Leitung der Katastrophenschutzbehörde zusammenwirken. Für die Dauer des Katastrophenfalls obliegen dieser einheitlichen Leitung dann alle Hilfs- und Schutzmaßnahmen im Katastrophengebiet, also auch eine Schadstoffunfallbekämpfung.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Kai (niederländisch), auch Kaje
Durch steile Ufereinfassung (Kaimauer) befestigtes, zum Laden und Löschen von Schiffen bestimmtes Uferbauwerk. Kaizunge oder Pier heißt ein in das Wasser vorgebauter, an mehreren Seiten vom Wasser umgebener Kai.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kentern
1. das seitliche Umschlagen von Schiffen oder Booten;
2. Die Umkehr des Gezeitenstromes.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kernzone
Besonders naturnaher Bereich eines Nationalparks, meist mit Betretungsverbot.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Kiel
Unterster, mittschiffs verlaufender Längsverband.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Kieselalgen
Einzellige Mikroalgen mit einer Silikatschale, leben auf dem Watt oder im Plankton.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

KIMO (Kommunenes Internasjonale Miljøorganisasjon)
KIMO (Kommunenes Internasjonale Miljøorganisasjon) wurde von lokalen Kommunen mit einer gemeinsamen Sorge um den Zustand der Umwelt als Reaktion auf eine Reihe neu auftretender Umweltbedrohungen gegründet. KIMO ist eine lokale Umweltorganisation der lokalen Behörden, die den Kommunen auf regionaler, nationaler und internationaler Ebene eine politische Stimme verleihen soll.
KIMO wurde im August 1990 in Esbjerg, Dänemark, von vier Gemeinden gegründet und ist von diesem bescheidenen Anfang an auf über 70 Mitglieder in Belgien, Dänemark, den Färöern, Deutschland, den Niederlanden, Schweden und dem Vereinigten Königreich angewachsen. In den letzten 25 Jahren hat sich KIMO zu einer wegweisenden Umweltkraft entwickelt, die zu einer stetigen Verringerung der Meeresverschmutzung in den europäischen Meeren beigetragen hat.
(Quelle: http://www.kimointernational.org/about-us/mission-statement/ / April 2020)

Kipppunkte des Klimasystems
Gemeinhin wird Klimawandel als eine allmähliche Erwärmung des Klimas verstanden. Es ist jedoch auch möglich, dass starke oder abrupte Klimaänderungen einsetzen. Derartige Prozesse sind mit kritischen Schwellen im Klimasystem, sogenannten Kipppunkten (tipping points), verbunden. Bereits geringe Änderungen im Klimasystem können bewirken, dass Kipppunkte erreicht werden, in deren Folge sich das Klima ändert. Zu diesen Veränderungen gehören:
• abrupte Klimaänderungen
• unumkehrbare (irreversible) Prozesse
• langfristige, starke Klimaänderungen
Es besteht die Gefahr, dass abrupte, drastische Klimaänderungen die Anpassungsmöglichkeiten der menschlichen Gesellschaft übersteigen. Dies gilt besonders für solche Fälle, in denen die bewirkten Änderungen nicht mehr umkehrbar sind.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Kitesurfen
Kitesurfen, auch Kiteboarden, ist ein Wassersport, der aus dem Kitesailing entstanden ist. Beim Kitesurfen steht der Sportler auf einem Board, das Ähnlichkeit mit einem kleinen Surfbrett oder Wakeboard aufweist. Er wird dabei von einem Lenkdrachen (engl. „kite“) gezogen. Das Zusammenspiel von Wellen und aufwärts gerichtetem Zug des Drachen erlaubt dabei Sprünge und Tricks
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Kitesurfen / April 2020)
Kite-Surfer betreiben neben Surfern auf dem Wasser die derzeit schnellste, in Teilen des Wattenmeers zulässige Natursportart. Viele brütende und rastende Vogelarten wie Watvögel, Meeresenten, aber auch Schweinswale oder Seehunde werden aber über Distanzen von wenigen bis nachgewiesen mehreren hundert Metern von fremden, sich kaum berechenbar bewegenden Objekten gestört – vor allem diese Tiere stehen im Mittelpunkt der Schutzbemühungen des NABU. Wenige Arten wie manche Möwen sind allerdings geringer von Störungen betroffen und zeichnen damit bei Laien oft ein falsches Bild.
(Quelle: https://schleswig-holstein.nabu.de/natur-und-landschaft/lebensraum-wasser/wattenmeer/19932.html / April 2020)
In den letzten Jahren haben die Kitesurfer das Wattenmeer vor der niedersächsischen Küste für sich als Revier entdeckt. Das Wattenmeer ist als Nationalpark sowie durch die EU-Richtlinien (Vogelschutzgebiet, FFH-Gebiet) geschützt. Aufgrund seiner Einmaligkeit wurde es als UNESCO Weltnaturerbe anerkannt. Um Störungen, insbesondere von Vögeln und Robben, zu vermeiden, ist das Kitesurfen nicht gestattet.
(Quelle: https://www.nationalpark-wattenmeer.de/nds/nationalpark/erlaubt-verboten/kitesurfen / April 2020)

Klabautermann
Legendärer Schiffskobold.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Klasse
Klasse definiert die Bauausführung und der Erhaltungszustand von Schiffskörper und Ausrüstung.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Klassifikationsgesellschaften
Seeschiffe werden nach den Bauvorschriften und unter Aufsicht anerkannter Klassifikations-Gesellschaften gebaut und später regelmäßig kontrolliert, um gegenüber Versicherungen einen Gütemaßstab garantieren zu können. Nach jeder Havarie muss die Klassifizierung neu erteilt werden.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)
AB American Bureau of Shipping, New York
BV Bureau Veritas, Paris
DNV-GL Det Norske Veritas/Germanischer Lloyd, Oslo/Hamburg (aktualisiert)
HR Hellenic Register of Shipping, Athen
LR Lloyds Register of Shipping, London
NK Nippon Kaiji Kyokai, Tokio
PR Polski Rejestr, Warschau
RI Registro Italiano, Rom
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kleiboden
[englisch clay] Fruchtbarer, toniger oder lehmiger Boden; meist durch Meeresablagerung in den Marschen entstanden.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Kleinwal
Zahnwale von 1,5 – 3 m Länge (Delphine, Schweinswal).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Kliff
Steilufer, Abbruchkante.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Klima
Im engen Sinn definiert als statistisches Durchschnittswetter, das in einer Region über Monate bis hin zu Tausenden von Jahren herrscht. Der klassische, von der Weltorganisation für Meteorologie (WMO ) definierte Zeitraum (= Klimanormalperiode) sind 30 Jahre. Einbezogen sind die Variablen Temperatur, Niederschlag und Wind.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimaänderung
Bezieht sich auf jede Änderung des Klimas im Verlauf der Zeit, die aufgrund einer Änderung im Mittelwert oder im Schwankungsbereich seiner Eigenschaften identifiziert werden kann und die über eine längere Periode von typischerweise Jahrzehnten oder noch länger andauert.
Klimaänderung kann durch interne natürliche Schwankungen oder durch äußeren Antrieb oder durch an dauernde anthropogene Veränderungen in der Zusammensetzung der Atmosphäre oder der Landnutzung zustande kommen.
Es ist zu beachten, dass das Rahmenübereinkommen der Vereinten Nationen über Klimaänderungen (UNFCCC) im Artikel 1 Klimaänderung definiert als:
Änderungen des Klimas, die unmittelbar oder mittelbar auf menschliche Tätigkeiten zurückzuführen sind, welche die Zusammensetzung der Erdatmosphäre verändern, und die zu den über vergleichbare Zeiträume beobachteten natürlichen Klimaschwankungen hinzukommen.
Das UNFCCC unterscheidet also zwischen Klimaänderung verursacht durch die Veränderung der Zusammensetzung der Atmosphäre aufgrund menschlicher Aktivitäten und Klimavariabilität aufgrund natürlicher Ursachen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimaelemente
Im Wesentlichen die mess- und beobachtbaren Elemente des Wetters, die zur Beschreibung des Klimas herangezogen werden.
Klimaelemente sind unter anderem: Temperatur, Luftdruck, Luftfeuchte, Wind, Niederschlag, Bewölkung, Sicht, Sonnenscheindauer, Strahlung. (siehe auch Klimafaktoren)
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimafaktoren
Auch klimatologische Wirkungsfaktoren genannt; Faktoren, welche die Klimaelemente (unter anderem Temperatur, Feuchte) und damit das Klima eines Ortes beeinflussen. Die wesentlichen natürlichen Klimafaktoren sind geographische Breite, topographische Höhe, Entfernung vom Meer und anderen größeren Wasserflächen, Bodenart und Bodenbedeckung. Hinzu kommen anthropogene Faktoren wie Bebauung und Abwärme.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimafolgen
Bestimmte Veränderungen innerhalb eines Systems, die in Folge des Klimawandels auftreten. Klimafolgen können sowohl negativer (Risiken) als auch positiver Natur (Chancen) sein.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimafolgenanpassung
Initiativen und Maßnahmen, um die Empfindlichkeit natürlicher und menschlicher Systeme gegenüber tatsächlichen oder erwarteten Auswirkungen des Klimawandels zu verringern. Es können verschiedene Arten von Anpassungen unterschieden werden, darunter vorausschauende und reaktive, private und öffentliche, autonome und geplante Maßnahmen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimafolgenmanagement
Der systematische Umgang mit den Auswirkungen des Klimawandels. Ausgehend von identifizierten Risiken werden Anpassungsmaßnahmen entwickelt, umgesetzt und schließlich auch evaluiert.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimamodell
Ein Klimamodell beschreibt ein Klimasystem mit Zahlen. Einbezogen sind – je nach Komplexität – mehr oder weniger viele physikalische, chemische und biologische Eigenschaften. Wechselwirkungen und Rückkopplungsprozesse werden berechnet – etwa der Zusammenhang von Temperatur, Meeresströmungen und Eisbildung. Interaktive Klimamodelle werden verwendet, um den Einfluss verschiedener Faktoren zu verstehen, Veränderungen zu simulieren und Prognosen zu erstellen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimaprognose
Das Resultat eines Versuchs, eine Schätzung der effektiven Entwicklung des Klimas in der Zukunft vorzunehmen, zum Beispiel auf saisonaler, jahresübergreifender oder längerfristiger Zeitskala. Weil die zukünftige Entwicklung des Klimasystems stark von den Ausgangsbedingungen abhängen kann, bestehen solche Prognosen in der Regel aus Wahrscheinlichkeitsangaben (siehe auch Klimaprojektion , Klimaszenario).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimaprojektion
Versuchen vorherzusagen, wie sich das Klima verändert, wenn unterschiedliche Mengen und Arten von Treibhausgasen emittiert werden. Sie basieren häufig auf häufig auf Klimamodellsimulationen.
Klimaprojektionen werden von Klimaprognosen unterschieden, um zu betonen, dass Klimaprojektionen von den verwendeten Emissions-/Konzentrations- beziehungsweise Strahlungsantriebs-Szenarien abhängen, die auf Annahmen zum Beispiel über zukünftige gesellschaftliche und technologische Entwicklungen beruhen, die nur eventuell verwirklicht werden und deshalb mit erheblichen Unsicherheiten verbunden sind.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimaschutz
Auch Mitigation ; bezeichnet alle auf die Begrenzung der globalen Erwärmung gerichteten Maßnahmen, das heißt vor allem Maßnahmen zur Minderung der durch menschliches Handeln verursachten Treibhausgas -Emissionen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimaschwankungen
Bezeichnet die zeitlichen und räumlichen Schwankungen des Klimas um einen mittleren Zustand herum. Die Variabilität kann durch natürliche Prozesse innerhalb des Klimasystems zustande kommen (interne Variabilität) oder durch menschliche Einflüsse verursacht sein (externe Variabilität).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimasystem
Das Klimasystem ist ein höchst komplexes System, das aus fünf Hauptbestandteilen besteht: der Atmosphäre , der Hydrosphäre, der Kryosphäre, der Landoberfläche und der Biosphäre sowie den Wechselbeziehungen zwischen diesen Bestandteilen. Das Klimasystem verändert sich über die Zeit unter dem Einfluss seiner eigenen inneren Dynamik und durch äußere Antriebe wie Vulkanausbrüche, solare Schwankungen und anthropogene Einflüsse wie die Änderung der Zusammensetzung der Atmosphäre und der Landnutzung.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Klimawandel
Der Begriff des Klimawandels bzw. der anthropogenen Klimaänderung bezieht sich in erster Linie auf die aktuelle vom Menschen verursachte Veränderung des globalen und regionalen Klimas. Allgemein umfasst eine Klimaänderung die langfristigen Veränderungen des Klimas, unabhängig davon, ob dies auf natürliche oder anthropogene Ursachen zurückzuführen ist.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Kma bis Kzz wie Knoten, Kohlendioxid, Kolk, Kollision, Komplexe Schadenlage, Konvergenzzonen, Krängung, Küste, Küstenwache, Kutter, ...

Knoten
Geschwindigkeitsmessung auf See, 1 Knoten = 1 Seemeile (1,852 km) je Stunde.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Kohlendioxid (CO2)
Ein natürlich vorkommendes Gas, auch ein Nebenprodukt aus der Verbrennung fossiler Treibstoffe aus fossilen Kohlenstofflagerstätten, wie Öl, Gas und Kohle, sowie der Verbrennung von Biomasse und von Landnutzungsänderungen und anderen industriellen Prozessen. Es ist das wichtigste anthropogene Treibhausgas , das die Strahlungsbilanz der Erde beeinflusst. Es ist das Bezugsgas, gegenüber welchem die anderen Treibhausgase gemessen werden, und hat deshalb ein Globales Erwärmungspotential (GWP).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Kohlendioxid-Äquivalente
Ein Kohlendioxid-Äquivalent beschreibt, wie viel eine genau definierte Masse eines Treibhausgases über einen festgelegten Zeitraum im Vergleich zu Kohlendioxid (CO2) zum Treibhauseffekt beiträgt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Kohlenstoffkreislauf
Der Begriff beschreibt den Kohlenstofffluss (in verschiedenen Formen, zum Beispiel als Kohlendioxid) durch die Atmosphäre , das Meer, die terrestrische Biosphäre und die Lithosphäre.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Kolk
Örtlich begrenzte, durch Strömungsvorgänge hervorgerufene Vertiefung im Gewässerbett.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Kollision (Schiffskollision)
Zusammenstoß mit einem anderen Schiff oder einem anderen festen Gegenstand.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kollisionskurs
Auf Kollisionskurs befinden sich zwei Schiffe wenn die Gefahr besteht, dass sie den Schnittpunkt ihrer Kurse im selben Zeitpunkt erreichen.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Kolmation
Verstopfung oder Überdeckung des Porensystems des Gewässerbettes durch Schwebstoff- und Sedimentablagerungen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Kompensationsmaßnahmen
Sammelbegriff für Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Komplexe Schadenlage (KSL)
Eine „komplexe Schadenslage“ auf See liegt laut Staatsvertrag zwischen Bund und Küstenländern vor, wenn: „… bei einem Ereignis eine Vielzahl von Menschenleben, Sachgüter von bedeutendem Wert, die Umwelt oder die Sicherheit und Leichtigkeit des Schiffsverkehrs gefährdet sind oder eine Störung dieser Schutzgüter bereits eingetreten ist und zur Beseitigung dieser Gefahrenlage die Mittel und Kräfte des täglichen Dienstes nicht ausreichen oder eine einheitliche Führung mehrerer Aufgabenträger erforderlich ist“.
(Quelle: Magazin „Deutsche Seeschifffahrt“ / Juli 2012)

Komplexer Schadstoffunfall (KSU)
Ein komplexer Schadstoffunfall ist ein plötzliches Ereignis, bei dem Schadstoffe in das Gewässer gelangen oder zu gelangen drohen, wobei bestimmte Richtwerte überschritten werden.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Kondemnation
Feststellung durch einen Experten, dass ein versichertes, beschädigtes Schiff nicht mehr repariert werden kann bzw. sich die Reparatur nicht mehr lohnt.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Konstruktionswasserlinie (abgekürzt: CWL oder KWL)
Ebene, bis zu der das Schiff bei der seiner Berechnung zugrunde liegenden Verdrängung eintaucht (Wasserlinie).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Konsumenten
Organismen, die von Produzenten (vor allem grünen Pflanzen) erzeugte organische Substanz verbrauchen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 1 / Oktober 1997)

Konvergenzzonen
Konvergenzzonen entstehen z.B. an der Trennschicht zwischen Süßwasser und Salzwasser. Sie bilden eine natürliche Sammelstelle für Öl besonders für Ölklumpen (tarballs), aber auch für Treibsel etc.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Korallen (Korallentiere, Blumentiere)
Formenreiche Gruppe meeresbewohnender Hohltiere; meist dem Untergrund fest ansitzende Einzeltiere oder Tierstöcke (Korallenstock); von Polypengestalt. Zahlreiche Korallen scheiden ein chitiniges, hornartiges oder kalkiges Außenskelett ab, das riffbildend sein kann (Korallenriffe). Nach der Zahl der Arme werden unterschieden: Hexakorallier (sechsstrahlige Polypen: Seerosen, Riffkorallen, Dörnchenkorallen, Zylinderrosen, Krustenanemonen) und Oktokorallier (achtstrahlige Polypen: Blaukorallen, Rindenkorallen, Seefedern, Weiße Hornkorallen). Zu Letzteren gehört die Gattung Edelkoralle deren Skelett zu Schmuck verarbeitet wird.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Krabbe
Zehnfüßiger Kurzschwanzkrebs mit flachem Panzer.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Krängung (von niederländisch krengen, eigentlich »sich abwenden«)
Seitliche Neigung eines Schiffs durch Winddruck, Seegang, Wassereinbruch, ungleich verteilte Ladung oder durch Zentrifugalkraft (beim harten Drehen).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Krebstiere
Vielbeinige feuchteliebende Krabbeltiere mit Kalk-Chitin-Panzer, 4 Fühler.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Kreislaufwirtschaft
Möglichst vollständige Rückführung von Rohstoffen einer Ware in den Produktionsprozess. Meist im Abfallbereich verwendet.
(Quelle: https://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/publikation/glossar.php / April 2020)

Kreuzsee
Das Aufeinandertreffen von Seegang oder Dünung aus verschiedenen Richtungen, wobei eine für die Schifffahrt gefährliche, steile, unruhige See entsteht.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kühlschiff (Reefer)
Spezielle Frachtschiffe für den Transport von Fisch, Südfrüchten, Gefrierfleisch und Eier.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kümo (Küstenmotorschiff)
Kleinfrachter für den Einsatz auf Küstengewässern.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Küste (niederländisch aus lateinisch costa „Seite“)
Grenzraum zwischen Meer und Land, von stark wechselnder Breite (1 m bis viele km). Die Berührungslinie im Mittelwasserniveau an gezeitenlosen Küsten oder im Mittelhochwasserniveau an Gezeitenküsten ist die Ufer- oder Strandlinie. Sie trennt die beiden Hauptzonen der Küsten: das landwärts bis zur obersten Meereswirkung reichende Ufer (wenn von Sand oder Geröll bedeckt, auch Strand) und die sich seewärts bis zur äußersten gegenwärtigen Brandung ausdehnende Schorre. Die Küste wird durch Brandung, Gezeiten, Meeresströmungen, Hebungs- und Senkungserscheinungen, Schwankungen des Meeresspiegels und durch Ablagerungen der Flüsse ständig verändert. Durch Küstenversatz kann sich an einer Landspitze aus einer Sandzunge ein Haken entwickeln, der zur Nehrung wachsen kann, einem schmalen, aus Sand aufgebauten Landstreifen, der oft mit Dünen besetzt ist. Die von der Nehrung vom offenen Meer abgetrennte Bucht wird Haff genannt. Ein vollkommen abgeriegeltes Haff bezeichnet man als Strandsee. Durch Strandversetzung kommt es zu einem Ausgleich in der Küstenlinie (Ausgleichsküste). Durch Eindringen des Meeres entstehen Senkungsküsten, wobei verschiedene Küstenformen entstehen können: Fjordküsten (Norwegen, Grönland, Südalaska, Südchile, Neuseeland); Schärenküsten (Schweden, Finnland), Fördenküsten (Ostseite Jütlands und Schleswig-Holstein) sowie Boddenküsten (Mecklenburg). Ertrunkene Flusstäler bilden die Riaküsten (Nordwestspanien, Bretagne, Südchina), die Calaküsten (westliches Mittelmeer), die Canaleküsten (Dalmatien), sowie Limanküsten (Südrussland).Bei der Hebungsküste sind Bereiche des ehemaligen Strandes zu Land geworden, bei harten Gesteinen bilden sich Steilküsten (Kliffküsten), bei weicherem Gestein Flachküsten.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Küstenfischerei
Fischerei in Sicht der Küste. Dazu gehört die Fischerei auf Watten, Haffen, Bodden, Förden und in Flussmündungen mit kleineren, offenen, halb gedeckten und gedeckten Fahrzeugen, in der die Fahrten normalerweise nicht länger als 24 Stunden dauern.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Küstengewässer (Küstenmeer)
Die vor der Küste liegenden Meeresteile, die zum Hoheitsgebiet des Küstenstaates (Territorial-, Hoheitsgewässer) gehören mit der völkerrechtlichen Einschränkung, dass allen Schiffen die friedliche Durchfahrt gestattet werden muss. Die Grenze zwischen dem Staatsgebiet der Uferstaaten und der hohen See verläuft im Meer. Die Küstenlinie, von der aus die Ausdehnung des Küstengewässers berechnet wird, richtet sich nach dem tiefsten Meeresstand bei Tiefebbe; Sonderregeln bestehen für Inseln, Buchten und Meerengen. Für die allgemeine Festlegung dieser Grenze galt früher die Dreimeilenzone (5556 m); nach der Seerechtskonvention vom 10.12.1982 können die Staaten maximal 12 Seemeilen in Anspruchnehmen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Küstenmeer
Das Küstenmeer grenzt an die inneren Gewässer und erstreckt sich seeseitig, ausgehend von der Basislinie (Art. 3 SRÜ) bis auf maximal 12 sm.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Küstenschifffahrt
Schifffahrtsverkehr entlang der Küste; im engeren Sinn die Kabotage.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Küstenschutz
Küstenschutz umfasst alle Maßnahmen, die die Küste direkt oder indirekt vor Brandungserosion und damit Landverlusten schützt, sowohl bauliche Maßnahmen wie die Errichtung von Deichen, biologische Maßnahmen wie die Bepflanzung von Dünen oder ordnungspolitische Maßnahmen wie die Ausweisung von Schutzgebieten.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Küstenstrom
Strömung parallel zur Küste außerhalb der Brandungszone.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Küstenwache
Seit dem 01.07.1994 gibt es auch in Deutschland eine „Küstenwache“. Unter dieser gemeinsamen Bezeichnung koordinieren die Überwachungs- und Vollzugsdienste der zuständigen Bundesbehörden (Wasser- und Schifffahrtsverwaltung, Bundesgrenzschutz, Zollverwaltung, Fischereiaufsicht) behördenübergreifend ihre Tätigkeit auf See.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kulturlandschaft
Aufgrund der Nutzung durch den Menschen in historischer Zeit entstandene und durch die Nutzungsformen geprägte Landschaft mit überwiegend anthropogenen Ökosystemen (im Ggs. zur Naturlandschaft).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Kurre (von lat. currere »laufen«)
Kleines Grundnetz (Schleppnetz) der Kutterfischerei.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kurvleine
Trosse zum Aussetzen, Schleppen und Einholen von Kurre oder Schleppnetz.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Kutter (von englisch to cut »schneiden«)
1. einmastiges Segelschiff; heute auch Bezeichnung für Jachten mit Kuttertakelung (einem Großsegel und zwei Vorsegeln);
2. Beiboot eines Kriegsschiffs zum Rudern (Riemenkutter) und/oder mit Segeln;
3. kleineres Fischereifahrzeug (10 – 30 m lang) für die Küsten und kleine Hochseefischerei mit dem Schleppnetz (Fischkutter).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Laa bis Lzz wie Ladung, Lee, Leuchtfeuer, Limikolen, LKN.SH, Logbuch, Lotse, Lotsenboot, Lüa, Luv, ...

Ladung
Gesamtheit der Güter im Laderaum eines Schiffes (Ladegut), die Ladung heißt auch Kargo (Cargo). Man unterscheidet: Bulkladung oder Schüttgutladung (z.B. Getreide, Kohle), Nassgutladung (z.B. Öl), Stückgutladung (z.B. Kisten, Fässer), Schwergutladung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein
siehe „LKN.SH“
www.Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz.de

Laschen
Festzurren beweglicher Gegenstände an Bord.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Leck, Leckage
1. Undichtigkeit, durch die Wasser ins Schiff eindringt.
2. Undichtigkeit von Behältern, durch die Flüssigkeit austritt.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Lee (Leeseite)
Die dem Wind abgewandte Seite eines Schiffes. Gegensatz: Luv.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Leichter
Transportfahrzeug auf dem Wasser ohne eigenen Antrieb. Nach ihrem Verwendungszweck unterscheidet man Seeleichter (zum Leichtern größerer Schiffe und für Seetransporte im Schlepp) – und schutenartige, meist offene Fahrzeuge für den Hafenbetrieb. Gelegentlich haben Leichter einen Hilfsantrieb.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Leichtern
Tiefgang eines Schiffes mit Löschen von Teilladung verringern.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Leinenwurfgerät
Raketenapparat, der eine dünne Leine abschießt, um eine Verbindung zwischen zwei Schiffen bzw. vom Land zum Schiff und umgekehrt herzustellen. Mittels dieser Leine können stärkere Leinen und Trosse nachgeholt werden. So sind Hilfeleistungen durch Abbergen oder Abschleppen möglich.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Lenzen
Ein Schiff leer pumpen (Lenzpumpen).
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Lenzpforten
Verschließbare Öffnungen in der Schiffsseitenwand.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der Borkum-Fähre OSTFRIESLAND“ / 2015)

Lenzpumpen
Maschinell oder per Hand bediente Pumpen zum Herauspumpen von Wasser.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Leuchtfeuer
Lichtzeichen für die Navigation von Schiffen bei Nacht.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Limikolen
Wat- und Stelzvögel.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Litoral
[von lat. litus=Meeresufer, Strand, Gestade]
1) zur Küste, zum Ufer gehörend.
2) Bezeichnung für alle Vorgänge, Erscheinungen und Bildungen, die an einer Meeresküste auftreten, wie z.B. Gezeitenwirkungen, Organismen, Litoralfazies etc.
(Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/litoral/ / 11. Mai 2020)

Litoralfazies
Fazies können sich nicht nur paläogeographisch räumlich unterscheiden, sondern können sich auch zeitlich entwickeln. So kann beispielsweise, bedingt durch ein Vorrücken des Meeres (Transgression) Litoralfazies (Küstenfazies) über Strandfazies liegen. Die Faziesregel nach Walther (1894) besagt, dass bei ungestörter Schichtung hierbei nur Fazies übereinander liegen können, die auch zeitgleich nebeneinander vorkommen können.
(Quelle: https://www.chemie-schule.de/KnowHow/Fazies / 11. Mai 2020)

LKN.SH
Der Landesbetrieb für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz Schleswig-Holstein (LKN.SH) nahm 2008 seinen Betrieb auf. In der Rechtsform eines Landesamtes als Landesoberbehörde ist der LKN.SH nachgeordnete Behörde des Ministeriums für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume (MELUR). Der Landesbetrieb ist der Dienstleister Schleswig-Holsteins für den Küstenschutz an Nord- und Ostsee mit seinen vorgelagerten Inseln und Halligen, für den Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, für den Hochwasserschutz an der Elbe, die Gefahrenabwehr und Gewässerunterhaltung und für den Bau, den Betrieb, die Verwaltung und die Instandhaltung der landeseigenen Häfen mit einem gewässerkundlichen Mess- und Beobachtungsdienst sowie einem zentralen Wach- und Warndienst der Wasserwirtschaft. Der LKN.SH ist Küstenschutzbehörde, Hafenbehörde und für den Nationalpark auch Naturschutzbehörde.
www.LKN.SH.de
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

LOF
Lloyd’s Open Form – der klassische Bergungsvertrag auf Basis ‚kein Erfolg – keine Zahlung’. Neuerdings sieht der LOF-Vertrag auch Prämien für die Berger vor, wenn das havarierte Schiff zwar verloren geht, jedoch Umweltschäden vermieden werden.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Logbuch
Gesetzlich vorgeschriebenes Schiffstagebuch (§ 520 HGB), das in Verantwortung des Kapitäns laufend zu führen ist (wird heute mit automatischen Fahrtenschreiber und Kursaufzeichner kombiniert); das Logbuch ist eine Urkunde, in der alle für die Reise wesentlichen Daten und Ereignisse festzuhalten sind.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Lotse (von englisch loadsman „Geleitsmann“)
Berater des Kapitäns oder Schiffsführers in schwierigen Fahrwassern oder Häfen. Lotsen sind meist geprüfte Nautiker mit eingehenden Ortskenntnissen. Man unterscheidet See-, Fluss-, Kanal- und Hafenlotsen. Oft besteht aus Sicherheitsgründen Lotsenpflicht, das heißt, ein Lotse muss an Bord genommen werden, dem Kapitän obliegt aber weiter die Führung des Schiffes.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Lotsenboot
Boot, das den Lotsen an Bord eines Schiffes bringt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Lüa
Länge über alles – gemessen zwischen dem hintersten und vordersten festen Punkt des Schiffes (der Bugspriet ist einzubeziehen).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Luftschadstoff
Als Luftschadstoffe spielen Stäube (Flugasche, Ruß usw.) Schwefeloxide, Stickstoffoxide, Ammoniak, Kohlenoxide, Kohlenwasserstoffe, Aldehyde und Ketone die Hauptrolle; daneben können örtliche Fluorverbindungen, Chlor, Schwermetalle und Ozon auftreten. Ausbreitung und Verdünnung der Emissionen in der Atmosphäre werden von meteorologischen Bedingungen, der Vertikalentfernung der Emissionsquelle zum Erdboden, der Geländeform sowie der Teilchengröße bestimmt.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Luftüberwachung
Die luftgestützte Seeraumüberwachung ist eine Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und dem Bundesministerium der Verteidigung (BMVg). Seit 1986 werden die Sensorflugzeuge vom BMVI bereitgestellt und von den Marinepiloten im zivilen Auftrag geflogen.Die Flugzeuge haben ihre Basis auf dem Marinefliegerstützpunkt Nordholz, nahe Cuxhaven. Für die Suche nach Verschmutzungen sind die Sensorflugzeuge vom Typ Do 228 mit hochsensibler Technik ausgestattet. Dazu zählt unter anderem das Seitensichtradar. Es kann bis zu 40 km rechts und links der Flugstrecke die Gewässeroberfläche auf Unregelmäßigkeiten überprüfen. Zeigen diese Sensoren Hinweise auf Verschmutzungen, überprüfen die Besatzungen der Flugzeuge das Seegebiet genauer.
(Quelle: https://www.havariekommando.de/ / April 2020)

Luftverschmutzung
Anreicherung der Luft mit festen, flüssigen und gasförmigen Fremdstoffen, die die natürliche Zusammensetzung der Luft verändern. Die Quellen der Luftverschmutzung sind neben natürlichen Vorgängen (biologische Abbauprozesse, Vulkanausbrüche) die durch die Menschen verursachten Verunreinigungen, unter anderem Verbrennungsprozesse in Heizungen und Kraftwerken, Kfz, Industrieabgase, Kernwaffenversuche.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Luv (niederdeutsch, von niederländisch loef)
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)
Luvseite, die dem Wind zugekehrte Seite des Schiffs; Gegensatz: Lee.

Maa bis Mjz wie Makrofauna, maritim, MARPOL, Marschfahrt, Meeressäuger, Mehrzweckschiff, Mindertiefen, ...

Makler (mittelniederdeutsch mekelen „Geschäfte vermitteln“, auch
Mäkler)

Selbstständiger Kaufmann, der gewerbsmäßig Verträge vermittelt (§§ 93 folgende HGB); der im Hafen oft als Treuhänder für Schiff, Ladung und Besatzung und vermittelt zwischen Reedern, Spediteuren, Behörden usw. tätig wird.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Makrofauna
Die mit bloßem Auge erkennbare Tierwelt; Gegensatz Mikrofauna.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Makroflora
Mit bloßem Auge sichtbare Pflanzen.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Makroplankton
Große Planktontiere von 2 – 20 cm Größe (Rippenquallen etc).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Makrozoobenthos
Tierische Organismen, die auf dem Gewässerboden leben und zumindest in einem Lebensstadium mit dem Auge noch erkennbar sind.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Marikultur
Marikultur meint Meeresorganismen in Umspülungs- und Netzkäfiganlagen, Limnokultur Teich- und Durchflussanlagen. Der hohe Einsatz von Futtermitteln und Pestiziden kann zu Schäden in der künstlich geschaffenen Umwelt führen.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

maritim (lateinisch)
Meer und Schifffahrt betreffend.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Maritimes Lagezentrum (MLZ)
Das Maritime Lagezentrum (MLZ), der Fachbereich 1 des Kompetenzzentrums des Havariekommandos, ist im 24-Stunden Dienstbetrieb mit je einem Bediensteten der Wasserschutzpolizei eines Küstenlandes und einem Bediensteten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes besetzt.
Maritimes Lagezentrum (MLZ):
Am Alten Hafen 2
27472 Cuxhaven
Tel.: +49 47 21 5 67-3 92
Fax: +49 47 21 55 47 44
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Maritimes Sicherheitszentrum
siehe „MSZ“

MARPOL
International Convention for the Prevention of Maritime Pollution by Ships, auf deutsch: Internationales Übereinkommen zur Verhinderung der Meeresverschmutzung durch Schiffe.
(Quelle: „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)
+ zwei zusätzliche Protokolle und sechs Anlagen
Anlage I: Verhütung der Verschmutzung durch Öl
Anlage II: Verhütung der Verschmutzung durch schädliche flüssige Stoffe
Anlage III: Verhütung der Verschmutzung durch Schadstoffe, die in verpackter Form befördert werden
Anlage IV: Verhütung der Verschmutzung durch Schiffsabwasser
Anlage V: Verhütung der Verschmutzung durch Schiffsmüll
Anlage VI: Verhütung der Luftverunreinigung durch Seeschiffe
London-Übereinkommen zur Verhütung der Meeresverschmutzung durch das Einbringen von Abfällen und anderen Stoffen von 1972
London-Protokoll (das Übereinkommen aktualisierende) von 1996
AFS-Übereinkommen über Verbots- und Beschränkungsmaßnahmen für schädliche Bewuchsschutzsysteme von Schiffen
Ballastwasser-Übereinkommen zur Überwachung und Behandlung von Ballastwasser und Sedimenten von Schiffen
Hongkong-Konvention über das sichere und umweltfreundliche Recycling von Schiffen
Polar Code

Marschfahrt
Ökonomische Geschwindigkeit mit der das Schiff mit einer gegebenen Brennstoffmenge am weitesten kommt. Die Marschfahrt ist bei jedem Schiff verschieden, sie richtet sich nach der Schiffsform, Beladung und der Maschinenanlage.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Massengutfrachter
siehe „Bulkcarrier“

Mayday
Internationaler Sprechfunk-Notruf, bedeutet: „Helfen Sie mir“.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Meeresleuchten
Das Aufleuchten des nächtlichen Meeres in unzähligen kleinen Pünktchen bei jeder Bewegung, die das Wasser an oder unter der Oberfläche erfährt. Es handelt sich um Biolumineszenz kleinster Lebewesen.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Meeresoberflächentemperatur
Die Meeresoberflächentemperatur ist die Mitteltemperatur in den obersten paar Metern des Ozeans und wird von Schiffen, Bojen und Fischloggern gemessen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Meeressäuger
Stark an das Wasserleben angepasste Säugetiere.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL)
Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie zur Erreichung eines „guten Zustandes der Meeresumwelt“ in allen europäischen Meeren.
(Quelle: https://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/publikation/glossar.php / April 2020)

Meeresströmung
Hauptsächlich horizontale Wasserbewegung im Weltmeer. Ursache sind die Schubkraft des Windes und innere Druckkräfte im Meer, die durch unterschiedliche Dichte des Meerwassers und Neigung des Meeresspiegels entstehen. Unterschieden werden Oberflächen- und Tiefenströmungen. Zu Oberflächenströmungen gehören westwärts gerichtete Äquatorialströmungen in niederen Breiten, polwärts gerichtete Strömungen vor den Ostküsten der Kontinente, ostwärts gerichtete Strömungen in mittleren Breiten u.a. Durch die Tiefenströmungen erfolgt ein Austausch zwischen tropischen und polaren Gebieten.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Meereswellen
Periodische Bewegungen im Meer mit unterschiedlichen Ursachen. Einteilung u.a.:
a. nach rücktreibenden Kräften: Oberflächenspannung des Meeres (Kapillarwellen), Schwerkraft (Schwerewellen), Coriolis-Kraft (Trägheitswellen) u.a.;
b. nach erzeugenden Kräften (Gezeiten, Luftdruck- und Windschwankungen, Seebeben, Wellenwiderstand von Bodenunebenheiten);
c. nach anderen Gesichtspunkten (u.a. kurze Meereswellen, lange Meereswellen, Oberflächenwellen, interne Meereswellen).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Megaplankton
Über 20 cm große Planktontiere wie Quallen.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Mehrzweckschiff
Die WSV betreibt neben einer Vielzahl von kleineren Einheiten mit schifffahrtspolizeilchen Befugnissen die vier Mehrzweckschiffe MELLUM, NEUWERK, SCHARHÖRN und seit Oktober 2004 ARKONA. Während MELLUM und NEUWERK in der Nordsee, sind SCHARHÖRN und ARKONA in der Ostsee stationiert.
Die Schiffe sind im 24 h / Wochenwechseldienst tätig. Sie sind im Rahmen ihrer Bauart, Ausrüstung und Besetzung sowie den ihnen übertragenen Mehrzweckaufgaben in der Lage, grundsätzlich witterungsabhängig in der Deutschen Bucht bzw. in der Ostsee zu operieren.
Im Rahmen der Mehrzwecknutzung werden folgende Aufgaben erfüllt:
• Tonnenlegen
• Schifffahrtspolizeilicher Vollzug
• Eisbrechen
• Notschleppen
• Schadstoffunfallbekämpfung
(Quelle: https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/schifffahrt/ / April 2020)

Meiofauna
Als Meiofauna bezeichnet man den Anteil der bodenlebenden Organismen, die zwischen 0,30 mm und 1 mm groß sind.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Mikroplankton
Planktonlebewesen zwischen 0,02 und 0,2 mm Größe.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Mindertiefen
Mindertiefen sind zeitweilig geringere Wassertiefen in einem begrenzten Seegebiet.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/Service/Glossar/ / April 2020)

mineralische Dünger
Bei mineralischen Düngern liegen die Nährstoffe in leicht lösbarer Form vor, beispielsweise als Salze. Bei organischen Düngern wie Kompost, Hornspänen oder Mist werden die Nährstoffe hingegen erst durch Umbauprozesse frei, sie wirken daher langfristiger. Bei mineralischen Langzeitdüngern sind die Nährstoffe von einer Membran umgeben, durch die sie erst nach und nach freigegeben werden.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Minensuchboot
Schwach bewaffnetes, aus amagnetischem Material gebautes Kriegsschiff mit besonderen Einrichtungen zum Suchen und Räumen (daher auch Minenräumboot), aber auch zum Legen von Seeminen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Mineralisierung
Abbau abgestorbener organischer Substanz zu anorganischen (mineralischen) Stoffen durch die Tätigkeit von Mikroorganismen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Mineralölprodukt
Nach verschiedenen Reinigungsvorgängen wird Erdöl durch Destillation bis ca. 370°C in seine Fraktionen zerlegt, wobei Fraktionen mit niedrigen Siedepunkten früher entweichen als solche mit hohen Siedepunkten. In Abhängigkeit von der Temperatur entstehen Leichtbenzin, Schwerbenzin, Petroleum, Dieselöl, leichte Heizöle und schweres Heizöl.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Mittelwasser (Gezeiten)
Wasserstand zwischen Hoch- und Niedrigwasser; durchschnittlicher Wasserstand.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Mka bis Mzz wie MLZ, Mollusken, Monitoring, Morphodynamik, Mortalität, MSRL, MSZ, Muschelbank, ...

MLZ
siehe „Maritimes Lagezentrum“

Mole (italienisch molo)
Vom Ufer in die Wasserfläche ragendes Hafenbauwerk (Damm),zum Schutz von Hafeneinfahrten gegen Wind, Wellen und Strömung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Mollusken
(Weichtiere) Muscheln, Schnecken, Tintenfische.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Monitoring
Langfristige, regelmäßig wiederholte und zielgerichtete Erhebung eines Vorgangs oder Prozesses im Sinne einer Dauerbeobachtung zur Erfassung des Zustands und von Veränderungen der Natur und Landschaft. Das Monitoring im Sinne der Wasserrahmenrichtlinie dient dazu, den Zustand von Gewässern zu ermitteln und die Wirkung von Maßnahmen zu überprüfen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Morphodynamik
Veränderung der Gestalt von Fließgewässern durch Strömung und Feststofftransport.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Mortalität
Die Mortalität oder Sterberate, auch Sterblichkeitsrate genannt, (lat. mortalitas das Sterben, Sterblichkeit oder Todesrate) ist ein Begriff aus der Demografie. Man versteht unter der so genannten rohen Sterberate den Anteil der Individuen einer definierten Population, die in einem bestimmten Zeitraum bezogen auf 1.000 Individuen der Population sterben.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

MS
Abkürzung für Motorschiff.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

MSRL
siehe „Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie“

MSZ
Bund und Küstenländer haben am 06.09.2005 in Cuxhaven die „Verwaltungsvereinbarung für ein Maritimes Sicherheitszentrum“ geschlossen. Diese Verwaltungsvereinbarung sieht die Zusammenarbeit der WSV (hier: des Küstenwachverbundes und des PoC), der Bundespolizei, der Zollverwaltung, der Fischereiaufsicht des Bundes, des HK, und der WSP-Leitstelle der Küstenländer als Netzwerk unter einem Dach vor. Darin ist eine Mitwirkung der Deutschen Marine im Rahmen ihrer gesetzlichen Möglichkeiten vorgesehen.
Zum 01.01.2007 nahm das Maritime Sicherheitszentrum seinen vorläufigen Wirkbetrieb auf.
Das MSZ stellt ein so genanntes optimiertes Netzwerk dar. Die Aufgabenträger behalten ihre Zuständigkeiten, arbeiten aber im Bereich der Vollzugsaufgaben in einem Raum eng zusammen. Das Gemeinsame Lagezentrum See (GLZ-See) stellt den operativen Kern des MSZ dar. Hier versehen die Wachhabenden der einzelnen Behörden rund um die Uhr gemeinsam ihren Dienst. Für den Fall einer Sonderlage (z.B. terroristische Bedrohung) bzw. komplexen Schadenslage ist der Übergang zur Besonderen Aufbauorganisation (BAO) vorgesehen. Sonderlagen werden dabei als Lagen definiert, die über die Koordinierung und über die allgemeine Überwachung der obliegenden Aufgabenbereiche hinausgehen oder von dem / den Behördenvertreter(n) nicht allein bewältigt werden können.
(Quelle: https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/schifffahrt/01_seeschifffahrt/sicherheitskonzept_kueste/sicherheitskonzept-node.html / April 2020)

MThW
Mittelwert des Tidehochwasserstandes, das arithmetisches Mittel aller Tageswerte gleichartiger Zeitabschnitte der betrachteten Zeitspanne, der langjährig ermittelte durchschnittliche Wasserstand, den die Flut erreicht.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

MTnW
Mittlerer Tideniedrigwasserstand.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Multipurpose-Carrier
Mehrzweckschiff, das im Gegensatz zu Spezialschiffen wie Containerschiffen, Tankern, Fähren oder Kühlschiffen mehrere Ladungsarten gleichzeitig befördern kann, z.B. verschiedene Stück- oder Massengüter, Container, Schwer- und Gefahrgut.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Muschelbank
Große Ansammlung festsitzender lebender Muscheln.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Muschel (lateinisch musculus „Mäuschen“)
Weichtiere mit zusammengedrücktem Körper, der von zwei Kalkschalen umhüllt ist. Die beiden Schalenklappen sind am Rücken gelenkartig durch Zähne und ein elastisches Schlossband miteinander verbunden und können meist durch einen oder zwei kräftige Schließmuskeln verschlossen werden. Jede Schale besteht aus mehreren Schichten mit einer inneren Perlmutterschicht. Die Muscheln haben zwei röhrenförmige Öffnungen (Siphonen); durch den unteren Sipho werden Atemwasser und Nahrungsteilchen eingestrudelt, der obere dient zur Ausscheidung; die Atmung und der Nahrungserwerb, durch Ausfiltern von Kleinlebewesen aus dem Atemwasser, erfolgt durch die Kiemen. Es gibt: Urkiemer (Fiederkiemer), Fadenkiemer, Blattkiemer. Viele Muscheln verankern sich mithilfe von erstarrenden Fäden (Muschelseide oder Byssusfäden). Manche Muscheln sind als Nahrungsmittel (z.B. Miesmuscheln, Herzmuscheln, Austern) andere zur Herstellung von Schmuck (Perlmutt, Perlen der Fluss- und Seeperlmuscheln) von Bedeutung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

MW
Abk. für den mittleren Wasserstand, arithmetisches Mittel gleichabständiger, meist stündlicher, Wasserstände über diesen Zeitraum.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Naa bis Nzz wie Nachhaltigkeit, Natürlich, Natura-2000, Naturnah, Naturwacht, Neozoon, NLWKN, Nukleinsäuren, ...

Nachhaltige Nutzung
Die Nutzung von Bestandteilen der biologischen Vielfalt in einer Weise und in einem Ausmaß, die nicht zum langfristigen Rückgang der Vielfalt führt.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Nachhaltiger Tourismus
Nachhaltiger Tourismus strebt einen langfristigen wirtschaftlichen Erfolg touristischer Unternehmen und Destinationen, den Erhalt einer intakten und vielfältigen Natur und Kultur, eine hohe Lebensqualität der Bevölkerung in den Zielgebieten, gerechte Arbeitsbedingungen der im Tourismus Beschäftigten und eine optimale Gästezufriedenheit an. Eine nachhaltige Tourismusentwicklung erfordert somit eine mehrdimensionale, ganzheitliche Perspektive, die alle Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökologie, Ökonomie und Soziales) ausbalanciert.
(Quelle: https://www.bte-tourismus.de/geschaeftsfelder/nachhaltiger-tourismus/ / 11. Mai 2020)
Nachhaltiger Tourismus erfüllt nicht nur die Ansprüche der Touristen und lokalen Bevölkerung in den Zielgebieten, sondern trägt auch dazu bei, zukünftige Entwicklungsmöglichkeiten zu sichern und zu verbessern. Ressourcen werden so genutzt, dass ökonomische, soziale und ästhetische Bedürfnisse befriedigt werden und gleichzeitig die kulturelle Integrität, wesentliche ökologische Prozesse, die biologische Vielfalt und lebenswichtige Systeme als Lebensgrundlagen erhalten werden. (Definition der UNWTO/WTTC 1992)
Nachhaltiger Tourismus …
– bezieht alle Tourismusformen mit ein, sowohl Nischenprodukte als auch massentouristische Angebote,
– verfolgt eine vernetzte Sichtweise, die alle Anspruchsgruppen einer Destination umfasst (Stakeholder-Ansatz) und somit auch indirekte Wirkungen berücksichtigt,
– muss durch politische und institutionelle Instanzen abgesichert sein, indem begünstigende Rahmenbedingungen und Strategien für eine langfristige Entwicklung gegeben sind,
– ist als Prozess zu verstehen, der eine Optimierung der Ausgangssituation vor Ort anstrebt,
– benötigt zur Erfassung der jeweiligen Vor-Ort-Situation eine stetige Bewertung der Ist-Situation und entsprechende Steuermechanismen,
– stellt einen Zusammenhang zur Gästezufriedenheit her und strebt ein geschärftes Qualitätsbewusstsein bei Gästen an.
(Quelle: Broschüre DTV-PRAXISLEITFADEN „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“ / März 2016)

Nachhaltigkeit
Der Begriff hat seinen Ursprung in der Forstwirtschaft: Es soll nur so viel Holz eingeschlagen werden, wie auch nachwachsen kann. Verallgemeinert: vom Ertrag – nicht von der Substanz leben.
Mit Blick auf die Gesellschaft bedeutet Nachhaltigkeit , dass jede Generation ihre Aufgaben selbst löst und sie nicht den nachkommenden Generationen aufbürdet.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Grundsatz einer Umweltnutzung, die keine bleibenden Veränderungen hinterlässt.
(Quelle: „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Nachweisgrenze
Die Nachweisgrenze ist die Konzentration eines Stoffes, ab der das Vorhandensein mit einem bestimmten Messverfahren zwar nachgewiesen ist, aber aus Genauigkeitsgründen noch kein Zahlenwert angegeben werden kann.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Nahrungskette
Lineare Verknüpfung zwischen Organismen, die auf Stoff- und Energietransport beruht. Am Anfang der Nahrungskette stehen die Primärproduzenten, die organische Substanz aus anorganischen Stoffen durch den Prozess der Photo- oder Chemosynthese aufbauen. Diese Biomasse bildet die Nahrungsgrundlage für die folgenden Konsumenten. Abgeschlossen wird die Nahrungskette von den Destruenten, die durch ihre zersetzende Tätigkeit das organische Material in eine für die Primärproduzenten verwertbare Form überführen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Nanoplankton
Sehr kleines Plankton von 2 – 20 µm Größe (= bis 0,02 mm).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Nationalpark
Iinternational gebräuchliche strenge Schutzgebietskategorie für große Naturgebiete.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Nationalpark-Haus Dangast
Das Nationalpark-Haus Dangast ist eine Besucher- und Umweltbildungseinrichtung des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Träger des Hauses sind das Land Niedersachsen, die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V., die Stadt Varel und der Mellumrat. Zu den Besonderheiten des Hauses gehört die Spezialisierung auf den Jadebusen und die Anerkennung zum „außerschulischen Lernstandort des Landes Niedersachsen“.
(Quelle: Tageszeitung „NWZ“ / 10.08 2019)

Natürlich
vom Menschen unverändert, in ursprünglichem Zustand.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Natura-2000
Bezeichnung für ein zusammenhängendes Netz besonderer europäischer Schutzgebiete zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Europa. Setzt sich aus Schutzgebieten der der Vogelschutz- und Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH-Richtlinie) zusammen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Naturerlebnispfad
siehe „Naturlehrpfad“

Naturhaushalt
Umfasst die Bestandteile Boden, Wasser, Luft, Klima, Tiere und Pflanzen sowie das Wirkungsgefüge zwischen ihnen (vgl. BNatSchG §10).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Naturlehrpfad
Im Zuge der Erlebnisorientierung der Gesellschaft, der Sehnsucht nach unberührter Natur und informellem Lernen verbinden Naturlehrpfade Umweltbildung, Information und „Edutainment“ mit Landschafts- und Naturerlebnis. Die Gestaltung des Naturlehrpfades ist entsprechend der Besucherstruktur zielgruppenorientiert. Ein Lehrpfad kann zu diversen Themen angelegt werden.
Je nach Lehrpfadtyp kommen unterschiedliche Medien zum Einsatz: Informationstafel, interaktive Installation, sensorische Installation, Broschüre, Modelle, Führungen, mobiler Rucksack.
Man unterscheidet folgende Lehrpfadtypen:
– Lehrpfad, Themenweg
Lehrpfade vermitteln Informationen zu verschiedenen Inhalten fast ausschließlich auf beschreibende Weise. Der Begriff „Lehrpfad“ wird häufig durch den Begriff „Themenweg“ ersetzt.
– Interaktiver Pfad
Im Gegensatz zum Lehrpfad werden die Besucher beim interaktiven Pfad aktiv beteiligt. Sie erschließen sich die Informationen eigenständig.
– Sinnespfad
Das Ziel von sensorischen Pfaden besteht darin, durch den bewussten Einsatz der Sinne (begreifen, hören, riechen, sehen, schmecken, fühlen) und durch Körpererfahrung einen neuen Zugang zur Natur und dadurch zum Naturerleben zu finden.
– Erlebnisweg
Erlebniswege sind eine Kombination der vorher beschriebenen Typen.
(Quelle: https://www.visiman.ch/Besucherlenkung.6489.0.html / 11. Mai 2020)

Naturnah
Ohne direkten menschlichen Einfluss entstanden und vom Menschen nicht wesentlich verändert, dem natürlichen Zustand nahekommend.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Naturnaher Wasserbau
Bauweisen an Fließgewässern, die sich an dem natürlichen Aussehen von Fließgewässern orientieren und versuchen diesem möglichst nahe zu kommen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Naturschutz
Gesamtheit der Maßnahmen zum Erhalt wildlebender Tiere und Pflanzen, ihrer Lebensgemeinschaften und natürlichen Lebensgrundlagen sowie zur Sicherung von Landschaften und Landschaftsteilen unter natürlichen Bedingungen. Traditionell stützt sich der Naturschutz vorwiegend auf konservierende Maßnahmen wie beispielsweise den Artenschutz und die Ausweisung von Schutzgebieten.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Naturschutzgebiet
Durch Rechtsverordnung streng geschütztes Gebiet zur Erhaltung charakteristischer Lebensgemeinschaften. Neben wissenschaftlichen, naturgeschichtlichen oder landeskundlichen Gründen können Gebiete auch wegen ihrer Seltenheit, besonderen Eigenart oder Schönheit unter Naturschutz gestellt werden.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Naturtourismus
Unter Naturtourismus wird eine Form der Erholung und des Reisens in naturnahe Gebiete verstanden, bei dem das Erleben von Natur im Mittelpunkt steht. Hierfür bieten sich insbesondere die Naturparke, Nationalparke und Biosphärenreservate an, die mehr als 25% der Fläche Deutschlands ausmachen. Sie sind Vorbildlandschaften für den Schutz von Natur und Landschaft sowie für eine nachhaltige Regional- und Tourismusentwicklung.
(Quelle: https://www.bte-tourismus.de/geschaeftsfelder/nachhaltiger-tourismus/ / 11. Mai 2020)

Naturwacht
Sammelbezeichnung für haupt- oder ehrenamtlich tätige Schutzgebietsbetreuer mit Überwachungs- und Informationsfunktion („Ranger“).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Nautik
Die Schifffahrtskunde, Seefahrtskunde allgemein.Sie umfasst das gesamte Schiffswesen, Seemannschaft, Navigation sowie alle damit zusammenhängenden Randgebiete, deren Beherrschung zur Führung eines Schiffes erforderlich sind.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Nautiker
Der Kapitän und die nautischen Offiziere einer Schiffsbesatzung (im Gegensatz zu den technischen Offizieren, z.B. den Schiffsingenieuren).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Navigation
Kurs- und Ortsbestimmung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Nebelhorn
Signalhorn, das auf Schiffen oder an der Küste bei Nebel eingesetzt wird.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Nebelsignale
Durch die Seestraßenordnung vorgeschriebene Schallsignale der Schiffe bei Nebel oder sonstiger wetterbedingter Sichtbehinderung.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Neophyt
Durch menschlichen Einfluss nach der Entdeckung Amerikas 1492 eingewanderte, eingeführte oder eingeschleppte Pflanzenart.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Neozoon
Durch menschlichen Einfluss nach der Entdeckung Amerikas 1492 eingewanderte, eingeführte oder eingeschleppte Tierart.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Nesseltiere
Weiche Tiere mit Nesselzellen (Quallen, Korallen, Blumentiere).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

NGOs
Abkürzung für Nichtregierungsorganisationen; Begriff für außerbehördlich tätige Organisationen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Nipptide
In der Gezeitenkunde die Tide mit dem geringsten Hub (Nipphochwasser). Sie entsteht im ersten und letzten Mondviertel, da dann Mond- und Sonnenflut sich in ihrer Wirkung gegenseitig behindern.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

NLWKN
Abk. für Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Nordsee
Die Nordsee ist ein Randmeer des Atlantiks. Sie hat eine mittlere Tiefe von 93 Metern und nimmt eine Fläche von rund 580.000 Quadratkilometern ein. Im Gebiet der Deutschen Bucht ist sie sehr flach. Daher sind auch weite Gebiete bei Ebbe nicht mit Wasser bedeckt. Der mittlere Tidenhub beträgt an der deutschen Küste bis zu vier Meter, auf Höhe der britischen Inseln sogar bis zu sechs Meter.
(Quelle: Buch „Kleines ABC der Küste“ / 1981)

Notanker
Zusätzlicher Anker auf Schiffen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Nothafen
Hafen, den ein Schiff vor Erreichen seines Bestimmungshafens anläuft um Schutz vor einer drohenden Gefahr zu suchen, oder weil es infolge Havarie oder Notfall nicht imstande ist, die Reise fortzusetzen.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Notliegeplatz
Das Verfahren zur Gewährung von Notliegeplätzen richtet sich nach der Richtlinie 2002/59 über die Einrichtung eines gemeinschaftlichen Überwachungs- und Informationssystem für den Schiffsverkehr, die durch die Richtlinie 2009/17 ergänzt wurde. In Deutschland wird dieses Verfahren durch die Bund-Länder-Vereinbarung über die Zuweisung von Notliegeplätzen auf See mit komplexer Schadenslage, in Kraft getreten am 11. März 2005 umgesetzt (VkBl. 2005 S.301).
Wesentliches Ziel der Bundesregierung ist es, dem Leiter des Havariekommandos die Möglichkeit einzuräumen, Havaristen zur Abwicklung von komplexen Schadenslagen einen Notliegeplatz verbindlich zuzuweisen. Bei einer solchen Zuweisung handelt es sich immer um eine Einzelfallentscheidung, die sowohl das konkrete Gefährdungspotential des Havaristen, als auch den für den speziellen Fall geeigneten Notliegeplatz berücksichtigt. Im Rahmen dieser Entscheidung werden alle örtlich zuständigen Stellen einbezogen.
(Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/WS/maritime-notfallvorsorge.html / April 2020)

Notschleppen
„Notschleppen“ ist hier als Hilfeleistung eines vom Bund vorgehaltenen Schleppschiffs (Notschlepper) zu verstehen, das zu einem in der See manövrierunfähig treibenden Schiff eine Schleppverbindung herstellt und es damit in See hält oder verschleppt. Dieses „kontrollierte Driften“ wird so lang betrieben, bis die Manövrierfähigkeit des Havaristen wieder hergestellt ist, ihn kommerzielle Bergungsschlepper gefahrlos übernehmen können oder die Bedrohung auf andere Weise beseitigt werden kann, um mögliche Schäden (z.B. durch eine Strandung) zu verhindern.
Begriffstrennung: Ein Notschlepper ist ein Bergungsschlepper, der zum Schleppen konzipiert ist und ständig zur Verfügung steht. Ein Notfallschlepper ist im Notfall auch in der Lage zu schleppen.
(Quelle: Magazin „Deutsche Seeschifffahrt“ / Januar 2011)

Notschlepper
In der Nordsee kann auf drei Notschlepper zurückgegriffen werden. Dabei bilden aus Sicht der Schifffahrtsverwaltung die bundeseigenen Mehrzweckschiffe GS MELLUM (Pfahlzug 110 t/Wilhelmshaven) und GS NEUWERK (110 t/Cuxhaven) das Rückgrat des Notfallkonzeptes. Mit dem hinzu gecharterten Notschlepper BMS NORDIC (201 t), der permanent auf Stand-by-Position nördlich Norderney (östlich Helgoland Düne) liegt, ist die Absicherung der deutschen Nordseeküste vor Havaristen komplett. Auf der NORDIC befindet sich auch ein „Boarding-Team“ (plus ein Team in Nordholz), das nötigenfalls auf den Havaristen übergesetzt wird. Darüber hinaus existiert eine Unterstützungsvereinbarung zwischen der Bundesrepublik Deutschland und den Niederlanden.
(Quelle: Tageszeitung „NWZ“ / 30.01 2016)

Notschleppkonzept
Ausgehend von der Erkenntnis, dass rasche Schlepperhilfe für die Bewältigung einer Vielzahl von Havariekonstellationen entscheidend ist, hat die Bundesregierung ein nationales Notschleppkonzept entwickelt, da private Schlepper nicht in ausreichendem Maße zur Verfügung stehen. In der Nordsee sind zwei Gewässerschutzschiffe und ein sehr starker Hochseeschlepper und in der Ostsee zwei Gewässerschutzschiffe und drei Notschlepper in Einsatzbereitschaft. In 2010/2011 erfolgte der Ersatz von Notschleppern durch leistungsstärkere und moderne Typen. Der Nordseeschlepper OCEANIC (178 t Pfahlzug ) wurde durch die NORDIC (201 t Pfahlzug und vollem Gasschutz) sowie der Ostseeschlepper FAIRPLAY 26 (63 t) durch die BALTIC (127 t) ersetzt. Durch die strategische Positionierung der Notschlepper können Havaristen in maximal zwei Stunden erreicht werden. Damit sind die Vorgaben des nationalen Notschleppkonzepts umgesetzt.
(Quelle: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/WS/maritime-notfallvorsorge.html / April 2020)

NRZ
Nettoraumzahl: Maßeinheit nach IMO-Vermessung für die Transportkapazität eines Schiffes. Ersetzt die Maßeinheit Netto-Registertonne.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

NSG
Naturschutzgebiet.
(Quelle: https://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/publikation/glossar.php / April 2020)

Nützling
Tier, das die wirtschaftliche Tätigkeit oder die Gesundheit des Menschen direkt oder indirekt unterstützt. Zu den Nützlingen zählen alle Nutztiere und solche, die zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden können.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Nukleinsäuren
Nukleinsäuren (engl. Nucleic Acid) sind biochemische Makromoleküle im Zellkern (deswegen „Nuklein-“ von lat. nucleus= Kern) und Träger des Erbguts.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Nullnutzungszone
Schutzgebiet ohne Entnahme von Ressourcen, Betreten & Befahren können erlaubt sein.
(Quelle: https://www.schutzstation-wattenmeer.de/wissen/glossar/detail/ansicht/nullnutzungszone/ / 6. Mai 2020)

Oaa bis Ozz wie Ökokonto, Ökologische Nische, Ökosystem, Öl, Ölpest, Offshore, Oleophil, OSPAR, Overflow, Oligotrophie, Oxidation, ...

Ökobilanz
Unter einer Ökobilanz versteht man eine systematische Analyse der Umweltwirkungen von Produkten während des gesamten Lebensweges. Dazu gehören sämtliche Umweltwirkungen während der Produktion, der Nutzungsphase und der Entsorgung des Produktes, sowie die vor- und nachgeschalteten Prozesse.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Ökokonto
Naturschutzinstrument, das im Rahmen der Eingriffsregelung zum Einsatz kommt. Damit können bereits realisierte Naturschutzmaßnahmen nach einem festgelegten Biotoptypenschlüssel bewertet werden: Die Differenz zwischen dem Zustand vor und nach der Maßnahme kann dann auf ein sogenanntes „Ökokonto“ bei einer Naturschutzbehörde eines Landkreises oder einer kreisfreien Stadt eingezahlt werden. Die Währung dieses Verfahrens nennt man „Biotopwertpunkt“ oder auch „Ökopunkt“.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Ökologie
Ökologie ist primär eine biologische Fachdisziplin, die als Lehre vom Haushalt der Natur begründet wurde. Sie beschäftigt sich mit den Beziehungen der Organismen untereinander und zu ihrer Umwelt.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Ökologische Belastungsgrenzen
Ökologische Belastungsgrenzen oder Critical Loads für Eutrophierung sind kritische Belastungsraten für luftgetragene Stickstoffeinträge, bei deren Einhaltung oder Unterschreitung es weder akut noch langfristig zu schädigenden Wirkungen auf empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Heiden und Moore und angrenzende Systeme (zum Beispiel Grundwasser) kommt.
Ökologische Belastungsgrenzen oder Critical Loads für Versauerung sind kritische Belastungsraten für luftgetragene Stickstoff- und Schwefeleinträge, bei deren Einhaltung oder Unterschreitung es weder akut noch langfristig zu schädigenden Wirkungen auf empfindliche Ökosysteme wie Wälder, Heiden und Moore und angrenzende Systeme (zum Beispiel Oberflächengewässer und Grundwasser) kommt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Ökologische Nische
Aufgabe bzw. Funktion, die eine Tier- oder Pflanzenart in der Lebensgemeinschaft eines Biotops ausübt.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Ökosystem
Ein System von sich gegenseitig beeinflussenden lebenden Organismen und ihrer physischen Umwelt. Die Definition der Grenzen eines Ökosystems variiert je nach Schwerpunkt der Untersuchung. Deshalb kann das Ausmaß eines Ökosystems von sehr kleinräumig bis weltumspannend sein.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Strukturelles und funktionelles Beziehungsgefüge ökologischer Funktionselemente; offenes, zur begrenzten Selbstregulation und biologischen Reproduktion fähiges, relativ abgegrenztes raumzeitliches Wirkungsgefüge zwischen zusammenlebenden Organismen und ihrer anorganischen Umwelt, mit eigenem Stoff- und Energiefluss, eigenem internen Kreislauf, eigener Produktivität und Artenvielfalt.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Ökotourismus
Der ökologische Tourismus oder Ökotourismus entwickelte sich aus dem von Robert Jungk geprägten Begriff „sanfter Tourismus“ (später „nachhaltiger Tourismus“) als Reaktion auf die die Auswüchse des Massentourismus („harter Tourismus“) und den damit einhergehenden Umweltbelastungen.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Öl
Von lat. oleum abgeleitete Sammelbezeichnung für wasserunlösliche, bei Raumtemperatur flüssige organische Verbindungen, deren gemeinsames Merkmal nicht der chemische Aufbau sondern die ähnliche Konsistenz ist. Man unterscheidet vier Gruppen von Ölen: Ätherische Öle, Süßöle (pflanzliche und tierische Öle), Mineralöle und Silikonöle.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Ölpest
Verschmutzung von Meeresflächen und Küsten durch Erdöl oder Erdölprodukte.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Offshore
Im eigentlichen Sinne alle Gebiete jenseits der Strandbereiche; in der aktuellen politischen Diskussion benutzt für marine Gebiete jenseits der deutschen Hoheitsgewässer (12 nautische Seemeilen).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Oleophil
Eigenschaft von Stoffen, ölanziehend.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Oligotrophie
Nährstoffarmut bzw. geringe Nährstoffversorgung.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Organische Substanz
Von Pflanzen oder Tieren stammende kohlenstoffhaltige Substanz.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Ornithologie
Vogelkunde.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

OSPAR
Übereinkommen zum Schutz der Meeresumwelt des Nordostatlantiks (Paris 1992); 1998 in Kraft getreten; ersetzt die Oslo- und Parisübereinkommen zur Verhinderung von Meeresverschmutzung des Nordostatlantiks von 1972 bzw. 1974.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Ostsee
Die Ostsee ist ein Nebenmeer der Nordsee, mit der sie durch das Skagerrak, das Kattegat, den Kleinen und Großen Belt sowie durch den Kleinen und Großen Sund verbunden ist. Die auch Baltische See genannte Ostsee ist 390.000 Quadratkilometer groß und hat eine mittlere Tiefe von 55 Meter. Die Gezeiten spielen in der Ostsee nur eine untergeordnete Rolle. Das Klima ist in der westlichen Ostsee mit dem der Nordsee vergleichbar, jedoch etwas milder.
(Quelle: Buch „Kleines ABC der Küste“ / 1981)

Overflow
Zu Deutsch „Überläufer“; das Überlaufen von Treibstoff beim Betanken eines Schiffes.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Oxidation
Die Oxidation ist eine chemische Reaktion, bei dieser der zu oxidierende Stoff (Elektronendonator) Elektronen an das Oxidationsmittel (Elektronenakzeptor) abgibt.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Paa bis Pzz wie Paraffin, PCB, Pestizide, pH-Wert, Phytoplankton, Pionierart, Population, Power to Gas, Primäraue, ...

Paraffin
Paraffin ist ein Erdölprodukt. Chemisch gesehen handelt es sich bei Paraffinen um ein Gemisch von gesättigten längerkettigen Kohlenwasserstoffen (Alkane). Paraffine werden unter anderem für Isolierungen und Imprägnierungen, als Zusatz in Gummiprodukten aber auch in reinerer Form zur Herstellung von Kosmetika und Kerzen genutzt. Sie werden in flüssiger Form in Tankschiffen transportiert und gelangen bei der Tankreinigung ins Meer, wo sie in Abhängigkeit von Außen- und Wassertemperatur zu festen wachsartige Brocken werden, die die Strände verunreinigen können.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

PAK
Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (engl. PAH).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

PBT
Persistente, bioakkumulierende toxische Stoffe.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

PCB
siehe „Polychlorierte Biphenyle“

Persistenz
Maß für die Lebensdauer einer chemischen Verbindung, die durch chemische, physikalische oder biologische Einflüsse (z.B. Sonnenstrahlung, Bodenbakterien) abgebaut wird.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Persistenz beschreibt die Eigenschaft von Stoffen, unverändert durch physikalische, chemische oder biologische Prozesse in der Umwelt zu verbleiben.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Pestizide
Pestizide sind chemische Substanzen, die lästige oder schädliche Lebewesen töten, vertreiben oder in Keimung, Wachstum oder Vermehrung hemmen. Zu den Pestiziden gehören:
– Herbizide gegen Pflanzen
– Fungizide gegen Pilze
– Bakterizide gegen Bakterien
– Insektizide gegen Insekten
– Molluskizide gegen Schnecken
– Akarizide gegen Milben
– Nematizide gegen Fadenwürmer
– Rodentizide gegen Nagetiere
– Avizide gegen Vögel
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Pfahlbuhne
Schräg zur Uferlinie installierte dichte Reihen nicht austriebsfähiger Pfähle im Gewässerbett.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Pfahlzug
Maß für die Zugkraft eines Schleppers.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Photosynthese
Als Photosynthese wird eine biochemische Reaktion bezeichnet, bei der Pflanzen unter Zuhilfenahme von Sonnenlicht aus Wasser und Kohlendioxid (CO2) Kohlenhydrate herstellen. Diese Energieträger bilden wiederum die Grundlage für das Pflanzenwachstum. Als Nebenprodukt der Photosynthese entsteht Sauerstoff.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

pH-Wert
Der pH-Wert ist ein dimensionsloses Maß des Säuregehalts von Wasser (oder einer Lösung). Reines Wasser hat einen pH-Wert von 7. Saure Lösungen haben einen pH-Wert unter 7 und basische Lösungen haben einen pH-Wert über 7. Der pH-Wert wird auf einer logarithmischen Skala gemessen. Daher entspricht eine pH-Wert-Abnahme um eine Einheit einer zehnfachen Zunahme des Säuregehalts.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Phytoplankton
Der Begriff Phytoplankton (wörtlich „Pflanzen-Plankton“) bezeichnet photoautotrophes Plankton, vor allem bestehend aus Kieselalgen (Bacillariophyta), Grünalgen, Goldalgen, Dinoflagellaten und Cyanobakterien (Blaualgen). Es baut als Primärproduzent mit Hilfe der Photosynthese aus Kohlenstoffdioxid und Nährstoffen seine Körpersubstanz (Biomasse) auf (Primärproduktion). Das Phytoplankton ist damit die Basis der Nahrungspyramide in stehenden und langsam fließenden Gewässern.
Phytoplankton wird gefressen vom Zooplankton und vielen Tieren, die am Boden der Binnengewässer und Meere leben. Plankton-Tiere haben erstaunliche netzartige Strukturen entwickelt, um es aus dem Wasser zu filtrieren.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Pier
Bezeichnung für einen, senkrecht zur Fahrrinne stehenden, Hafendamm; dient als Landungsbrücke, Anlege- und Güterumschlag-Platz für Schiffe.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Pionierart
Tier- oder Pflanzenart, die auf bisher unbesiedelten Boden oder in ein bisher unbewohntes Gebiet vordringt; oft Vorbereiter für anspruchsvollere Arten.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Plankton
Meeresorganismen, die nicht gegen Strömungen anschwimmen können.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Plattfisch
Bodenlebende Fische, platt, auf der Blindseite liegend.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

PNEC
PNEC (predicted no effect concentration) ist die Konzentration, bei der noch keine Effekte auf das Ökosystem auftreten.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

PoC
siehe „Point of Contact“

POD
Phytotoxische Ozondosis (Phytotoxic Ozone Dose).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Point of Contact
Der PoC ist eine zentrale (küstenweite) Informationsdrehscheibe für die Kommunikation in Security-Angelegenheiten zwischen der Schifffahrt und den Sicherheitsbehörden. Zu beachten ist dabei, dass der PoC weder schifffahrtspolizeiliche (safety) noch allgemeinpolizeiliche (security) Befugnisse hat.
Der Betrieb des PoC umfasst folgende Aufgaben:
• relevanter Informationen (im Rahmen der 24h-Meldung) in der Relation Schiff-Sicherheitsbehörden und vice versa),
• Entgegennahme und Weitergabe „Stiller Alarme“,
• Entgegennahme und Weiterleitung des Ersuchens der Schifffahrt nach Rat und Hilfe in Security-Fragen,
• Entgegennahme und Weiterleitung von Informationen über Drohungen gegen Schiffe,
• Verteilung von Informationen über die Festlegung der Gefahrenstufen,
• Entgegennahme und Weitergabe der Abwägung des Kapitäns in Konfliktfällen zwischen Safety und Security (SOLAS XI-2 Regel 8),
• Kommunikation mit den vorgenannten Sicherheitsbehörden, den PoCs anderer Staaten, den Gefahrenbeauftragten der Reedereien, etc.
Mit einer entsprechenden Änderung des Seeaufgabengesetzes wurde der PoC der WSV zugeordnet und per Erlass zum 01.07.2004 beim WSA Wilhelmshaven angesiedelt. Seit 01.08.2007 ist der PoC Bestandteil des Gemeinsamen Lagezentrums See (GLZ-See) in Cuxhaven.
https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/schifffahrt/01_seeschifffahrt/sicherheitskonzept_kueste/sicherheitskonzept-node.html
(Quelle: https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/schifffahrt/01_seeschifffahrt/sicherheitskonzept_kueste/sicherheitskonzept-node.html / April 2020)

Polder
Eingedeichte Niederung zum Schutz gegen Überflutung.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Poller
Kurzer, oben meist verdickter Pfosten aus Gusseisen, Stahl, seltener Holz auf dem Schiffsdeck und am Kai zum Festzurren der Trossen (Festmacher) eines anlegenden Schiffes.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Polychlorierte Biphenyle (PCB)
Polychlorierte Biphenyle (PCB) sind eine Substanzgruppe, die wegen ihrer chemischen und physikalischen Eigenschaften (u. a. nichtbrennbar, hoher Siedepunkt, hohe Viskosität, therm. Stabilität, chem. Resistenz) weit gefächert verwendet wurden, z.B. als Isolier- und Kühlmittel oder Hydraulikflüssigkeit. Bei der Verbrennung von PCB im Temperaturbereich 600-900 °C entstehen . Furane und Dioxine (TCDD). Wegen der hohen Persistenz in der Umwelt und der starken Bioakkumulation sind PCBs schrittweise verboten worden. Ab 1986 dürfen sie auch nicht mehr in geschlossenen Systemen wie Transformatoren, Kondensatoren, Widerständen, Drosselspulen, hydraulischen Anlagen unter Tage verwendet werden; die Produktion in Deutschland ist 1982 eingestellt worden.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

POP
Persistente organische Verbindungen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Population
Natürliche Gruppe von Individuen einer Art mit der prinzipiellen Möglichkeit zur Paarung und Fortpflanzung.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Potentielle Natürliche Vegetation
Vegetation, die sich unter den gegenwärtigen Umweltbedingungen ohne Eingriffe des Menschen von selbst einstellen würde.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Power to Gas (PtG)
Bereitstellung von Wasserstoff sowie Methan mithilfe von Strom.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Power to Liquid (PtL)
Bereitstellung flüssiger Kraftstoffe mithilfe von Strom.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Prädatoren
Beutegreifer (Räuber); Tiere, die ihre Beute sofort töten und in der Regel mehr als ein Individuum des Beutetiers zu ihrer Entwicklung benötigen.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Pricke (Prigge)
Dünner Baum oder Ast, einfache Stange als Schifffahrtszeichen zur Markierung des Fahrwasserverlaufs in flachen Gewässern(Watt) oder Nebengewässern.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Primäraue
Natürliche Aue.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Produkten-/Chemikalientanker
Seeschiffe, die neben reinen Ölprodukten wie Benzin, Gasöl, Dieselöl, auch Speiseöl, Säuren, Laugen und andere aggressive Chemikalien befördern. Der Transport erfolgt in vergleichsweise kleinen Tankern.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Prozessschutz
Zulassen aller für das jeweilige Ökosystem natürlichen, sowohl biotischen als auch abiotischen Vorgänge.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

PRTR
Pollutant Release and Transfer Register; deutsch: Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Qaa bis Qzz wie Qualle, quasi-synoptisch, Querbauwerk, Querschlagen, ...

Qualle
Schirmförmige (Meduse) oder rundliche (Rippenquallen) Tiere des Makroplanktons.
(Quelle: „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

quasi-synoptisch
siehe „Synopse“

Querbauwerk
In einem Fließgewässer quer zur Fließrichtung angeordnetes Bauwerk. Querbauwerke dienen z. B. dazu, Sohle und Ufer gegen Erosion zu schützen, die Gewässersohle oder den Wasserspiegel zu heben, Feststoffe zurückzuhalten, die Fließgeschwindigkeit zu reduzieren oder Wasser zurückzuhalten.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Querschlagen
Aus dem Ruder bzw. Kurs laufen, so dass das Schiff quer zum Wind oder den Wellen liegt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Raa bis Rzz wie Ranger, Raumordnung, Reliktpopulation, Renaturierung, Repowering, Resilien, Resistenz ,RESY, Rezyklate, Rohöl, ...

Randmeer
(Schelfmeer) flaches Meer (< 100 m Tiefe) am Rand eines Ozeans (Nordsee, Ostsee). (Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Ranger
Sammelbezeichnung für haupt- oder ehrenamtlich tätige Schutzgebietsbetreuer mit Überwachungs- und Informationsfunktion („Naturwacht“).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Raumordnung
Planung der Raumentwicklung, die die sozialen und wirtschaftlichen Ansprüche an den Raum mit seinen ökologischen Funktionen in Einklang bringt und zu einer dauerhaften, großräumig ausgewogenen Ordnung mit gleichwertigen Lebensverhältnissen führt (§ 1 Abs. 2 ROG).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Recker
Sehr dickes Kunststofftauwerk, das die beim Schleppen von Anhängen auftretenden Kräfte aufnimmt und die Belastung auf den Schleppdraht erheblich reduziert.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Recycling
Wiederverwertung von Abfall oder Reststoffen für die Herstellung von neuen Produkten.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Reede (niederdeutsch)
Ankerplatz in einer Bucht oder außerhalb des Hafens.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Reeder (von Reede)
Eigentümer eines ihm zum Erwerb durch Seefahrt dienenden Schiffes (§484 HGB), früher meist eine Einzelperson, heute häufig eine juristische Person oder eine Mehrheit von Personen (Reederei). Den Reeder trifft in Bezug auf die von seinen Schiffen ausgehenden Schäden eine umfassende Haftung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Reederei
Gesellschaftsform des Seehandelsrechts; Vereinigung mehrerer Personen (Mitreeder), die ein oder mehrere ihnen nach Bruchteilen gehörende(s) Schiff(e) auf gemeinschaftliche Rechnung verwendet(Schifffahrtsgesellschaft). Der Anteil eines Mitreeders sowohl am Schiff als auch am Reedereivermögen heißt Schiffspart. Reedereien gibt es auch in der Binnenschifffahrt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Regionales Klimamodell (RCM)
Modelliert das Klima für eine Region und dabei höher aufgelöst als globale Klimamodelle. Es gibt zwei verschiedene Varianten regionaler Klimamodelle:
Dynamische Verfahren simulieren mit einem höher aufgelösten dynamischen (numerischen) Modell Parameter für Teilgebiete eines globalen Klimamodells. Beispiele sind REMO (Regionalmodell) und CLM (Climate Local Model).
Statistische Verfahren gehen davon aus, dass die globalen Modelle im großräumigen Maßstab in der Lage sind, die Muster der atmosphärischen Zirkulation treffend zu beschreiben. Bei den meisten dieser Verfahren werden statistische Beziehungen zwischen den großräumigen Mustern/Wetterlagen und den lokalen Auswirkungen identifiziert, wobei die aus der Vergangenheit oder Gegenwart gewonnenen Beziehungen auf die Projektionen der globalen Modelle angewendet werden. Beispiele sind WETTREG (Wetterlagenbasierte Regionalisierungsmethode) und STAR (Statistisches Regionalisierungsmodell).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Reliktpopulation
In einem ehemals größeren Verbreitungsgebiet der Art als Restvorkommen verbliebene Population; meist im Rückgang begriffen und in ihrem Bestand gefährdet.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Renaturierung
Überführung anthropogen veränderter Lebensräume in einen naturnäheren Zustand; Wiedernutzbarmachung von ehemals intensiv genutzten Flächen mit Ausrichtung auf Entwicklung und Nutzung als Naturschutzflächen – naturschutzbezogene Sanierung.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Repowering
Alte, weniger leistungsfähige Windenergieanlagen werden durch neue, leistungsstärkere ersetzt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Rescue Zone
Bereich an Bord zur Aufnahme Schiffbrüchiger.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Resilienz
Die Fähigkeit eines Sozial- oder Ökosystems, Störungen aufzunehmen und gleichzeitig dieselbe Grundstruktur und Funktionsweisen, die Kapazität zur Selbstorganisation sowie die Kapazität, sich an Stress und Veränderungen anzupassen, zu bewahren.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Resistenz
Als Resistenz bezeichnet man die Widerstandskraft eines Lebewesens gegen schädliche Einflüsse. Pflanzen können beispielsweise resistent gegenüber Krankheiten und Schaderregern sein, dann werden sie nicht befallen. Tierische Schädlinge, Pilze, Viren und Bakterien können ihrerseits durch wiederholten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln resistent gegen Wirkstoffe werden. Im Sprachgebrauch wird der Begriff nicht einheitlich verwendet: In der Regel wird mit Resistenz eine hundertprozentige Widerstandskraft bezeichnet, es kann aber auch eine nicht vollständige, aber hohe Widerstandsfähigkeit gemeint sein. Eine erhöhte Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und Schaderregern kann sich auch als sogenannte Toleranz äußern. Tolerante Pflanzen werden zwar befallen, verkraften dies jedoch so gut, dass in der Regel keine Ertragseinbußen zu befürchten sind.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Ressourcen
Vorräte materieller und ideeller Art, die in der Regel nur im begrenzten Umfang vorhanden sind. Natürliche Ressourcen werden als Naturgüter bezeichnet.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

RESY
RESY, das DV-gestützte Rufbereitschafts- und Ersteinsatz-Informationssystem, ist eine Gefahrstoffdatenbank zur überregionalen Nutzung für die Bereiche Wasser, Boden und Luft. Weitere Informationen: http://www.resy.hamburg.de.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Rettungsboot
Zugelassenes Rettungsmittel auf Schiffen, das mittels spezieller Aussetzvorrichtungen zu Wasser gelassen wird und mit allen Einrichtungen und Ausrüstungen versehen ist, um Schiffbrüchigen Schutz zu bieten und ein längeres Überleben zu gewährleisten. Gefordert sind u.a. Luftkästen beziehungsweise Schwimmkörper, die auch dem mit Wasser vollgeschlagenen Boot ausreichend Auftrieb geben, Antriebsmittel (Riemen, Segel, Motor), fester oder aufrichtbarer Wetterschutz, Notproviant, Signalmittel und Erste-Hilfe-Ausrüstung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Rettungsinsel
Selbsttätig aufblasbares, überdecktes Gummi- oder Kunststoffboot (wird in zylinderförmigen Behältern an Deck aufbewahrt) zur Rettung Schiffbrüchiger; fasst je nach Größe10-25 Personen und enthält Notproviant, eine Erste-Hilfe- Ausrüstung, Signalmittel und oft einen Notsender.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Rettungsring
Im Wasser tragfähiger Ring aus Kork oder Schaumstoff in Signalfarben, um den eine Greifleine verläuft. Rettungsringe dienen als Rettungsmittel aus Wassernot; heute oft ersetzt durch die Rettungsweste.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Rettungsweste (Schwimmweste)
Mit Kork oder Schaumstoff gefüllte oder aufblasbare Weste in Leuchtfarbe (orange); eine Nackenstütze hält das Gesicht bewusstloser Personen über Wasser.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Reuse
Passives Fanggerät, das wandernde Tiere in Fangbehälter lenkt.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Rezyklate
Durch Aufarbeitung (Recycling) gewonnene Rohstoffe.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Robben
Meeressäuger mit beweglichen Flossen, an Land gebärend.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Rohöl
Als Rohöl wird das unverarbeitete, aus den Lagerstätten gewonnene Erdöl bezeichnet, welches als flüssiges Gemisch verschiedenartiger, hauptsächlich nichtaromatischer Kohlenwasserstoffe vorliegt. Abhängig von der Anzahl der Kohlenstoffatome handelt es sich dabei um leichte (kurzkettige) oder schwere (langkettige) Flüssigkeiten bis hin zu festen Verbindungen. Die Zusammensetzung von Rohöl, und damit seine physikalischen und chemischen Eigenschaften, sind abhängig von den Entstehungsbedingungen. Öle aus verschiedenen Abbauregionen unterscheiden sich in ihrer Zusammensetzung. Gelangt Rohöl ins Meer, bildet es zunächst einen mehr oder weniger dicken Ölteppich auf dem Wasser. Durch Wellenbewegung und Strömungen verteilt sich das Öl, der Film wird dünner, während die leicht flüchtigen Bestandteile verdampfen. Das zurückbleibende Öl wird immer zäher, bildet mit dem Wasser eine Emulsion und sinkt schließlich ab.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

RoRo-Schiff
Roll on – Roll off – Schiff, (Fahr rein – fahr raus oder Rolle hinauf – rolle hinunter Schiff); Frachtschiff mit klappbaren Laderampen am Heck, Bug oder an der Seite, über die rollende Ladungseinheiten an und von Bord gelangen. Es werden vorzugsweise Fähren nach dem RoRo-Prinzip eingesetzt. Dabei werden neben Passagieren vor allem Kraftfahrzeuge, aber auch Eisenbahnen transportiert.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Rote Listen
Verzeichnisse von gefährdeten Arten, Artengesellschaften und Biotopen.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Ruderanlage
Gesamtheit der zum Steuern eines Schiffes benötigten Anlagen, bes. die Einrichtung zum Bewegen des Ruders durch Drehen des Ruderschafts. Müssen große Ruderkräfte bewältigt werden, benötigt man eine Rudermaschine. Aus Sicherheitsgründen müssen alle Schiffe eine Not-Runderanlage haben, meist eine zweite Rudermaschine oder die Möglichkeit zur Bewegung des Ruders von Hand.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Saa bis See wie Schadstoff, Schadstoffunfallbekämpfung, Schiffsemission, Schlüsselart, Schweröl, SDN, Sedimentation, Seelotse, Seenotrettung, Seetüchtigkeit, ...

Sandlückenfauna
Mikroskopische, artenreiche Tierwelt zwischen Sandkörnern.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Sauerstoff
Natürlicher Bestandteil der Atmosphäre. Farb- und geruchloses Gas, das mit fast allen Elementen außer Edelgasen reagiert.Seine Reaktionsprodukte nennt man Oxide. Sauerstoff ist lebensnotwendig für (fast) alle Lebewesen auf der Erde.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Saugbagger
Bagger mit einem schwengbaren Saugrohr, das mit einem Schneidsaugkopf ausgerüstet ist. Durch dieses Rohr wird mit Wasser vermischtes Baggergut mittels Kreiselpumpen abgesaugt.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Schadstoff
Ein Schadstoff ist jeder Stoff, der geeignet ist, beim Hineingelangen in ein Gewässer eine Beeinträchtigung der Umwelt zu verursachen und zwar unabhängig davon, ob er verpackt oder unverpackt ins Wasser gelangt.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Schadstoffunfallbekämpfung
Eine der zentralen Aufgaben des HK ist die Schadstoffunfallbekämpfung. Hierbei handelt es sich um eine gemeinsame Aufgabe des Bundes und der Küstenländer. In Deutschland stehen dafür derzeit 23 Schiffe zur Verfügung – acht Bundesschiffe und 15 aus den Küstenländern. Hinzu kommen noch verschiedene Typen von Ölsperren, Ölskimmern, Separatoren und weitere Bekämpfungsgeräte, die in verschiedenen Depots entlang der Küste bereit stehen und schnell zum Einsatzort gelangen können.
Seit Januar 1986 sind täglich zwei Flugzeuge im Einsatz, um illegale Schadstoffeinleitungen in Nord- und Ostsee grenzüberschreitend zu sichten. Ein besonderes Augenmerk bei den Kontrollflügen liegt auf Schifffahrtswegen, Öl- und Gasbohrplattformen, Fischfanggründen und in der Nordsee auf dem Wattenmeer. Die mit modernen Sensoren ausgerüsteten Flugzeuge sind technisch in der Lage, Meeresverschmutzungen bis zu einer Entfernung von 40 Kilometern beidseitig des Flugweges zu erfassen.
Zudem kann seitens des HK auch auf die örtlichen Feuerwehren und das Technische Hilfswerk (THW) zugegriffen werden.
(Quelle: Magazin „Deutsche Seeschifffahrt“ / Juli 2012)
Mit Unterzeichnung des „Bonn-Abkommens“ 1969 und des „Helsinki-Abkommens“ 1974/78 wurde die internationale Zusammenarbeit bei der Bekämpfung von Meeresverschmutzungen in Nord- und Ostsee realisiert.
In der Bundesrepublik Deutschland wurde dieses Aufgabenfeld im Rahmen eines 1975 abgeschlossenen Verwaltungsabkommens zwischen dem Bund und den Küstenländern gemeinsam wahrgenommen und finanziert.
Zunächst nur für die Ölunfallbekämpfung, später ausgedehnt auf alle (maritimen) Schadstoffe, wurde ein Systemkonzept mit folgenden Modulen entwickelt:
• Schaffung einer speziellen Organisationseinheit, einer zentralen Meldestelle und einer einheitlichen Einsatzstruktur (SBM, ZMK, ELG)
• Bau und Ausrüstung von Schiffen, Fahrzeugen und Geräten zur Bekämpfung von Meeresverschmutzungen (z.B. Bau der Mehrzweckschiffe „Mellum“ und „Neuwerk“, Schaffung eines rechnergestützten Unfallmanagementsystems (ELIUS))
• Entwickeln neuer Bekämpfungsstrategien und -technologie
• Durchführung von Übungen, Schulungen und Erprobungen
• Einrichtung, Betrieb und Unterhaltung eines Luftüberwachungssystems
Die Zuständigkeit für die Schadstoffunfallbekämpfung wurde mit Wirkung vom 01.01.2003 auf das Havariekommando übertragen.
(Quelle: https://www.gdws.wsv.bund.de/DE/schifffahrt/01_seeschifffahrt/sicherheitskonzept_kueste/sicherheitskonzept-node.html / Juli 2012)

Schädling
Tier oder Pflanze, welche nach Einschätzung des Menschen seine Nutztiere oder -pflanzen oder Vorräte in nicht vertretbarer Weise schädigt oder eine Gefahr durch die Übertragung von Krankheiten darstellt.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Schiffsbergung
Rettung von Schiffen, Besatzung und Ladung, meist durch Bergungsreedereien.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Schiffsemission
Im Küstenraum und Hafenstädten belasten Schiffsabgase die Luft. Schiffe emittieren vor allem Spurengase wie Stickoxide (NOx), Kohlendioxid (CO2), Schwefeldioxid (SO2), aber auch Ruß und Feinstaub. Auf internationaler Ebene wurden unter dem Dach der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) Regelungen zum Schutz vor Verschmutzungen der Meeresumwelt durch die Schifffahrt vereinbart (MARPOL). Seit 2005 regelt die Anlage VI des -Übereinkommens den Schutz vor Luftverschmutzungen durch Schiffsabgase.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/THEMEN/Schifffahrt/Umwelt_und_Schifffahrt/Schiffsemissionen/schiffsemissionen_node.html / April 2020)

Schlagseite
Andauernde Schräglage eines Schiffes.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Schlepper
Starkes, wendiges Spezial-Motorschiff zum Abschleppen antriebsloser oder havarierter Schiffe, zum Bugsieren großer Schiffe im Hafenrevier und für ähnliche Aufgaben. Man unterscheidet Hochseeschlepper, Revier-, Hafen- bzw. Seeassistenzschlepper, Kanal- und Flußschlepper.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)
Kleines, mit kräftiger Maschine (meist Dieselmotor) ausgerüstetes Schiff zum Schleppen und Schieben („Bugsieren“) von Wasserfahrzeugen ohne Eigenantrieb, zur Unterstützung von Schiffen beim Manövrieren in engen Gewässern (Hafenschlepper, Flussschlepper) oder zur Hilfeleistung in Havarie- und Notfällen (Bergungsschlepper).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Schlick
Auf dem Meeresboden, in Flussmündungen und Überschwemmungsgebieten abgelagrtes, weiches, fettes, schlammiges Sediment.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Schlingern
Durch Seegang verursachte Drehbewegung des Schiffes um seine Längsachse (rollen).
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Schlüsselart
Art, die in der Lebensgemeinschaft oder im Ökosystem eine zentrale Funktion hat und deren Verschwinden das Aussterben bzw. starke Beeinträchtigungen weiterer, von ihr abhängiger Arten nach sich zieht.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)
Bezeichnung für eine Art, die in einer Biozönose wichtige Funktionen besitzt und deren Verschwinden das System stark verändern sowie das Aussterben anderer, von ihr abhängiger Arten nach sich ziehen würde.
https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/schluesselart/
Arten, die für die Wechselbeziehungen in einer Biozönose besonders bedeutsam sind oder im Stoffumsatz eine zentrale Rolle spielen.
(Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/biologie-kompakt/schluesselarten/ / 6. Mai 2020)

Schornstein
Abzug eines Schiffes, früher für Dampf und Rauch, jetzt für Abgase aus dem Maschinenraum (Dieselmotoren).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN)
ist ein überregionaler und gemeinnütziger Umweltschutz-Dachverband, der 1973 ins Leben gerufen wurde und sich seitdem sachlich-fachlich und partei-übergreifend für den Schutz der Nordsee als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum engagiert. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr. Gemeinsames Ziel: die Eigenarten und Schönheiten der Nordsee, des Wattenmeeres und der angrenzenden Küste vor schädigenden Eingriffen durch den Menschen zu schützen und Probleme des Nordseeschutzes einer Lösung zuzuführen.
Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, die Anschaffung moderner Notschlepper, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV, u.a.m.
Die SDN ist Mitglied der KIMO International: http://www.kimointernational.org
(Quelle: SDN / März 2020)

Schwefeldioxid
Schwefeldioxid ist ein farbloses, stechend riechendes Gas (SO2), das vor allem bei der Verbrennung von schwefelhaltiger Kohle und Heizöl sowie bei der Erzverarbeitung und Zementherstellung entsteht. In der Kombination mit Staub besitzt es eine starke Reizwirkung und führt bei Inhalation größerer Konzentrationen zu Atembeschwerden.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Schwefel-Emissions-Überwachungsgebiete
siehe „SECA“

Schweinswal
Der Schweinswal (Phocoena phocoena) ist die einzige in der Ostsee heimische Walart. In der Nordsee kommen Schweinswale zwischen Island, Nordkap und dem Ärmelkanal sowie in der Irischen See vor. Die höchstens 1,80 Meter langen und 80 Kilo schweren Säuger gehören zu den Zahnwalen und sind die nächsten Verwandten der Delphine. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts tummelten sich die auch „Kleiner Tümmler“ genannten Schweinswale noch in großer Zahl in Küstennähe und bis weit in die Unterläufe von Ems, Weser, Elbe und Eider sowie Trave und Oder hinein. Ihre größte Kinderstube in der deutschen Nordsee liegt vor den nordfriesischen Inseln Sylt und Amrum. 1999 wurde dort ein 1.400 Quadratkilometer großer Teil des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer zum Walschutzgebiet erklärt. In der Ostsee gibt es drei bevorzugte Gebiete für die Jungenaufzucht: das Kattegat, Großer Belt und Kieler Bucht sowie der Schärengarten rund um die Åland-Inseln zwischen Schweden und Finnland.
(Quelle: https://taz.de/Schweinswale-in-Nord–und-Ostsee/ / 6. Mai 2020)

Schwell (Swell)
Dünung, Wellen, die auslaufenden Bug- und Heckwellen der Schiffe vor und in Häfen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Schwermetall
Schwermetalle sind Metalle einer Dichte von über 5 g/cm³, jedoch konventionell und nach Häufigkeit eingegrenzt auf Blei, Cadmium, Chrom, Eisen, Kobalt, Kupfer, Mangan, Nickel, Quecksilber, Zink und Zinn (ohne Edelmetalle wie Silber, ohne Seltenerdmetalle wie Cer und ohne radioaktive Metalle wie Plutonium). Sie sind einerseits als Spurenelement lebensnotwendig (Kupfer, Mangan, Zink), andererseits entfalten sie in höheren Konzentrationen toxische Wirkungen (Cadmium, Blei und Quecksilber), vor allem durch Aufkonzentrieren im biologischen Milieu.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Schweröl
Schweröl (englisch: Heavy Fuel Oil, HFO) ist ein Rückstandsprodukt aus dem Raffinationsprozess. Das zähflüssige Öl, auch Bunkeröl genannt, dient als Schiffskraftstoff. Es muss an Bord energieintensiv aufbereitet werden, wobei ölhaltige Rückstände („Sludge“) anfallen. Dieser Ölschlamm muss in Tanks gesammelt und im Hafen entsorgt oder an Bord verbrannt werden.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

SDN
siehe „Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V.“

SECA
Nord- und Ostsee wurden in den Jahren 2006 und 2005 als besondere Schwefel-Emissions-Überwachungsgebiete ausgewiesen (SECA). Seit dem 01.01.2015 ist innerhalb dieser Gebiete nur noch der Einsatz von Schiffskraftstoffen mit einem Schwefelgehalt von maximal 0,10 % S m/m zulässig. Außerhalb der Emissions-Überwachungsgebiete war bis Ende 2019 noch ein Schiffsbetrieb mit Schweröl erlaubt, das einen Schwefelgehalt von 3,50 % S m/m nicht überschreiten durfte. Zum 01.01.2020 wurde dieser Grenzwert auf 0,50 % S m/m abgesenkt. Alternativ ist der Einsatz von Abgasreinigungssystemen (Scrubber) zulässig, wenn die Schwefelemissionen in gleicher Weise wie durch den Einsatz schwefelarmer Kraftstoffe verringert werden. Beide Alternativen sind für die Schifffahrt mit höheren Betriebskosten im Vergleich zum Einsatz von hochschwefeligem Schweröl verbunden. Verstöße werden je nach Ausmaß der Luftverschmutzung als Ordnungswidrigkeit durch das oder als Straftat durch die Staatsanwaltschaft verfolgt.
Ab 2021 gelten in Nord- und Ostsee auch deutlich strengere Regeln zum Ausstoß von Stickoxiden (TIER-3).
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/THEMEN/Schifffahrt/Umwelt_und_Schifffahrt/Schiffsemissionen/schiffsemissionen_node.html / April 2020)

Sedimentation
Sedimentation bezeichnet das Ablagern/Absetzen von Teilchen (Sedimente) aus Flüssigkeiten oder Gasen unter dem Einfluss der Schwerkraft und anderen Kräften.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Seegang
Vom Wind erzeugte unregelmäßige Bewegung der Wasseroberfläche. Solange der Seegang unter dem direkten Einfluss des erzeugenden Windes steht, wird er Windsee, andernfalls Dünung genannt. Die Wellenhöhen erreichen bis über 30 m, die Wellenlängen bis zu 1000 m; die Stärke wird nach einer 10-teiligen Skala angegeben.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Seegatt
Ein Seegatt (auch Seegat, Verkleinerungsform Gatje) ist eine Strömungsrinne, die durch die ständig hin und her strömenden Wassermassen, meist wegen der Gezeiten, erodiert. Es ist meist ein relativ schmaler – aber tiefer (bis zu 30 Meter) – Durchlass zwischen Landmassen (Inseln und Halbinseln) oder flachen Stellen im Wattenmeer.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Seegatt / 20. Mai 2020)
Als Seegatten werden die Durchlässe zwischen den Nordsee-Inseln bezeichnet. Der Gezeitenstrom erreicht hier über vier Knoten und erzeugt bereits bei frischem Nordwestwind (Stärke 5 der Beauforskala) extrem gefährlichen Seegang. Besonders gefährlich sind die Seegatten kurz vor dem Niedrigwasser. Tückisch ist, dass die Höhe des Seegangs erst im Seegatt erkennbar ist und dann nicht mehr umgekehrt werden kann. Nicht weniger gefährlich sind die Sandbänke davor. Dort kann sich eine Grundsee aufbauen, der kein Schiff gewachsen ist.
(Quelle: https://www.segeln-lernen.de/segellexikon-seegatt.html / 20. Mai 2020)

Seegräser
Blütenpflanzen im Salzwasser, bandförmige Blätter.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Seehundjäger
Beauftragter des Landes für die sachgemäße Handhabung von Meeressäugern.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Seehundstation
Die Seehundstation Nationalpark-Haus Norden-Norddeich wurde 1971 über einen Trägerverein der Landesjägerschaft gegründet. Heute ist sie zuständig für das gesamte Niedersächsische Wattenmeer. Nicht nur Robben, auch verletzte oder ölverschmierte Vögel und Schweinswale werden hier versorgt und wieder ausgewildert. Gleichzeitig führt die Station wissenschaftliche Studien und pathologische Untersuchungen als Forschungsbasis durch. Im angeschlossenen Nationalpark-Haus informiert eine moderne Ausstellung die Besucher über den Seehund, das Öko-System und den Nationalpark Wattenmeer.
Adresse: Dörper Weg 24, 26506 Norden-Norddeich. Tel.: 04931/8919. www.seehundstation-norddeich.de
(Quelle: Magazin „Deutsche Seeschifffahrt“ / Oktober 2011)

Seekrankheit
Ständig auf den Körper einwirkende, ungewohnte Schiffsbewegung wirkt sich auf das Gleichgewichtszentrum im Ohr aus und führt zur Seekrankheit. Psychische Einflüsse wie Angst, Erinnerung an frühere Seekrankheit, Müdigkeit und vorheriger Alkoholgenuss können das Auftreten begünstigen. Die Symptome sind Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz, Schwindel, in schweren Fällen auch Kreislaufkollaps. Vorbeugung und Behandlung: Horizontale Körperlage, Beschäftigung, Frischluft, kleine Mahlzeiten, Medikamente.
(Quelle: Buch „Kleines ABC der Küste“ / 1981)

Seelotse (Lotse von englisch loadsman „Geleitsmann“)
Berater des Kapitäns oder Schiffsführers in schwierigen Fahrwassern oder Häfen. Lotsen sind meist geprüfte Nautiker mit eingehenden Ortskenntnissen. Oft besteht aus Sicherheitsgründen Lotsenpflicht, das heißt, ein Lotse muss an Bord genommen werden, dem Kapitän obliegt aber weiter die Führung des Schiffes. – Recht: Die Rechtsverhältnisse der Seelotsen sind im Gesetz über das Seelotsenwesen in der Fassung vom 13.9.1984 geregelt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Seelotsenversetzdienst
Unter Seelotsenversetzdienst versteht man den Transport eines Lotsen von einer Basisstation zu einem Schiff und umgekehrt. Der Transport kann entweder mit einem Schiff oder Hubschrauber realisiert werden.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/Service/Glossar/ / April 2020)

Seemeile (Internationale Seemeile, englisch Nautical Mile)
Einheitenzeichen sm, Längeneinheit in der See- und Luftfahrt. 1 sm = 1,852 km (circa 1/60 eines Breitengrades).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Seenebel
Strömt über eine relativ kalte Wasseroberfläche Warmluft hinweg, entsteht häufig Kondensation in den unteren Luftschichten und es bildet sich eine meist nur niedrige Nebelschicht über dem Wasser.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Seenot
Gefahrensituation für ein Schiff, die fremde Hilfe notwendig macht (z.B. Feuer im Schiff); in diesem Fall gibt der Kapitän Notsignal.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)
Zustand höchster Gefahr für Besatzung und Schiff, die aus eigener Kraft nicht abgewendet werden kann.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Seenotdienste
Befinden sich an allen Küsten, um Schiffsbrüchigen zu helfen; in Deutschland z.B. die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Seenotrettung
Gesamtheit aller Maßnahmen zur Rettung aus Notlagen auf See, Teil des SAR-Dienstes. In Deutschland ist die Seenotrettung der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) übertragen. Seenotrettungsmittel sind u.a. Seenotrettungskreuzer, die auf den Schiffen mitgeführten Rettungsboote, Rettungsinseln, Rettungsringe, Rettungskragen und -westen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Seeschlag
Durch Seegang, insbesondere durch an Deck stürzende Brecher hervorgerufene Kräfte, die Zerstörungen am Schiff und an der Decksladung hervorrufen können.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Seetüchtig
Für die Fahrt auf offener See geeignet, Verantwortlich für die Seetüchtigkeit eines Schiffes ist der Kapitän.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Seetüchtigkeit
Kennzeichnet die Qualität eines Schiffes hinsichtlich Bauausführung, Seeverhalten, Ausrüstung, Bemannung und Schiffsführung.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

Seezeichen
Im Wasser oder an Land befindliche, feste (Leuchtfeuer, Richtfeuer, Baken, Stangen und Pricken) oder schwimmende (Feuerschiffe sowie Spitz-, Stumpf-, Baken-, Leucht-, Spiren-, Fass- oder Kugeltonnen) Hilfsmittel zur Navigation, deren Form, Farbe, eventuell Toppzeichen und Kennung genau festgelegt sind. Laterale (seitenbezogene) Seezeichen bezeichnen das Fahrwasser, kardinale (ortsbezogene) Seezeichen die Untiefen, Schifffahrtshindernisse und Sperrgebiete.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Sef bis Szz wie Selbstreinigung, Sensitivität, Sonar, Stellnetzfischerei, Sturmflut, Substandardschiff, Sukzession, Symbiose, ...

Selbstreinigung
Fähigkeit von Gewässern, durch Wassererneuerung, Wegtransport, Verdünnung und organischen Abbau belastende Stoffe zu beseitigen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Selbstreinigungsvermögen
Fähigkeit des aquatischen Systems zum Abbau bzw. Einbau von Abwasserinhaltsstoffen in Biomasse.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Selektion
Führt in der Evolution der Arten dazu, dass sich die am besten an die jeweiligen Umweltbedingungen angepassten Erbanlagen stärker vermehren als weniger gut angepasste.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Semiterrestrisch
Räumlich und/oder zeitlich getrennte halb aquatische und halb terrestrische Lebensweise bzw. Lebensräume.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Sensitivität
Der Grad, zu welchem ein System oder Akteur entweder nachteilig oder positiv durch Klimavariabilität oder Klimaänderungen beeinflusst wird oder darauf reagiert.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Sicherheitsrolle (Rollenplan)
In dieser Rolle, die es für jedes Schiff gibt, sind die regelmäßig erforderlichen Übungen, die für Seenot- und Havariefälle erfolgen müssen, festgelegt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

SOLAS_Abkommen
Safety of Live at Sea-Convention. Interntionale technische Vorschrift, die sicherheitsfördernde bauliche Maßnahmen und Ausrüstungsgegenstände zur Gewährleistung der Leckstabilität und allgemeinen Verbesserung der Schiffssicherheit vorschreibt.
(Quelle: Broschüre „Investorś Input Seeschiffe von A bis Z“ / 2003)

Sonar
Abk. für engl. sound navigation and ranging, in der Schifffahrt ein mit Schall oder Ultraschall arbeitendes Navigations- und Entfernungsmessgerät; dient zum Orten z.B. von U-Booten, Untiefen, Eisbergen; und zur Bestimmung der Geschwindigkeit über Grund.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Sonderabfall
Gefährliche Abfälle, für deren Entsorgung, Beseitigung und Verwertung es in der Europäischen Union strenge Regelungen gibt.
(Quelle: https://www.lung.mv-regierung.de/insite/cms/publikation/glossar.php / April 2020)

SOS
Internationales Seenotzeichen; die nach dem Morsecode gesendete oder in Form von Lichtblitzen übermittelte Buchstabenfolge SOS [ … — … ] Abk. für: save our souls rettet unsere Seelen oder save our ship – rettet unser Schiff; wird benutzt als Hilferuf von Schiffen in Seenot; Kennzeichnung von Notrufeinrichtungen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Speiballen
Von einigen Möwen, Enten & Watvögeln ausgewürgte Klumpen aus Nahrungsresten.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Spezialisten
Lebewesen, die an besondere Umweltbedingungen angepasst sind und nur in bestimmten Lebensräumen vorkommen (Gegenteil: Generalisten).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Springflut
Hochwasser mit großem Hub zur Zeit des Voll- und Neumondes (Gezeiten).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

SST
Meeresoberflächentemperatur (sea surface temperature).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Stabilität
Eigenschaft eines Schiffs, nach dem Auftreten krängender (Neigung um die Längsachse, Querstabilität) oder trimmender (Neigung um die Querachse, Längsstabilität) Momente wieder in ein stabiles Gleichgewicht zurückzukehren. Dieses Verhalten hängt von der Lage des Metazentrums zum Gewichtsschwerpunkt ab.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Stampfen
Die durch Seegang verursachte Bewegung eines Schiffes um seine Querachse, wobei sich Vor- und Hinterschiff stark heben und senken.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Stand-by
Deutsch: In Breitschaft.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Steinbuhnen
Quer zum Ufer liegende Bauwerke zur seitlichen Begrenzung des Abflussquerschnitts und/oder zum Schutz des Ufers (DIN 4054:1977).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Stellnetzfischerei
Stellnetzfischerei ist eine der häufigsten Fangmethoden zum Fang von Dorschen, Heringen und Plattfischen in der Ostsee. Gleichzeitig stellt diese Fangmethode (insbesondere mit Kiemen- und Verwickelnetzen) eine der Hauptgefährdungsursachen für Seevögel und Schweinswale dar. Tauchende Seevögel oder auch Schweinswale können die feinen, monofilamenten Netze unter Wasser nicht wahrnehmen, schwimmen auf der Jagd nach Beute in sie hinein, verfangen sich und ertrinken. Das Risiko, in Stellnetzen zu verenden, ist für diese Tiere abhängig von der Maschenöffnung, Filamentstärke, Standzeit, Tages- sowie Jahreszeit und insbesondere auch von der Lage des Fanggebietes bzw. inwieweit es sich mit den Nahrungsgründen der Vögel und Schweinswale deckt.
(Quelle: https://www.bfn.de/themen/meeresnaturschutz/belastungen-im-meer/fischerei/stellnetz-fischerei.html / April 2020)

Stickoxide (NOX)
Stickoxide entstehen bei der Verbrennung in Heizkesseln und Motoren aus dem in der Verbrennungsluft vorhandenen Stickstoff bei hohen Temperaturen durch Oxidation. Zu den Stickoxiden gehören sowohl das Stickstoffmonoxid (NO) als auch das Stickstoffdioxid (NO2).
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Stint
Er ist etwa 15 bis 20 Zentimeter lang und lebt in den europäischen Küstengewässern: der Stint. Zum Laichen begibt sich der Fisch in die Flüsse. Das Wasser muss dann mindestens neun Grad warm sein. Zwischen Februar und April wandern große Schwärme von der Nordsee in Elbe und Weser flussaufwärts, um zu laichen.
Jahrzehntelang war der Stint (Schlüsselart) wegen der starken Wasserverschmutzung fast vollständig aus der Elbe verschwunden. Nachdem sich die Wasserqualität in den 90er-Jahren stark verbessert hatte, kehrte der Fisch zurück in der Elbe. Doch in den vergangenen Jahren wurde immer weniger Stint gefangen. Schließlich blieb die Fischart 2017 und 2018 fast völlig aus. Wissenschaftler führen das auch auf die Trübung des Elbwassers zurück. An der Weser sind die Fischer zufriedener, sie holen an guten Tagen 700 Kilogramm Stint aus dem Wasser.
(Quelle: https://www.ndr.de/ratgeber/kochen/warenkunde/Stint-der-kleine-Fisch-aus-Elbe-und-Weser / 6. Mai 2020)

Störung
Häufig anthropogen ausgelöste Faktoren oder Faktorenkomplexe, die reversible oder irreversible Veränderungen in den Eigenschaften von Arten oder Ökosystemen bewirken.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Stoßtaucher
Vögel, die kopfüber zum Fischfang ins Wasser tauchen (Seeschwalben, Tölpel).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Stranden
Aufgrundlaufen eines Schiffes.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Strandgut
An Land getriebene Schiffs- und Ladungsbestandteile. Bis in die Neuzeit hinein sahen die Bewohner der Küste und der Inseln es als rechtens an, Strandgut als ihr Eigentum zu behalten. Auch Schiffbrüchige verfielen in älteren Zeiten dem Strandrecht und mussten ausgelöst werden. Wertvolles Strandgut ist heute den Behörden anzuzeigen und darf nicht von vornherein als Eigentum des Finders gesehen werden.
(Quelle: Buch „Kleines ABC der Küste“ / 1981)

Stressfaktor
Umweltfaktor, der bei Organismen Stress auslöst. Dauerhafter Stress kann bei Organismen zu Erschöpfung, Schäden und sogar zum Tod führen. Verhaltensveränderungen wie erhöhte Aggressivität und Abwanderung können ebenfalls eine Reaktion auf Stress sein. Ökosysteme reagieren auf dauerhaften Stress mit Abweichungen vom Normalzustand, die so weit gehen können, dass die Regenerationsfähigkeit der Systeme eingeschränkt wird.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Sturmflut
Der vorrübergehende Anstieg des Meeresspiegels an einer bestimmten Stelle aufgrund extremer meteorologischer Bedingungen (tiefem Luftdruck und/oder starker Winde). Die Sturmflut ist definiert als der Betrag, um den der Meeresspiegel den zu dem Zeitpunkt und an dem Ort erwarteten Tidenhub überschreitet.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Durch Zusammenwirken von Flut und auflandigen Sturm erzeugtes, ungewöhnliches, hohes Ansteigen des Wassers an Meeresküsten und Tidenflüssen, zuweilen durch eine Springtide verstärkt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Sublitoral
Unteres Stockwerk des Litorals, gewöhnlich ständig wasserbedeckt, aber noch durch Küstenprozesse wie Brandung und Lichteinfluss bestimmt.
(Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/sublitoral/ / 11. Mai 2020)

Subsidiarität, subsidiär
Subsidiarität beschreibt die Zuständigkeit der kleineren, sachnäheren gesellschaftlichen Einheit, bevor die größere, übergeordnete nur bei deren Versagen einspringt.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Substandard-Schiff (Substandardschiff)
Häufig finden Hafenstaatkontrolleure bei ihren Überprüfungen Mängel an einem Schiff. Der Kontrolleur bespricht dann diese Mängel mit dem Kapitän und vermerkt sie in seinem Inspektionsbericht. Er legt für jeden einzelnen Mangel fest, bis wann er beseitigt sein muss.
Da die Mängel und die geforderten Maßnhamen in die europäische Kontrolldatenbank THETIS eingetragen werden, können auch andere Hafenstaaten kontrollieren, ob die Fehler abgestellt wurden.
Hafenstaatkontrolleure dürfen Schiffe mit schwerwiegenden Mängeln im jeweiligen Hafen festhalten („Detention“), das heißt, das Schiff darf dann nicht weiterfahren. Ein Schiff wird dann festgehalten, wenn es nicht seetüchtig ist oder die Mängel ein nicht vertretbares Risiko für Schiff, Besatzung oder die Umwelt darstellen.
Bei einer Festhaltung darf ein Schiff so lange nicht aus einem Hafen auslaufen, bis sich ein Hafenstaatkontrolleur im Rahmen einer Nachbesichtigung davon überzeugt hat, dass die Mängel behoben wurden.
(Quelle: https://www.deutsche-flagge.de/de/psc/durchsetzung-und-festhaltung / April 2020)

Sukzession
Zeitliche Aufeinanderfolge von Arten bzw. Lebensgemeinschaften bei der Entwicklung eines Biotops.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Supralitoral
Oberes Stockwerk des Litorals, nur noch von Spritzern und Salzwasserspray erreicht, an Sandstränden auch Auswehgebiet für die Küstendünen.
(Quelle: https://www.spektrum.de/lexikon/geographie/supralitoral/ / 11. Mai 2020)

Symbionten
Artverschiedene Organismen, die mit gegenseitigem Nutzen aber auch in gegenseitiger Abhängigkeit aufgrund evolutionärer Anpassung miteinander leben.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Symbiose
Zusammenleben von Lebewesen verschiedener Arten zum gegenseitigen Nutzen.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Synopse
Synopse bedeutet in den Geowissenschaften Gesamtschau oder Zusammenschau. Bei einer synoptischen Vermessung werden die Parameter gemeinsam in einem Rutsch, das heisst zum gleichen Zeitpunkt, gemessen. Da die Vermessung der gesamten Nordsee aber gute 3 Wochen dauert, wird es als quasi-synoptisch bezeichnet. Dreidimensional heißt in drei Dimensionen: in der Fläche (2-dimensional) und in der Tiefe.
(Quelle: https://www.bsh.de/DE/Service/Glossar/ / April 2020)

Taa bis Tzz wie THW, Tide, Tiefgang, Trampschifffahrt, Trawler, Treibhauseffekt, Treibhausgas, Treibnetz, Trift, ...

Tanker, Tankschiff
Schiff für flüssige Ladung „in bulk“, – d.h., Behälter für die Ladung ist der Schiffskörper selbst.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Tauchente
Tief tauchende Entenart, frisst oft Muscheln (Eider-, Trauer-, Reiherente).
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

TBT
TBT (Tributylzinn) gehört zu den giftigsten Verbindungen, die vom Menschen in die Umwelt eingetragen werden. Die hormonschädigende Wirkung auf zahlreiche Meeresorganismen ist nachgewiesen worden und bedroht die Population der betroffenen Arten. TBT wird als das aktive Biozid in Antifouling-Farben für Schiffsanstriche zur Vermeidung des Bewuchses von Organismen (Fouling) eingesetzt.
Das TBT wird im Wasser freigesetzt und entfaltet so seine giftige Wirkung. Ein für die Umwelt nachteiliger Effekt stellte sich ein, als bekannt wurde, dass das TBT andere im Wasser lebende Organismen schädigte. Heute ist das TBT nahezu überall in der aquatischen Umwelt zu finden. Es kann in den Kompartimenten Wasser, Sediment und Biota nachgewiesen werden, wobei besonders in Regionen mit intensivem Schiffsverkehr hohe Konzentrationen auftreten können.
(Quelle: http://wasser-wissen.de/abwasserlexikon/t/tbttributylzinn.htm / April 2020)
Am 17. September 2008 ist das Internationale Übereinkommen von 2001 über die Beschränkung des Einsatzes schädlicher Bewuchsschutzsysteme auf Schiffen (International Convention on the Control of Harmful Antifouling Systems on Ships, 2001) weltweit in Kraft getreten. Dieses Übereinkommen verbietet verbindlich den Einsatz von TBT-haltigen Antifoulingfarben auf Schiffen.
Alle Schiffe ab 400 BRZ und in der internationalen Fahrt müssen über einen TBT-freien Unterwasseranstrich verfügen oder bis dahin die noch vorhandene TBT-haltige Antifoulingfarbe auf der Außenhaut mit einem zugelassenen Versiegelungsanstrich versehen. Nähere Details über den Anstrich ergeben sich aus dem internationalen AFS-Zeugnis oder der AFS-Erklärung. Schiffe unter 400 BRZ müssen nur über eine entsprechende Erklärung über ein Bewuchsschutzsystem (AFS-Erklärung) verfügen, welche die Reederei nach den Angaben des Farbherstellers selbst erstellen kann.
Auch nach europäischem Recht ist die Verwendung von TBT-haltigen Unterwasseranstrichen auf Schiffen ab 400 BRZ verboten. Im Gegensatz zur internationalen Antifouling-Konvention gilt dieses Verbot, das in der Verordnung (EG) Nr. 782/2003 enthalten ist, auch für Schiffe in der Inlandfahrt
(Quelle: https://www.deutsche-flagge.de/de/umweltschutz/antifouling-afs / April 2020)

Technisches Hilfswerk
Das Technische Hilfswerk ist die ehrenamtliche Katastrophenhilfe- und Einsatzorganisation des Bundes. Mit technischer Ausstattung und vielfältigem Fachwissen unterstützt es zuständige Behörden auf Antrag. Auf Grundlage des THW-Gesetzes wird das THW im Auftrag der Bundesregierung auch weltweit eingesetzt für technische und logistische Hilfeleistungen im Rahmen des Katastrophenschutzverfahrens der Europäischen Union (EU) oder für Organisationen der Vereinten Nationen (UN).
www.Technisches Hilfswerk.de
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)

Terrestrisch
(lat.) Dem Festland zugehörend.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

THW
siehe „Technisches Hilfswerk“
www.THW.de

Tide (niederdeutsch)
Das regelmäßige Steigen und Fallen des Wassers im Gezeiten-Ablauf.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Tidenhub
Der Höhenunterschied im Wechsel von Hoch- und Niedrigwasser der Gezeiten.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Tiefgang
Die Eintauchtiefe des Schiffes die zwischen Wasserlinie und Unterkante Kiel gemessen wird. Der Freibordtiefgang ist der maximal zulässige Tiefgang (Tiefladelinie) gemäß Freibord-Marke bei voller Abladung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Tierschutz
Maßnahmen zum Schutz des Tieres vor unberechtigten Angriffen auf dessen Leben und Wohlbefinden. Schutzobjekt ist somit das einzelne Tier im Gegensatz zum Artenschutz.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Tourismusdestination
Eine touristische Destination ist geprägt durch ein spezifisches natürliches sowie kulturelles Angebot und bildet insgesamt die wirtschaftliche Wettbewerbseinheit des Tourismus. Denn in der Destination werden die konkreten Reisezwecke und Gästebedürfnisse erfüllt. Um die Strukturen zu schaffen, die eine Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen, braucht es eine von den Akteuren akzeptierte destinationsweite, übergeordnete Organisationseinheit. Wo eine Vielzahl von touristischen Einzelakteuren weitgehend ohne Abstimmung und Koordination in einer Region agiert, lässt sich eine umfassende Nachhaltigkeitsausrichtung nicht verwirklichen.
Hauptziel eines nachhaltigen Destinationsmanagements ist es, den touristischen Raum als handlungsfähige Wettbewerbseinheit zu etablieren, indem die positiven Wirkungen gefördert werden sowie negative ökologische und soziokulturelle Folgen möglichst minimiert werden. Nachhaltiges Destinationsmanagement steht also vor der Herausforderung, die drei Nachhaltigkeitsdimensionen (Ökologie, Ökonomie und Soziales) so auszubalancieren, dass eine langfristig erfolgreiche Entwicklung der Tourismusdestination gesichert ist.
(Quelle: Broschüre DTV-PRAXISLEITFADEN „Nachhaltigkeit im Deutschlandtourismus“ / März 2016)

Trampschifffahrt (englisch)
Die nicht an feste Schifffahrtslinien gebundene Frachtschifffahrt, bei der die Schiffe je nach Ladungsanfall und -angebot zwischen beliebigen Häfen verkehren.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Trawl
Grundschleppnetz; (Schleppnetz).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Trawler (englisch)
Fischereifahrzeug, das mit einem Grundschleppnetz (Trawl, Schleppnetz) fischt.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Treibhauseffekt
Die Treibhausgase heben durch den sogenannten Treibhauseffekt die durchschnittliche Temperatur auf der Erdoberfläche an: Die kurzwelligen Sonnenstrahlen erwärmen die Erdoberfläche. Diese gibt langwellige Infrarotstrahlung ab, welche von den Treibhausgasen aufgenommen wird und zurück zur Erdoberfläche gesendet wird. Dadurch gelangt weniger Energie ins Weltall und die Temperatur auf der Erdoberfläche steigt.
Man unterscheidet zwischen dem natürlichen Treibhauseffekt, der seit Entwicklung der Erdatmosphäre immer stattfindet und das Leben auf der Erde erst ermöglicht hat (ohne natürliche Treibhausgase läge die globale Mitteltemperatur momentan bei etwa -15°C), und dem zusätzlichen anthropogenen Treibhauseffekt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Treibhausgas
Treibhausgase sind diejenigen gasförmigen Bestandteile in der Atmosphäre , sowohl natürlichen wie anthropogenen Ursprungs, welche thermische Infrarotstrahlung absorbieren und wieder ausstrahlen. Diese Eigenschaft verursacht den Treibhauseffekt . Wasserdampf (H2O), Kohlendioxid (CO2), Lachgas (N2O), Methan (CH4) und Ozon (O3) sind die Haupttreibhausgase in der Erdatmosphäre. Außerdem gibt es eine Vielzahl von ausschließlich vom Menschen produzierten Treibhausgasen in der Atmosphäre, wie die Halogenkohlenwasserstoffe und andere chlor- und bromhaltige Substanzen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Treibnetz
Langes, wandartiges, frei schwimmendes, durch Auftriebskörper senkrecht gehaltenes Fischernetz, in dessen Maschen sich die Fische mit ihren Kiemendeckeln verfangen, speziell für den Fang von Hering, Dorsch und Lachs.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Tributylzinn
siehe „TBT“

Trift (Drift)
Ortsveränderung durch Wind oder Meeresströme ohne besondere Eigenbewegung.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Trimmen
Ein Schiff durch entsprechende Beladung in die gewünschte Schwimmlage bringen.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Trockenfallen
Läuft ein Schiff bei Hochwasser auf Grund, dann fällt es bei Niedrigwasser trocken, wenn der Tidenhub größer ist als der Tiefgang des Schiffes.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Uaa bis Uzz wie Übergangsgewässer, Umweltqualitätsnorm, Umweltverträglichkeitsprüfung, UNO, Untere Naturschutzbehörde, ...

UBA
siehe „Umweltbundesamt“

Überfischung
Fang von größeren Fischmengen als nachwachsen.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Übergangsgewässer
Zu den Übergangsgewässern zählen die Ästuare von Ems, Weser, Elbe und Eider. Es ist der Bereich der Flussmündungen, in dem sich das Süßwasser der Flüsse mit dem Salzwasser der Nordsee mischen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Ufer
Rand eines Gewässers.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Umrichteranlage
Eine Anlage zur Umformung einer Stromart oder Frequenz in eine andere, z.B. eine Gleichrichteranlage oder eine Wechselrichteranlage.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Umweltbundesamt (UBA)
„Für Mensch und Umwelt″ ist der Leitspruch des Umweltbundesamtes – kurz UBA genannt – und bringt auf den Punkt, wofür wir da sind. Als Deutschlands zentrale Umweltbehörde kümmern wir uns darum, dass es in Deutschland eine gesunde Umwelt gibt, in der Menschen so weit wie möglich vor schädlichen Umwelteinwirkungen, wie Schadstoffen in Luft oder Wasser, geschützt leben können. Unsere Themenpalette ist breit – von der Abfallvermeidung über den Klimaschutz bis zur Zulassung von Pflanzenschutzmitteln.
Daten über den Zustand der Umwelt zu erheben, Zusammenhänge zu erforschen, Prognosen für die Zukunft zu erstellen und mit diesem Wissen die Bundesregierung, wie etwa das Bundesumweltministerium, für ihre Politik zu beraten, ist unser Auftrag. Aber auch die Öffentlichkeit in Umweltfragen zu informieren und für Ihre Fragen da zu sein, gehört zu unseren Aufgaben. Darüber hinaus vollziehen wir Umweltgesetze, setzen sie also in der Praxis um. Beispiele hierfür sind der Emissionshandel sowie die Zulassung von Chemikalien, Arznei- und Pflanzenschutzmitteln. Die Aufgaben des UBA sind im Gesetz über die Errichtung eines Umweltbundesamtes festgelegt. https://www.umweltbundesamt.de/
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/das-uba/wer-wir-sind / April 2020)

Umweltgift
Langlebige, oft bioakkumulative und/oder krebserregende Gifte verschiedenster Art.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Umweltkriminalität
Umweltkriminalität kann definiert werden als Verletzung oder Bruch von Umweltgesetzen oder -regeln, die von der Legislative mit Strafe bedroht sind.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Umweltqualitätsnorm
Die Konzentration eines bestimmten Schadstoffs oder einer bestimmten Schadstoffgruppe, die in Wasser, Sedimenten oder Biota aus Gründen des Gesundheits- und Umweltschutzes nicht überschritten werden darf (§ 2 Oberflächengewässerverordnung – OGewV).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Umweltschutz
Schutz der natürlichen Umwelt des Menschen durch ein komplexes System von Maßnahmen zur Reinhaltung von Wasser, Luft und Boden sowie durch Landschaftspflege.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Umweltverbände
Umweltverbände sind Vereinigungen von Bürgern, die sich für den Schutz der Umwelt einsetzen. Im Unterschied zu Bürgerinitiativen reagieren sie nicht nur auf ein unmittelbares lokales Problem oder ein bestimmtes, als Umwelt zerstörend wahrgenommenes Projekt, sondern befassen sich dauerhaft und programmatisch mit zahlreichen Themen.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Umweltverschmutzung
Unter Umweltverschmutzung fällt jede Art von Verschmutzung unseres Planeten, egal ob durch Schadstoffe, Abgase, Abwässer, Emissionen, Müll oder sogar Atomstrahlung. Teilweise werden auch Lärm und Lichtverschmutzung zur Umweltverschmutzung gezählt.
Die Verunreinigung unserer Umwelt hat also viele Gesichter und betrifft fast alle Bereiche des täglichen Lebens. Zum besseren Verständnis wird sie üblicherweise in sechs Hauptkategorien unterteilt, je nachdem, wo sie auftritt oder was die Ursache/Quelle der Verschmutzung ist:
• Luftverschmutzung
• Verschmutzung der Weltmeere
• Süßwasser-/Trinkwasserverschmutzung
• Verunreinigung des Bodens
• Verschmutzung durch Chemikalien
• Müll
Gemeinsam ist allen Arten der Umweltverschmutzung, dass sie künstlich, also vom Menschen, hervorgerufen werden. Im Unterschied dazu gibt es auch noch eine sogenannte „natürliche Umweltverschmutzung“, etwa wenn natürliche Bleivorkommen das Trinkwasser verunreinigen. (Quelle: UNEA Report)
(Quelle: https://utopia.de/ratgeber/umweltverschmutzung/ / April 2020)
Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte hat der Mensch Teile der Natur unwiederbringlich zerstört. Inzwischen sind nicht nur viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Das ganze Ökosystem Erde ist gefährdet. Und obwohl die erste internationale Konferenz für Naturschutz schon 1913 in Bern stattfand, hat sich der Zustand der Umwelt global weiter verschlechtert.
(Quelle: https://www.planet-wissen.de/natur/umwelt/umweltverschmutzung/index.html / April 2020)

Umweltverträglichkeitsprüfung
(UVP) Gesetzlich vorgesehenes, systematisches Prüfungsverfahren, mit dem die unmittelbaren und mittelbaren Auswirkungen von Vorhaben auf die Umwelt im Vorfeld der Entscheidung über die Zulässigkeit des Vorhabens festgestellt, beschrieben und bewertet werden.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Unselbständiger Teil verwaltungsbehördlicher Verfahren zur Zulassung von Vorhaben (§ 2 UVPG): umfasst die Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der Auswirkungen eines Vorhabens auf Menschen, Tiere und Pflanzen, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft, einschließlich der jeweiligen Wechselwirkungen sowie die Auswirkungen auf Kultur- und sonstige Sachgüter.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Umweltverträglichkeitsstudie
(UVS) Ergebnisse der im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) durchgeführten Umweltverträglichkeitsuntersuchung.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Umweltverträglichkeitsvorprüfung
(UVVP) Feststellung, ob ein Vorhaben UVP-pflichtig ist und somit einer Planfeststellung mit integrierter Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) bedarf.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Umweltzeichen
Die Hersteller von Wasch- und Reinigungsmitteln werben seit einigen Jahren mit der Umweltfreundlichkeit ihrer Produkte durch verschiedene Hinweise auf der Verpackung. Mit ihnen soll eine spezielle Umweltverträglichkeit des Produkts oder einzelner Inhaltsstoffe symbolisiert werden. So sind in letzter Zeit eine ganze Reihe branchenspezifische Symbole entstanden.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/chemikalien/wasch-reinigungsmittel/umweltzeichen / April 2020)
Der Blaue Engel ist seit über 40 Jahren das Umweltzeichen der Bundesregierung. Unabhängig und glaubwürdig setzt er anspruchsvolle Maßstäbe für umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen. Der Blaue Engel ist die Orientierung beim nachhaltigen Einkauf.
Durch die Vergabe des Umweltzeichens für den „umweltschonenden Schiffsbetrieb“ sollen die durch ein Seeschiff hervorgerufenen Emissionen und Einträge von Schadstoffen in die Meeresumwelt reduziert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, werden hohe Ansprüche an das Reedereimanagement, an die Schiffsausstattung sowie hauptsächlich an den Bordbetrieb und die Schiffstechnik gestellt. Der Geltungsbereich dieses Blauen Engels umfasst den Betrieb auf Schiffen unter deutscher oder fremder Flagge. Ausgenommen sind u.a. Fischereischiffe, Schiffe der Sportschifffahrt sowie der Marine.
Durch das Umweltzeichen „Umweltschonendes Schiffsdesign“ sollen schon bei der Planung eines Seeschiffes möglichst viele Umweltinnovationen zur Minderung der Einträge in die Meeresumwelt umgesetzt werden. Die Anforderungen reichen vom Einbau einer Notschleppeinrichtung, Maßnahmen zur Reduzierung der Luftschadstoffe und zum Schutz der Treibstofftanks (Doppelhülle). Weiterhin sind hohe Auflagen für die Abfall- und Abwasserbehandlung an Bord enthalten. Der Geltungsbereich umfasst Schiffe (Handelsschiffe, Forschungs- und Behördenschiffe) ausgeschlossen sind u.a. Fahrzeuge der Fischerei, der Marine und der Sportschifffahrt.
(Quelle: https://www.blauer-engel.de/ / April 2020)
Das EU-Umweltzeichen deckt eine breite Palette von Produktgruppen ab, von den wichtigsten Bereichen der Herstellung bis hin zu Dienstleistungen für Touristenunterkünfte. (Übersetzung: https://www.deepl.com/de)
(Quelle: http://ec.europa.eu/ecat/ / April 2020)

UNO
UNO für United Nations Organization, Organisation der Vereinten Nationen. Die Vereinten Nationen (VN ; engl. United Nations, UN). Ein zwischenstaatlicher Zusammenschluss von 192 Staaten und als globale Internationale Organisation uneingeschränkt anerkannte völkerrechtliche Vereinigung.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Untere Naturschutzbehörde
Für Naturschutz und Landschaftspflege zuständige Behörde auf Kreisebene.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Untergehen
Sinken, bei einer Havarie untergehen, in den Wellen/Fluten versinken, absaufen, ertrinken, kentern.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Unterschneiden
Schiffsbewegung, bei der das Vorschiff in eine Welle eindringt und die Wassermassen auf die Back stürzen.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch vom Schlepper“ / 2014)

Untiefe
Stelle im Fahrwasser die wegen geringer Wassertiefe für Schiffe gefährlich ist. Im Seegebiet ist es nicht nur die Gefahr der unmittelbaren Grundberührung, sondern die Gefahr der Brecher und Grundseen, die auf der Untiefe stehen können. Untiefen sind in Seekarten eingezeichnet.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Vaa bis Vzz wie Vegetationsperiode, Verdunstung, Vertragsnaturschutz, Verursacherprinzip, Viskosität, Vogelschutzrichtlinie, ...

VDR
siehe „Voyage Data Recorder“
und
siehe „Verband Deutscher Reeder“

Vegetationsperiode
Derjenige Zeitraum des Jahres, in dem die Pflanzen photosynthetisch aktiv sind, das heißt wachsen, blühen und fruchten. Als Beginn der Wachstumszeit wird im Allgemeinen der Abschnitt des Jahres definiert, in dem das Tagesmittel der Lufttemperatur mindestens 5°C (für verschiedene Pflanzen auch 10°C) beträgt.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Verbandsklage
Möglichkeit von anerkannten Verbänden, ohne eine Verletzung in eigenen Rechten darlegen zu müssen, Rechtsbehelfe gegen einen Verwaltungsakt nach Maßgabe der Verwaltungsgerichtsordnung einzulegen, wenn geltend gemacht werden kann, dass der Verwaltungsakt den Vorschriften des Bundesnaturschutzgesetzes oder anderer definierter Gesetze widerspricht.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Verdunstung
Der Übergang des Wassers vom flüssigen in den gasförmigen Aggregatzustand zum Wasserdampf. Die zum Verdunsten benötigte Wärmeenergie wird dabei der Flüssigkeit und der Umgebung entzogen, was zu Abkühlung führt (Verdunstungskälte).
Die Verdunstung hat eine große Bedeutung für den Wärmehaushalt der Erde, weil die im Wasserdampf latent enthaltene Wärme beim Übergang von Wasserdampf in Wasser (Kondensationsvorgänge wie Wolken- und Niederschlagsbildung) der Atmosphäre wieder zugeführt wird. Sie stellt somit eine wichtige Größe im Wasserkreislauf der Erde dar.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Verholen
Ein Schiff, Boot an eine andere Stelle bringen; mit einem Tau das Boot an eine andere Stelle ziehen (auch mit Hilfe eines Verholspills).
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Verkehrstrennungsgebiet (VTG)
Verkehrstrennungsgebiete sind ähnlich wie Autobahnen aufgebaut und bestehen aus für jede Fahrtrichtung zugewiesenen Zonen sowie einer Trennlinie oder Trennzone in der Mitte, deren Befahrung verboten ist. Die Außengrenzen sowie die Mittellinie sind meist durch Seezeichen im Abstand von mehreren Seemeilen markiert. Für die Schifffahrt bedeutet dies, ein Gebiet mit getrennten Fahrspuren für unterschiedliche Fahrtrichtungen. Verkehrstrennungsgebiete werden dazu verwendet, an Engstellen den Schiffsverkehr zu kanalisieren und einen möglichst homogenen Verkehrsfluss zu erzeugen, um die Gefahr von Kollisionen zu verringern.
Die VTG werden von der Internationalen Maritimen Organisation (IMO) festgelegt. Das Verhalten in Verkehrstrennungsgebieten ist in Regel 10 der Internationalen Regeln von 1972 zur Verhütung von Zusammenstößen auf See (Kollisionsverhütungsregeln – KVR) geregelt.
Die an der Deutschen Bucht stark befahrenen Reviere mit mehreren Schifffahrtswegen und Küstenverkehrszonen lauten folgendermaßen:
„German Bight Western Approach“
führt aus Richtung West zu auf das Feuerschiff „German Bight“. Befahren wird es von besonders großen Schiffen, Tankern und Frachtern mit gefährlicher Ladung. Die Betonnung trägt die Bezeichnung „GB“ und ist einlaufend in Richtung Feuerschiff ausgelegt.
„Terschelling – German Bight“
verläuft aus Richtung West-Südwest kommend entlang der Linie der ostfriesischen Inseln etwas dichter unter Land. Hier herrscht die größte Verkehrsdichte. Die Betonnung trägt die Bezeichnung „TG“ und ist einlaufend in Richtung Deutscher Bucht ausgelegt.
„Jade Approach“
führt den großen Schiffsverkehr aus dem VTG „German Bight Western Approach“ zur Jade bzw. Wesermündung.
„Elbe Approach“
führt den Verkehr aus den beiden westlicheren Trennungsgebieten zusammen weiter in Richtung Elbmündung.
(Quelle: https://www.elwis.de/DE/Seeschifffahrt/Verkehrs-und-Sicherheitsmanagement/Verkehrssicherungskonzept-Deutsche-Kueste/Verkehrstrennungsgebiete/Verkehrstrennungsgebiete-page.html / April 2020)
Verklappung
Einbringung von Abfällen ins Meer per Schiff.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Verkehrszentrale
Verkehrszentralen (Vessel Traffic Service Center) sind die ordnungsausführenden Organe der Strom- und Schifffahrtspolizeibehörde (Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt / Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt). Sie führen die Maritime Verkehrssicherung mit folgenden Maßnahmen durch:
1. Verkehrsinformation,
2. Verkehrsunterstützung,
3. Verkehrsregelungen,
4. Verkehrslenkung auf dem Nord-Ostsee-Kanal und
5. Notfallmeldestelle.
Alle neun Verkehrszentralen an der deutschen Küste sind 24 Stunden besetzt. Ständige Beobachtung des Schiffsverkehrs sowie regelmäßige Lagemeldungen sind Bestandteile des Dienstes. Bei Erfordernis werden auch Sicherheitsmeldungen an die Schifffahrt ausgestrahlt.
(Quelle: https://www.elwis.de/DE/Seeschifffahrt/Verkehrs-und-Sicherheitsmanagement/Verkehrszentralen/ / 6. Mai 2020)

Vermessungsschiff
Spezialschiff zur Lotung und Seevermessung für die Herstellung von Seekarten, sowie für meereskundliche Messungen aller Art (Strömungen, Temperaturen, Salzgehalt).
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Versauerung
Versauerung beschreibt die Erhöhung der Konzentration von Wasserstoff-Ionen in den Umweltmedien Luft, Wasser und Boden.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Verschmutzung
Verschmutzung gemäß SRÜ von 1982 bedeutet die unmittelbare oder mittelbare Zuführung von Stoffen oder Energie in das Meeresgebiet durch den Menschen, aus der sich eine Gefährdung der menschlichen Gesundheit, eine Schädigung der lebenden Ressourcen und der Meeresökosysteme, eine Beeinträchtigung der Annehmlichkeiten der Umwelt oder eine Behinderung der sonstigen rechtmäßigen Nutzungen des Meeres ergeben oder ergeben können.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

Vertragsnaturschutz
Bewirtschafter ökologisch wertvoller Flächen, die Lebensraum seltener Pflanzen und Tiere sind, können im Rahmen des Vertragsnaturschutzes eine finanzielle Förderung erhalten. Damit sollen die Lebensgrundlagen von gefährdeten oder bedrohten Arten erhalten, verbessert oder wiederhergestellt werden und neue naturschutzwürdige Flächen entstehen. Vor allem landwirtschaftlich genutzte Flächen können auf diese Weise extensiv bewirtschaftet und gepflegt werden.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Verträge mit Landnutzern unter Auflagen einer naturverträglichen bzw. naturschutzgerechten Bewirtschaftung, oft mit konkreter Zielstellung für den Arten- und Biotopschutz, gegen finanzielle Entschädigung für Einkommensminderung.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Verursacherprinzip
Kosten umweltrechtlicher Maßnahmen werden dem Verursacher angelastet.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Das Verursacherprinzip ist ein Grundsatz der bundesdeutschen Umweltpolitik, der darauf abzielt, die Verursacher von Umweltproblemen in die Verantwortung zu nehmen.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Vessel Traffic Service
Verkehrsüberwachungs- und Informationszentrale zur Erhöhung der Sicherheit im Schiffsverkehr. In Deutschland vorgehalten und betrieben vom Wasser- und Schifffahrtsamt bzw. von den Hafenbehörden.
(Quelle: Buch „NORDIC Notschlepper Nordsee“ 2. Auflage / 2014)

Vibrissen
Sinneshaare (Bart, Augenbrauen) im Gesicht von Säugetieren; bei Robben sehr sensibel!
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Vielfalt
Die biologische Vielfalt ist das vielleicht wichtigste Gut unseres Planeten. Sie umfasst die Bandbreite an Ökosystemen und Lebensräumen, die Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten sowie die genetische Vielfalt innerhalb der verschiedenen Arten
https://www.wwf.de/themen-projekte/biologische-vielfalt/
Als Biologische Vielfalt – auch Biodiversität genannt – wird die Vielfalt der Ökosysteme, die Vielfalt der Arten sowie die genetische Vielfalt innerhalb der Arten beschrieben. Biodiversität umfasst drei Ebenen zunehmender Komplexität:
• die genetische Vielfalt
• die Artenvielfalt
• die Vielfalt der Lebensgemeinschaften (Ökosysteme)
(Quelle: https://www.anl.bayern.de/fachinformationen/biodiversitaet/definition_biodiv.htm / April 2020)

Viren
Viren sind keine selbstständig lebensfähigen Organismen, besitzen keinen eigenen Stoffwechsel und können sich nur in lebenden Wirtszellen vermehren. Sie bestehen aus einer Nucleinsäure (DNA oder RNA) und einer Proteinhülle (Größe im Nanometerbereich). Krankheitserreger bei Menschen, Tieren und Pflanzen.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Viskosität
Die Viskosität beschreibt die Zähigkeit von Flüssigkeiten. Sie ist ein Maß für den inneren Flüssigkeitswiderstand gegen das Fließen. Je größer die Viskosität, desto dickflüssiger, je niedriger die Viskosität, desto dünnflüssiger ist eine Substanz.
(Quelle: Schadstoffunfallbekämpfung an Schleswig-Holsteins Küsten „Gut gerüstet für den Ernstfall“ / November 2016)
Die Viskosität = Zähflüssigkeit beschreibt die Zähigkeit von Flüssigkeiten. Sie ist ein Maß für den inneren Flüssigkeitswiderstand gegen das Fließen und wird definiert durch den Reibungswiderstand, den eine Flüssigkeit einer Deformation durch eine Druck- oder Schubspannung entgegensetzt.
Man unterscheidet:
Dynamische Viskosität
Die dynamische oder absolute Viskosität ist die Kraft, die nötig ist, um in einer Flüssigkeitsschicht von 1m² Fläche und 1m Schichthöhe die obere Schicht parallel zur unteren mit der Geschwindigkeit 1 m/s hinwegzubewegen. Dabei wird angenommen, dass die Flüssigkeit in Schichten zerlegt wird, die sich zueinander bewegen können und, dass laminare Strömungsbedingungen vorhanden sind. Die dynamische Viskosität wird gemessen in Pa·s und meist mit Hilfe eines Rotationsviskosmeters bestimmt. Früher wurde die Viskosität auch in Poise (oder Centipoise) angegeben.
Wird die dynamische Viskosität auf die Dichte der Flüssigkeit bezogen, erhält man die kinematische Viskosität. Sie ist in der Praxis weitaus gebräuchlicher, da sie sich in einfachen und preiswerten Kapillarviskosimetern leicht ermitteln lässt.
Kinematische Viskosität
Die kinematische Viskosität ist ein Ausdruck für die innere Reibung einer Flüssigkeit. Sie wird errechnet, indem man die dynamische Viskosität durch die Dichte einer Flüssigkeit teilt, die Einheit der kinematischen Viskosität ist Stokes (=cm²/s).
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)

VOC
Leichtflüchtige organische Verbindungen (Volatile Organic Compounds).
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Vogelschutzgebiet
Vogelschutzgebiete sind Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz, die dem Schutz von wildlebenden Vögeln dienen. Vogelschutzgebiet ist außerdem ein unverbindlicher Sammelbegriff für alle Arten von Schutzgebieten, deren Zweck hauptsächlich im Schutz von Vögeln insbesondere durch Erhaltung ihrer Nahrungs-, Vermehrungs-, Mauser-, Rast- und Überwinterungsstätten besteht. Neben öffentlich-rechtlich ausgewiesenen Schutzgebietskategorien wie Naturschutzgebiete können das auch durch Privatinitiative entsprechend gewidmete Gebiete sein, z. B. im Flächeneigentum von Naturschutzvereinen.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Vogelschutzgebiet / April 2020)
Wichtigstes Instrument der EG-Vogelschutzrichtlinie (VRL) ist die Ausweisung von Vogelschutzgebieten. Sie dienen insbesondere dem Schutz der in Anhang I gelisteten und den nach Kriterien des Art. 4 Abs. 2 der VRL ausgewählten Vogelarten. Neben der Sicherung von Brutgebieten sieht die VRL auch die Erhaltung der Rast- und Überwinterungsgebiete von heimischen oder durchziehenden Vogelarten vor. Wichtig sind hier vor allem die Wasservögel, die auch in Deutschland in z.T. in großer Zahl auftreten. Aus diesem Grund sind auch die international bedeutsamen Feuchtgebiete (Ramsar-Gebiete) in die Auswahl der Vogelschutzgebiete mit einbezogen. Zusammen mit den FFH-Gebieten bilden die Vogelschutzgebiete das Schutzgebietsnetz Natura 2000, das europaweit Lebensräume und Populationen miteinander verbindet.
(Quelle: https://www.lubw.baden-wuerttemberg.de/natur-und-landschaft/vogelschutzgebiete / April 2020)

Vogelschutzrichtlinie
Die 1979 vom Umweltministerrat als „Richtlinie des Rates über die Erhaltung der wildlebenden Vogelarten“ verabschiedete Vogelschutzrichtlinie dient dem Schutz aller in Europa brütenden, rastenden und überwinternden Vogelarten. Sie enthält strenge artenschutzrechtliche Bestimmungen.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)
Konvention von 1979 zur Erhaltung der europäischen wild lebenden Vogelarten durch Errichtung besonderer Schutzgebiete; Gebiete der Vogelschutzrichtlinie gehören zum Schutzgebietssystem Natura 2000.
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Vorhafen
Viele Häfen haben vor ihrer Einfahrt einen Vorhafen, der weniger zum Festmachen der Schiffe dient, als vielmehr die See vom Eindringen in den Haupthafen abhalten soll.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Voyage Data Recorder (VDR)
Schiffsdatenschreiber-(VDR)-Systeme („black box“), die sich bei der Aufklärung von Seeunfällen als nützlich erwiesen haben.
(Quelle: VPS.system Bekämpfungshandbuch / Juli 2019)
Ähnlich der so genannten „Blackbox“, die in der Flugunfalluntersuchung bereits seit geraumer Zeit zur Ursachenforschung herangezogen wird, unterstützt der Voyage Data Recorder (VDR) die Unfalluntersucher dabei, Audio-, Video- und Maschinendaten und somit die Abläufe an Bord und Instruktionen der Crew über einen bestimmten Zeitraum vor dem Unfall nachzuvollziehen und zu bewerten.
(Quelle: https://www.bsu-bund.de/DE/SonstigeInformationen/Unfallursachenermittlung/Fachbeitrag_VDR_node.html / April 2020)

VTG
siehe „Verkehrstrennungsgebiet“

VTS
siehe „Vessel Traffic Service“

Waa bis Wzz wie Wanderungsbilanz, Wasserkörper, Wasserrahmenrichtlinie, Weltklimarat, Wetter, Witterung, ...

Wanderungsbilanz
Die Wanderungsbilanz bezeichnet die Differenz von Zu- und Abwanderung in einem bestimmten Zeitraum und Gebiet.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Wasserkörper
Wasserkörper sind bestimmte Abschnitte oder Teile von Gewässern, die von Belastung und Struktur her einheitlich sind, zu einer bestimmten „Kategorie“ (Grundwasser, Fluss, See, Übergangs- oder Küstengewässer) und zu einem „Typ“ gehören.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Wasserlinie
Schnittlinie der Wasseroberfläche mit dem Schiffskörper. Man unterscheidet: Konstruktionswasserlinie (CWL oder KWL), Ebene, bis zu der das Schiff bei der seiner Berechnung zugrunde liegenden Verdrängung eintaucht; Leichtladelinie, Linie, bis zu der das seeklare Schiff ohne Ladung eintaucht; Tiefladelinie (Volleiche), Linie, bis zu der das Schiff bei voller Ladung eintauchen darf.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Wasser machen
Wasser dringt durch undichte Stellen in der Außenhaut oder im Deck ein.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)
Ein Schiff „macht Wasser“, wenn durch ein Leck Wasser eindringt.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Wasserschutzpolizei (WSP)
Landesbehörden des polizeilichen Vollzugsdienstes zur Überwachung des Verkehrs auf den schiffbaren Wasserstraßen, soweit diese Aufgabe nicht von der Strom- und Schifffahrtspolizei des Bundes wahrgenommen wird.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Wasserrahmenrichtlinie (WRRL)
EU-Richtlinie zur Schaffung eines Ordnungsrahmens für Maßnahmen der Gemeinschaft im Bereich der Wasserpolitik. Vorrangiges Ziel ist das Erreichen eines guten ökologischen Zustands aller Gewässer – Flüsse, Seen, Übergangs- und Küstengewässer sowie Grundwasser – in der Europäischen Gemeinschaft.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Wasserstand
Höhe des Wasserspiegels stehender oder fließender Gewässer, bezogen auf einen angenommenen Nullpunkt; wird mit einem Pegel gemessen. Das arithmetische Mittel des Wasserstands in einem bestimmten Zeitraum heißt Mittelwasser (MW). Daneben werden unterschieden: mittleres Hochwasser (MHW) und absolutes Höchstwasser (HHW), mittleres Niedrigwasser (MNW) und absolutes Tiefstwasser (NNW).Gewöhnlichwasser oder Zentralwert (ZW) ist das errechnete Häufigkeitsmittel aller Wasserstände eines Gewässers.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Wasserstoff
Brennbares Gas mit hohem Energiegehalt, das heute für die chemische Industrie aus fossilen Primärenergien (Erdgs) unter CO2-Freisetzung hergestellt wird. Im Energiebereich kommt er als Sekundär-Energieträger in Betracht, insbesondere bei CO2-freier Herstellung mittels Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Biomasse. Die Nutzung kann bspw. In Brennstoffzellen zur Strom- und Wärmeerzeugung sowie in Fahrzeugen zum Antrieb erfolgen.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
siehe „ Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt“

Wasserstraße
Gewässer (Flüsse, Kanäle und Seen), die als Binnenwasserstraßen, sowie Küstengewässer (einschließlich Tideflüsse, Meeresbuchten und Seekanäle), die als Seewasserstraßen dem Verkehr mit Schiffen dienen. Das Binnenwasserstraßennetz (nur Flüsse und Kanäle) in Deutschland umfasst 7 467 km schiffbare Wasserstraßen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Wassertiefe
Die Tiefe des Wassers, in den Seekarten durch Zahlen angegeben. Deutsche Seekarten geben die Wassertiefe in Metern, Ausländische oftmals in Faden an.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Watt
Flache Uferzone von Tidegewässern (Meere, Flussmündungen), zwischen Mittlerem Tideniedrigwasser (MTnw) und Mittlerem Tidehochwasser (Mthw) gelegen. Nach der Körnung des Bodens werden Schlickwatt (feines Bodenmaterial) und Sandwatt (gröberes Bodenmaterial) unterschieden.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Wattenmeer
Das Wattenmeer ist ein Ökosystem zwischen Hoch- und Niedrigwasserlinie, das vom Wechsel der Überflutung lebt.
(Quelle: Buch „Öko Lexikon“ / 2003)

Weichmacher
Weichmacher sind Stoffe, die spröden Materialien zugesetzt werden, um sie weich, biegsam oder dehnbar zu machen, damit sie einfacher zu bearbeiten sind oder bestimmte Gebrauchseigenschaften erreichen. Sie sind in großen Mengen in Kunststoffen, Lacken, Anstrich- und Beschichtungsmitteln, Dichtungsmassen, Kautschuk- und Gummi-Artikeln sowie in Klebstoffen enthalten. Auch bei der Textilveredlung spielen weichmachende Substanzen eine Rolle, um die Griffigkeit und Geschmeidigkeit zu verbessern. Die Weichmacher können aus dem Material austreten. Sie gelangen dabei in die Umwelt und aus verschiedenen Produkten auch in die Nahrung. Daher können sie in nennenswertem Umfang mit der Nahrung aufgenommen werden. Die direkte Aufnahme über die Haut ist nur bei den kurzkettigen Phthalatestern ausgeprägt, bei den übrigen Phthalatestern ist sie beim Menschen von untergeordneter Bedeutung.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/gesundheit/ / 6. Mai 2020)

Welle
a) (seemännisch: See), periodische Bewegungen im Meer mit unterschiedlichen Ursachen. Einteilung u.a.: nach rücktreibenden Kräften: Oberflächenspannung des Meeres (Kapillarwellen), Schwerkraft (Schwerewellen), Coriolis-Kraft (Trägheitswellen) u.a.; nach erzeugenden Kräften (Gezeiten, Luftdruck- und Windschwankungen, Seebeben, Wellenwiderstand von Bodenunebenheiten); nach anderen Gesichtspunkten (u.a. kurze Meereswellen, lange Meereswellen, Oberflächenwellen, interne Meereswellen). Wellen können auf Ozeanen in Orkanen bis zu 21 Meter hoch werden.
b) (technisch) Propellerwelle, Antriebswelle.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Wellenbrecher
Schiffbau: eine spitzwinklig oder bogenförmig über der Back (Vorschiffdeck) laufende, leicht nach vorn geneigte Stahlwand zum Schutz gegen überkommende See. Wasserbau: moleähnliche Schutzbauwerke z.B. vor Hafeneinfahrten die anlaufende Wellen bei Sturm und Seegang brechen sollen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Wellenenergie
Die Wellenenergie ist eine indirekte Nutzung der Windenergie, die für die Entstehung von Wellen auf dem Wasser verantwortlich ist. Um die Wellenenergie zu nutzen, bedarf es eines Wellenenergiewandlers (-konverters), welcher eine rotierende Bewegung erzeugt, um elektrische Energie gewinnen zu können.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Weltbiodiversitätsrat IPBES
Der Weltbiodiversitätsrat IPBES (Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystem Services) ist ein zwischenstaatliches Gremium zur wissenschaftlichen Politikberatung für das Thema biologische Vielfalt und Ökosystemleistungen. IPBES ist vergleichbar mit seiner älteren Schwester, dem Weltklimarat IPCC für das Klima.
(Quelle: Pressemeldung Bundesumweltministerin Svenja Schulze / 02.04.2020)

Weltklimarat
Das Intergovernmental Panel on Climate Change (internationale/zwischenstaatliche Sachverständigengruppe für Klimaänderungen) wird auch als Weltklimarat bezeichnet, der unter dem Dach der Vereinten Nationen arbeitet. Das IPCC setzt sich aus Hunderten von Wissenschaftlern aus aller Welt zusammen und wurde 1988 vom Umweltprogramm der Vereinten Nationen (UNEP ) und der Weltorganisation für Meteorologie (WMO ) ins Leben gerufen.
Die Aufgaben des IPCC bestehen darin, die Risiken der globalen Erwärmung zu beurteilen und Handlungsstrategien dagegen zu entwickeln. Die wissenschaftlichen Erkenntnisse des IPCC sind eine entscheidende Grundlage für die Klimapolitik auf internationaler Ebene, der Europäischen Union und Deutschlands.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Wendemanöver
Drehung eines Schiffes.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Werft
Betrieb für Bau, Reparatur und auch Abwracken von Schiffen.
(Quelle: Buch „Das kleine Buch von der neuen Fähre MS HELGOLAND“ / 2015)

WetterDer physikalische Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmten Zeitpunkt oder in einem auch kürzeren Zeitraum an einem bestimmten Ort oder in einem Gebiet. Das Wetter wird durch meteorologische Elemente wie Lufttemperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Windrichtung und Windgeschwindigkeit, Bewölkung, Niederschlag und Sichtweite sowie ihr Zusammenwirken charakterisiert.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

WetterlageEin Wetterzustand, der über einem begrenzten Gebiet während eines kurzen, höchstens eintägigen Zeitraums vorherrscht.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

WiederbesiedlungspotenzialLeistungsfähigkeit eines Fließgewässers zur Wiederbesiedlung bzw. Ausbreitung von typischen Artgemeinschaften.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Wildtier
Ein Wildtier ist ein in der Wildnis lebendes Tier, das dem Menschen nicht als Haus-, Nutz- oder Zuchttier dient und somit auch nicht domestiziert ist. In Siedlungsgebieten lebende, in Gebäuden eingenistete oder auch parasitäre Tiere sind Wildtiere, obwohl sie nicht in der eigentlichen Wildnis leben, jedoch den Lebensstil eines Wildtieres beibehalten. Im Grunde kann jedes Tier, abgesehen vom Mensch ein Wildtier sein. Das gleiche Prinzip für Pflanzen stellen die Wildpflanzen dar.
(Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Wildtier / 6. Mai 2020)

Wildtiertourismus
Für viele Nationalparks sind Tourismus-Einnahmen ein wichtiger Pfeiler, um Schutzgebiete erhalten zu können. Die Besucher stellen allerdings ein Risiko für den Artenschutz dar. Forscher aus Brasilien und den USA warnen davor, dass manche Tierarten durch den ständigen Kontakt zum Menschen ihre natürliche Angst verlieren und selbst zur leichten Beute für Raubtiere werden könnten.
(Quelle: https://www.deutschlandfunk.de/folgen-des-wildnis-tourismus-wenn-wildtieren-die-scheu-fehlt / 6. Mai 2020)
Wildtiere und Tourismus: Eine schwierige Kombination! Die Tierwelt darf beim Thema „Sanfter Tourismus“ allerdings nicht in Vergessenheit geraten. Zum perfekten Reiseerlebnis gehört heute oft die Begegnung mit einem exotischen Tier dazu. Problematisch ist das Ganze, weil Tierschutzrechten zu wenig Beachtung geschenkt wird. Die Reisenden freuen sich über ein Selfie, ein Souvenir, eine tolle Erinnerung. Nur Wenigen ist aber bewusst, was hinter dem ganzen Spektakel steckt.
(Quelle: https://www.umweltnetz-schweiz.ch/themen/tierschutz/3329-auf-der-jagd-nach-fleisch-und-foto.html / 6. Mai 2020)

Wind
Im Wesentlichen in horizontaler Richtung bewegte Luft. Wind entsteht durch Druck- und Dichteunterschiede in der Atmosphäre. Durch Windmessung erhält man die Richtung, aus der der Wind kommt, nach einer 360º Einteilung und die Geschwindigkeit in m/s. Bei Schätzung dagegen wird die Richtung nach einer 36- oder 8-teiligen Skala, die Stärke in Grad Beaufort der 12-teiligen Windstärkeskala angegeben.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Windenergie
(Windkraft), Bezeichnung für einen erneuerbaren Energieträger, der durch die Nutzung der in den bewegten Luftmassen enthaltenen Bewegungsenergie gekennzeichnet ist. Windenergie wird mit Hilfe von Windkraftanlagen zunächst in die Bewegungsenergie des Rotors und diese letztlich in elektrische Energie umgewandelt.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Windkraftanlage
Windkraftanlagen (WKA), Windenergieanlagen (WEA) und Windenergiekonverter (WEK) sind Anlagen zur Umwandlung von Windenergie in elektrische Energie.
(Quelle: Broschüre „Energy 2.0 Cleantech Lexikon 2012“ / 2012)

Windsee
Die Oberflächenwellen der See, die durch unmittelbare Einwirkung des herrschenden Windes entstehen.
(Quelle: Buch „Seemännisches Wörterbuch“ / 1973)

Wirt
Ein Lebewesen, das einem anderen eine mehr oder weniger lange Zeit als Spender von Nahrung, Schutz oder Transportmöglichkeit von Nutzen ist.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)

Witterung
Der allgemeine, durchschnittliche oder auch vorherrschende Charakter des Wetterablaufs eines bestimmten Zeitraums (von einigen Tagen bis zu ganzen Jahreszeiten). Im Gegensatz zum Klima ist der berücksichtigte Zeitraum bei der Witterung wesentlich kürzer.
(Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/service/glossar/ / April 2020)

Wolken
In der Luft schwebende, sichtbare Ansammlungen kondensierten Wasserdampfes, das heißt sehr kleine Wassertröpfchen oder Eiskristalle oder beide gemeinsam. Die Wolkenbildung setzt eine genügend feuchte, sich unter den Taupunkt abkühlende Luft voraus, wobei gleichzeitig Kondensationskerne in ausreichender Zahl vorhanden sein müssen, an denen sich die Wasserdampfmoleküle anlagern können.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Wrack
Gesunkenes, gestrandetes oder auf andere Weise unbrauchbar gewordenes Schiff.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

WRRL
siehe „Wasserrahmenrichtlinie“

WSP
siehe „Wasserschutzpolizei“
WSV
siehe „ Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt“

Zaa bis Zzz wie Zahnwale, Zerschneidung, Zollkreuzer, Zoonosen, Zugvogel, ...

Zahnwale
Bezahnte Klein- & Großwale: Schweinswal, Delphine.
(Quelle: Buch „Helgoland maritim – Eine Insel in ihrem Element“ / 2018)

Zerschneidung
Aktive anthropogene Fragmentierung u.a. von Lebensräumen durch linienhafte Eingriffe (z.B. Straßen- und Schienenbau, Energietrassen, Bebbauung).
(Quelle: https://www.bfn.de/glossar/ / März 2020)

Zollkreuzer
Spezialschiffe für den Zoll die in den Küstengewässern und Flussmündungen die Einhaltung der Zollvorschriften an den Zollgrenzen überwachen.
(Quelle: Bundesstelle für Seeunfalluntersuchung (BSU) / Juni 2014)

Zooanthroponose
Als Zoonanthroponosen werden Infektionskrankheiten bezeichnet, die von Tieren auf den Menschen bertragen werden können. Es handelt sich um eine Form der Zoonose.
Beispiele für Zoonanthroponosen sind Tollwut, Leptospirose oder der Fuchsbandwurm.
Das Gegenteil der Zoonanthroponose ist die Anthropozoonose.
(Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Zooanthroponose / 09. Mai 2020)

Zoonosen
Als Zoonosen bezeichnet man nach der Definition der WHO Erkrankungen, die von Wirbeltieren auf den Menschen und umgekehrt vom Menschen auf Wirbeltiere übertragbar sind. Sie können durch Viren, Bakterien, Pilze, Protozoen und andere Parasiten verursacht werden.
(Quelle: https://flexikon.doccheck.com/de/Zoonose / 09. Mai 2020)
Von Tieren auf Menschen übertragene Krankheit, die sich von Mensch zu Mensch weiterverbreitet. Beispiele: Grippevirus (Influenza-Virus), Human Immunodeficiency Virus (HIV), Ebola- oder Corona-Virus. Kann bei einer starken, schnellen, länderübergreifenden Verbreitung zu einer Pandemie führen
(Quelle: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/zoonose-122528 / 09. Mai 2020)

Zugvogel
Vogelart, die geographisch klar unterschiedene Brut- und Überwinterungsgebiete besitzt und artspezifisch zwischen beiden ausgeprägte Wanderungen durchführt.
(Quelle: BSH-Infoblatt „Begriffe aus Natur und Umwelt“ Teil 2 / Januar 1998)