Windparks verändern alle Strömungen

Forschungsergebnisse des Helmholtz-Zentrums Hereon haben erstmals die langfristige Gesamtwirkung der Vielzahl von Windparks auf Luft- und Meeresströmungen der Nordsee aufgezeigt

Deutsche Nordsee. „Schon früh haben wir vor diesem extremen Industrie-Ausbau in unserer Nordsee gewarnt,“ führt SDN-Vorsitzender Gerd-Christian Wagner aus und fügt hinzu, dass die SDN schon zu Beginn des Ausbaues, neben der Stationierung ausreichender Notschlepp-Kapazitäten nahe der Parks, auf die Auswirkungen auf Meeresökologie wie Strömungsverhältnisse hingewiesen hat. „Nun zeigt sich mit dieser ersten Studie zur Gesamtwirkung der riesigen Offshore-Windparks auf die Meeres- und Luftströmungen, wie berechtigt unsere Forderungen waren und noch sind!“

Die Rotoren entziehen dem Wind Energie und beeinflussen die Oberflächenströmungen mit bis zu 20 Prozent Verlangsamung in die Nordsee hinein. Die Turbinenpfeiler hingegen stellen unter Wasser Hindernisse dar, die die Gezeitenströmungen und – frequenzen verändern. Diese Wind- und Gezeiten-Wakes (Nachlaufeffekte) interagieren miteinander und bestimmen die komplexen, physikalischen Auswirkungen der Parks. Dadurch kann es zu großräumigen Veränderungen im Sedimenttransport und der Durchmischung des Meerwassers kommen.

Die Studie zeigt erste Hinweise darauf, wie sich strömungsbedingte Risiken für die Meeresumwelt zumindest begrenzen ließen. Nach den vorliegenden Modellsimulationen spielen vor allem der Abstand der Turbinen, die Standortwahl der Windparks sowie die lokalen Gezeitenbedingungen eine zentrale Rolle dafür, wie stark sich Strömungen, Temperaturverhältnisse und die Durchmischung des Wassers verändern.

„Diese Ergebnisse sind wenig überraschend“, erklärt der 2. SDN-Vorsitzende, Kapitän Ulrich Birstein. „Sie bestätigen vielmehr, dass großflächige Offshore-Windparks das empfindliche System der Nordsee deutlich beeinflussen. Wer die Energiewende auf See vorantreibt, muss auch die Folgen für Strömungen, Sedimenttransport und Ökosysteme ehrlich benennen.“ Zugleich warnt Birstein davor, die Auswirkungen einzelner Projekte nur isoliert zu betrachten. „Die Industrialisierung der Nordsee schreitet in vielen Bereichen gleichzeitig voran. Offshore-Windparks sind dabei nur ein Teil des Problems.“ Hinzu kämen unter anderem, neben einer steigenden Havarie-Gefahr, beispielsweise noch Unterwasserlärm, Müllbelastungen, Öl- und Gasförderung, Schlickverklappungen sowie der Ausbau von Rohrleitungen und Kabeltrassen durch die Nordsee und dem Wattenmeer.

„Jeder einzelne dieser Eingriffe belastet das Meer zusätzlich“, so Birstein. „In der Summe entsteht ein massiver Nutzungsdruck auf einen Lebens- und Naturraum, der ohnehin schon stark belastet ist. Wer die Nordsee schützen will, muss diese Entwicklungen endlich gesamthaft betrachten – und nicht nur einzelne Projekte genehmigen, ohne ihre Gesamtwirkung zu berücksichtigen.“

Mit freundlicher Bitte um Beachtung und Veröffentlichung,

SDN Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V.

– Pressestelle –

Peter Andryszak

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Zusatz-Info 1:

Die Arbeit (https://www.nature.com/articles/s43247-026-03186-8) wurde Mitte Februar im Nature-Fachjour-nal Communications Earth & Environment vorgestellt.

Zusatz-Info 2:

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN)

ist ein überregionaler und gemeinnütziger Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen wurde. Seitdem engagiert sich die Schutzgemeinschaft sachlich-fachlich und parteiübergreifend für den Schutz der Nordsee als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit sowie die Ministerialverwaltungen und Parlamente des Bundes und der vier Nordsee-Küsten-Länder. Gemeinsames Ziel: die Eigenarten und Schönheiten der Nordsee, des Wattenmeeres und der angrenzenden Küste vor schädigenden Eingriffen durch den Menschen zu schützen und Probleme des Nordseeschutzes einer Lösung zuzuführen.

Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV sowie die Anschaffung moderner Notschlepper für Nord- und Ostsee, wie aktuell auch der Unterelbe.

Nordsee statt Ausstieg aus der CO₂-Produktion

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) sieht die Speicherung von CO₂ im Nordseegrund weiterhin kritisch

Deutsche Nordseeküste. Der Deutsche Bundestag hat am vergangenen Donnerstag, den 29. Januar 2026, den Weg für die großflächige Speicherung von Kohlendioxid unter dem Meeresboden der Nordsee frei gemacht. Mit der Änderung des Kohlenstoffspeichergesetzes (KSpG) ist die dauerhafte Speicherung von CO₂ in der deutschen ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ) und dem Festlandsockel nun unter Auflagen erlaubt.

Ferner wurde mit der Änderung am Hohe-See-Einbringungsgesetz der Export von Kohlendioxid zur Speicherung in anderen Ländernmöglich gemacht.

Mit diesem „Greenwashing“ soll vor allem der Zement- und Kalkindustrie und der Stromerzeugung aus Gaskraftwerken, wo eine CO2- Reduzierung kaum möglich ist, geholfen werden.

Zu den geplanten Gesetzesänderungen hat die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) umfangreich Stellung genommen. Zumindest in einigen Bereichen ist der Gesetzgeber den Einwendungen gefolgt. So sieht das novellierte Kohlenstoffspeicherungs- und Transportgesetz (KSpTG) das Vorsorge- und Verursacherprinzip vor. Was bedeutet, dass potenzielle Risiken im Voraus bewertet und vermieden werden müssen und die Betreiber im Schadensfall verantwortlich sind. Ferner soll es keine Speicherung von CO₂ in ausgewiesenen Meeresschutzgebieten der AWZ und im Festlandsockel geben, um sensible Ökosysteme zu schützen. Für die Lagerstätten selbst sind detaillierte hydrogeologische Charakterisierungen notwendig, um Risiken von Leckagen zu bewerten. Auch die Überwachung der Injektion und des langfristigen Verhaltens des CO₂ im Untergrund wurde gesetzlich vorgeschrieben.

Trotzdem sieht die SDN die Speicherung von CO₂ im Nordseegrund weiterhin kritisch, da keinerlei Erfahrungen in einem Echtzeitversuch gesammelt wurden. Die bisherigen Erkenntnisse beruhen lediglich auf Annahmen.

Deshalb war und bleibt eine Hauptforderung der SDN erst durch Anlage eines Versuchsfeldes über 10 Jahre mögliche Folgen von CO₂ im Untergrund der Nordsee besser abschätzen zu können und erst dann industriell in eine Speicherung einzusteigen. Gerade bei der CO₂-Speicherung auf See gibt es derzeit noch viele unbekannte Risiken, die leider wieder im laufenden Betrieb abgearbeitet werden sollen.

Ferner bezweifelt die SDN stark, dass der Deutsche Bundestag vor Verabschiedung der Gesetzesnovellierungen die CO₂-Speicherung umweltbilanziert hat. Auch dies wäre in einem 10-Jahres-Versuch möglich, um verlässliche Daten zu bekommen.

Der 2. SDN-Vorsitzende, Kapitän Birstein, fügt hinzu: „CCS wird als Ewigkeitstechnologie propagiert, obwohl sie aufgrund ihrer schlechten Energie- und Umweltbilanz nur dann einen Nutzen hätte, wenn sie über Generationen hinweg sicher funktioniert. Statt diese Langzeitwirkung vorher zu belegen, wird die Nordsee zum Versuchsfeld für ein nicht seriös abschätzbares Risiko, das im Schadensfall nicht mehr rückholbar ist.“

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Zusatz-Info:

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN)

ist ein überregionaler und gemeinnütziger Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen wurde. Seitdem engagiert sich die Schutzgemeinschaft sachlich-fachlich und partei-übergreifend für den Schutz der Nordsee als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit sowie die Ministerialverwaltungen und Parlamente des Bundes und der vier Nordsee-Küsten-Länder. Gemeinsames Ziel: die Eigenarten und Schönheiten der Nordsee, des Wattenmeeres und der angrenzenden Küste vor schädigenden Eingriffen durch den Menschen zu schützen und Probleme des Nordseeschutzes einer Lösung zuzuführen.

Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV sowie die Anschaffung moderner Notschlepper für Nord- und Ostsee, wie aktuell auch der Unterelbe.

Es droht ein nahezu inflationäres „überragend öffentliches Interesse“

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) nimmt die Gesetzgebungsabsicht eines „Infrastruktur-Zukunftsgesetzes“ (INZukunftsG) mit größter Sorge zur Kenntnis

Deutsche Nordseeküste. Die Bundesregierung will deutlich mehr Tempo bei der Sanierung sowie dem Ausbau von Brücken, Bahnstrecken, Autobahnen, Wasserstraßen, Lkw-Parkplätzen oder Kraftwerken erreichen. Damit befasst sich ein 116-seitiger Gesetzentwurf aus dem Bundesverkehrsministerium, der in diesen Tagen im Kabinett behandelt und Mitte 2026 im Bundestag verabschiedet werden soll.

Mit diesem Gesetz wird ein tiefgreifender Paradigmenwechsel im Infrastruktur-, Umwelt- und Raumordnungsrecht dagereicht. Womit insbesondere auch der hochgradig sensible Küsten- und Meeresraum der Nordsee, die im Gesetz faktisch nicht vorkommt, massiv betroffen ist. Mit ihm erfahren zentrale Schutzinstrumente zugunsten einer pauschal privilegierten Infrastruktur eine systematische Entwertung. Aus Sicht der SDN ist eine solche Pauschalierung gerade im Küsten- und Meeresraum fachlich nicht vertretbar, selbst wenn umweltrechtliche Regelungen angeblich weiterhin noch verbindlich sein sollen. Das dann allerdings nur noch im Rahmen eines „angemessenen Verhältnises“.

Ein zentraler Hebel dafür wird das „überragende öffentliche Interesse“ werden. Mit dem, nahezu „inflationär“, das Umweltverbandsklagerecht eingeschränkt sowie eine reguläre Bürger-, Kommunal- oder Länderbeteiligung ausgehebelt werden kann. Zudem soll es für sicherheitskritische und militärisch bedeutsame Projekte einen „Schutzgütervorrang“ geben. Die durch Versiegelung des Baugrundes zerstörten Flächen müssten dann auch nicht mehr durch umweltgerechten Flächenausgleich, sondern einfach nur noch mit Geldzahlungen ausgeglichen werden. Aus Sicht der SDN widerspricht das dem Vorsorge- und Vermeidungsprinzip fundamental.

Die SDN fordert daher:

  1. Streichung des pauschalen Schutzgütervorrangs für Wasserstraßen- und Küsteninfrastruktur
  2. Uneingeschränkte Beibehaltung von UVP-, FFH- und Raumordnungsprüfungen
  3. Ausschluss der Gleichrangigkeit von Ersatzgeldzahlungen im Küsten- und Meeresraum
  4. Verbindliche Sonderregelungen zum Schutz von Küsten- und Meeresgebieten
  5. Rücknahme der sicherheitspolitischen Überhöhung ziviler Infrastrukturprojekte

Das „Infrastruktur-Zukunftsgesetz“ stellt keinen ausgewogenen Beitrag zur Modernisierung der Infrastruktur dar. Es ist eine einseitige Priorisierung zu Lasten von Küste, Meer und Umwelt, deren langfristige Folgen weder fachlich noch rechtlich ausreichend reflektiert sind.

Der Gesetzentwurf ist daher aus Sicht der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. so nicht zustimmungsfähig.

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Zusatz-Info:

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN)

ist ein überregionaler und gemeinnütziger Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen wurde. Seitdem engagiert sich die Schutzgemeinschaft sachlich-fachlich und partei-übergreifend für den Schutz der Nordsee als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit sowie die Ministerialverwaltungen und Parlamente des Bundes und der vier Nordsee-Küsten-Länder. Gemeinsames Ziel: die Eigenarten und Schönheiten der Nordsee, des Wattenmeeres und der angrenzenden Küste vor schädigenden Eingriffen durch den Menschen zu schützen und Probleme des Nordseeschutzes einer Lösung zuzuführen.

Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV sowie die Anschaffung moderner Notschlepper für Nord- und Ostsee, wie aktuell auch der Unterelbe.

Droht der Nordseeküste eine neue Weihnachtssturmflut?

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) wendet sich gegen Überlegungen, die Küste als Lebens-, Arbeits- Wohn- und Freizeitraum in Richtung Binnenland verlassen zu sollen

Deutsche Nordseeküste. Nach der letzten Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren stieg der Meeresspiegel weltweit innerhalb von 2.000 Jahren um ca. 65 Meter. Ab da bildete sich langsam das heutige Nordseebecken. In dieser Zeit gab es Phasen der Transgression und Phasen der Regression. In den Regressionsphasen drang der Mensch immer weiter in den Küstenbereich vor. Vor rund 1.000 Jahren begann der Mensch die Küsten der Nordsee dauerhaft zu besiedeln, indem er mit dem systematischen Deichbau begann. Dieses Bemühen wurde jedoch immer wieder von verheerenden Sturmfluten gestört.

„Beispielhaft für diesen ewigen Konflikt kann man sicherlich die „Weihnachtsflut“ in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember 1717 sehen“, betont Kapitän und Seelotse Ulrich Birstein als zweiter SDN-Vorsitzender. „Sie repräsentiert für das südliche Nordseeküstengebiet mit über 11.000 toten Menschen sowie 10.000‘en ertrunkenen Pferden, Rindern, Schweinen und Schafen sowie über 4.000 zerstörten Häusern eine der größten Naturkatastrophen der Neuzeit.“

„Allerdings“ betont Bauingenieur und Vorstandsmitglied der SDN Marcus Rudolph, „dass im Vergleich zu Früher der Mensch dazugelernt hat. Die modernen Deichlinien des „Goldenen Ringes“ sind wehrhaft gegenüber schweren Sturmfluten. Haben sie sich doch aus den Erfahrungen unserer vorhergehenden Generationen entwickelt, die trotz Rückschlägen nicht aufgaben.“

Ferner kann man feststellen, dass in den letzten Jahrzehnten nur drei schwere Sturmfluten hervorstachen. Dies war die zweite Julianenflut von 1962 die viele Menschenleben forderte. Sie führte dazu, dass der Goldene Ring komplett neu berechnet und verstärkt wurde. Dem folgte die sehr schwere „erste Januarflut“ 1976. Sie lief deutlich höher auf als die zweite Julianenflut. Hinterließ aber an der neuen Deichlinie kaum Schäden. Zudem 2013 der Orkan Xaver. Ebenfalls deutlich höher als 1962 und ebenfalls mit nur geringen Schäden. „Dank der Arbeit der Ehrenamtlichen in Niedersachsen und der staatlichen Stellen in Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig Holstein ist das Leben hinter den Deichen heute so sicher wie nie in der Vergangenheit“, betont Rudolph.

„Von daher müssen wir uns nicht damit befassen, den Menschen aus „tiefer liegenden Küstenregionen“ vollständig zurück zu ziehen, wie es die beiden Berliner Institutionen DMG und DPG unter anderem in ihrem Aufruf anregen“, betont Birstein. „Die Gefahr kommt heute eher durch Binnenhochwässer und die mangelnde Bereitschaft in Schöpfwerke an den Auslaufbauwerken in der Deichlinie zu investieren“, ergänzt Rudolph.

Einen aufmerksamen Blick verdient zweifellos der Meeresspiegelanstieg mit, laut Forschungsstelle Küste im NLWKN, durchschnittlich 2,5 mm pro Jahr. Wenn man also den Blick in die Zukunft richtet, sollte zügig damit begonnen werden, die Deichlinien zu verstärken, Kleilagerstätten für zukünftige Deichbaumaßnahmen vorzuhalten und an besonders gefährdeten Deichabschnitten über eine zweiter Deichlinie nachzudenken. „Und das unter gleichwertiger Abwägung aller berechtigten Nutzungsansprüche“, so Birstein.

Mit Sicherheit sei es keine Lösung, mit dem Verklappen mehr oder weniger belasteter Sedimente aus den Hafen- und Flussbaggerungen das Wattenmeer künstlich zu erhöhen. Zumal es in der Nordsee einen natürlichen Sedimenttransport im Gegenuhrzeigersinn mit mehreren 10 Mio. m³ im Jahr gibt, der diese Aufgabe bereits erfüllt.

„Wo wir als Gesellschaft jedoch dringend dran arbeiten sollten, ist die Reinhaltung der Nordseezuläufe aus den großen Flussgebieten mit ihren erheblichen Schmutzfrachten aus menschlichem Handeln“, appeliert Birstein. „Diese führen zunehmend zu einer Verschlechterung der Nordsee.“ Doch dies sei ein anderes Thema, mit dem sich die SDN ebenfalls beschäftigt.

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Zusatz-Info 1:

DMG – Deutsche Meterologische Gesellschaft

DPG – Deutsche Physikalische Gesellschaft

NLWKN – Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz

Zusatz-Info 2:

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN)

ist ein überregionaler und gemeinnütziger Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen wurde. Seitdem engagiert sich die Schutzgemeinschaft sachlich-fachlich und partei-übergreifend für den Schutz der Nordsee als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit sowie die Ministerialverwaltungen und Parlamente des Bundes und der vier Nordsee-Küsten-Länder. Gemeinsames Ziel: die Eigenarten und Schönheiten der Nordsee, des Wattenmeeres und der angrenzenden Küste vor schädigenden Eingriffen durch den Menschen zu schützen und Probleme des Nordseeschutzes einer Lösung zuzuführen.

Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV sowie die Anschaffung moderner Notschlepper für Nord- und Ostsee, wie aktuell auch der Unterelbe.

CCS und anderer Unsinn

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) äußert starke Bedenken gegen beabsichtigte Verpressung von CO (CCS) unter dem Nordseegrund als eine irrtümliche Lösung zum Klimaschutz

Deutsche Nordsee. „Die SDN hat gegen die Einführung und Förderung von CCS (Carbon Capture and Storage) erhebliche Bedenken“, erklärt Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN). „Sie lehnt diese irrtümliche Lösung zum Klimaschutz entschieden ab!“ Es fehle zum Beispiel eine Bilanzierung zum wirklichen Nutzen einer CO₂-Verpressung im Nordseeuntergrund. Ferner gäbe es keine Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit und es läge ein Verstoß gegen die Vorgaben der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der Europäischen Union vor.

„Die vorliegenden Referentenentwürfe verfestigten demnach den Weg, die Nordsee konsequent als Müllkippe zu nutzen und dabei den Schutz von Mensch und Natur erheblich zu gefährden“, ergänzt ihn sein Stellvertreter, Kapitän und Seelotse Ulrich Birstein. „Und das noch mehr, als in der Vergangenheit bereits schon geschehen.“ Mit einer Umsetzung von CCS in der Nordsee gebe es zukünftig weniger Anreize zur Emissionsvermeidung.

Aus heutiger Sicht sei nach Ansicht der SDN ein gesetzliches Komplettverbot von CCS in Deutschland, die Streichung aller CCS-relevanten Regelungen aus den vorliegenden Entwürfen, eine konsequente Fokussierung auf Emissionsvermeidung statt Speicherung und eine verbindliche Beteiligung der Küstenländer an allen Entscheidungen zur Nordsee-Nutzung der einzig richtige Weg.

Von daher fordere die SDN, vor Änderung der Gesetze und Etablierung einer „Ewigkeitstechnologie“, eine verbindliche Testphase von mindestens 10 Jahren in einem stark begrenzten Gebiet. Im Vorwege müssten mögliche Risiken beurteilt werden, bevor Fakten geschaffen würden und die Folgen des Handelns irreversibel seien. Ferner müssten viel stärker alternative Wege in den Blick genommen werden.

Die SDN fordert daher auch, Ressourcen auf echten Klimaschutz zu lenken und zu konzentrieren.

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Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN)

ist ein überregionaler und gemeinnütziger Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen wurde. Seitdem engagiert sich die Schutzgemeinschaft sachlich-fachlich und partei-übergreifend für den Schutz der Nordsee als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit sowie die Ministerialverwaltungen und Parlamente des Bundes und der vier Nordsee-Küsten-Länder. Gemeinsames Ziel: die Eigenarten und Schönheiten der Nordsee, des Wattenmeeres und der angrenzenden Küste vor schädigenden Eingriffen durch den Menschen zu schützen und Probleme des Nordseeschutzes einer Lösung zuzuführen.

Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV sowie die Anschaffung moderner Notschlepper für Nord- und Ostsee, wie aktuell auch der Unterelbe.

SDN hält CCS für eine Scheinlösung

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) äußert starke Bedenken gegen beabsichtigte Verpressung von CO (CCS) unter dem Nordseegrund als eine irrtümliche Lösung zum Klimaschutz

Deutsche Nordsee. „Die SDN hat gegen die Einführung und Förderung von CCS (Carbon Capture and Storage) erhebliche Bedenken“, erklärt Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN). „Sie lehnt diese irrtümliche Lösung zum Klimaschutz entschieden ab!“ Es fehle zum Beispiel eine Bilanzierung zum wirklichen Nutzen einer CO₂-Verpressung im Nordseeuntergrund. Ferner gäbe es keine Untersuchungen zur Umweltverträglichkeit und es läge ein Verstoß gegen die Vorgaben der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie der Europäischen Union vor.

„Die vorliegenden Referentenentwürfe verfestigten demnach den Weg, die Nordsee konsequent als Müllkippe zu nutzen und dabei den Schutz von Mensch und Natur erheblich zu gefährden“, ergänzt ihn sein Stellvertreter, Kapitän und Seelotse Ulrich Birstein. „Und das noch mehr, als in der Vergangenheit bereits schon geschehen.“ Mit einer Umsetzung von CCS in der Nordsee gebe es zukünftig weniger Anreize zur Emissionsvermeidung.

Aus heutiger Sicht sei nach Ansicht der SDN ein gesetzliches Komplettverbot von CCS in Deutschland, die Streichung aller CCS-relevanten Regelungen aus den vorliegenden Entwürfen, eine konsequente Fokussierung auf Emissionsvermeidung statt Speicherung und eine verbindliche Beteiligung der Küstenländer an allen Entscheidungen zur Nordsee-Nutzung der einzig richtige Weg.

Von daher fordere die SDN, vor Änderung der Gesetze und Etablierung einer „Ewigkeitstechnologie“, eine verbindliche Testphase von mindestens 10 Jahren in einem stark begrenzten Gebiet. Im Vorwege müssten mögliche Risiken beurteilt werden, bevor Fakten geschaffen würden und die Folgen des Handelns irreversibel seien. Ferner müssten viel stärker alternative Wege in den Blick genommen werden.

Die SDN fordert daher auch, Ressourcen auf echten Klimaschutz zu lenken und zu konzentrieren.

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Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV sowie die Anschaffung moderner Notschlepper für Nord- und Ostsee, wie aktuell auch der Unterelbe.

Fakten und Sachlichkeit in der Diskussion

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) trifft sich in Dithmarschen zur Jahresversammlung und führt einen informativen Dialog zur Krabbenfischerei

Büsum. „Fischereiliche Familienbetriebe müssen mit dem Schutz der marinen Lebensräume Hand in Hand gehen“, erklärt Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN). „Denn sie wissen, dass davon ihre Existenz abhängen könnte.“ Als Fachkundige bemerken sie negative Umwelt-Veränderungen tagesaktuell sowie großflächig. Und sie hätten wohl keine Scheu, das dann öffentlich zu machen. Verschwänden sie aber, würden vermutlich regional nicht verwurzelte Großbetriebe nachrücken und einen deutlich größeren Umwelteinfluss ausüben.

Zur sachlichen Klärung der oft emotional geführten Diskussion hat die SDN Dr. Gerd Kraus vom Thünen-Institut für Seefischerei eingeladen, aktuellste Forschungsergebnisse sowohl zu den Umwelteinflüssen als auch den Zukunftsaussichten der Krabbenfischerei in der deutschen Nordsee vorzustellen. Er erklärt der Versammlung, dass die gegenwärtige Krabbenfischerei, soweit messbar, nur sehr geringe und kurzfristig umkehrbare Auswirkungen auf den Meeresboden habe. Es gäbe somit keinen Grund, sie aus dem Wattenmeer auszuschließen. Allerdings würde es gerade für kleine Familienbetriebe zukünftig immer unsicherer. Sie seien langfristig gefährdet, wenn ihre Flotte sich weiter radikal verkleinere sowie Hafen- und Vermarktungs-Infrastrukturen sich monopolisierten oder gar wegbrächen. „Wir müssen uns da als Gesellschaft entscheiden, was wir haben wollen.“ Laut Dr. Kraus müsstOliver.Ebken@SPD-Cuxhaven.deen sich die Krabbenfischer einem Strukturwandel stellen und nennt dazu beispielhaft neue Ko-Nutzungskonzepte, prototypische Küstenfischereischiffe inclusive Neubauförderung aber ebenso eine Kapazitätsanpassung.

Die zahlreich anwesenden Krabbenfischer hingegen sehen sich aktuell vor steigenden Problemen. Eine Fischereivertreterin macht deutlich, die Krabbenfischerei sei einfach Teil ihrer Identität. Zudem biete sie aber auch Tradition für die Nordseeküste und sei als Tourismusmagnet für Küstengemeinden und lokaler Gastronomie von außerordentlich hohem Wert.

Alle Anwesenden sind sich einig, dass der vor kurzem abgebrochene Dialog zu den Zukunftsthemen wieder aufzunehmen sei.

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Sachliche Information und ein klares Auftreten

Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN) trifft sich am 29. August in Büsum um 13.00 Uhrmit ihren Mitgliedern und befasst sich zudem mit den realen Auswirkungen und Perspektiven der deutschen Küsten- und Krabbenfischerei

Deutsche Nordseeküste. „Es ist eine Binsenweisheit und mag sich deshalb überraschend anhören, aber ohne eine nachhaltige Küstenfischerei hat unsere Nordsee, bei all ihrer um sich greifenden industriellen Nutzung, kaum mehr eine Chance, noch wenigstens ein der Natur nahes Refugium zu bleiben!“, erklärt Bürgermeister Gerd-Christian Wagner, Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN). „Denn mit dem drohenden Verschwinden der Familienbetriebe verschwände eine fachkundige Gruppe, die direkt und vor Ort negative Veränderungen der Meeres- wie Wattenmeerumwelt nicht nur punktuell, wie die Forschung, sondern tagesaktuell sowie großflächig bemerken und wohl auch öffentlich machen würde.“ Aber gäben sie auf, würden regional nicht verwurzelte Großbetriebe nachrücken und wohl wesentlich intensiver fischen sowie enorme Schäden in der Natur anrichten.

„Die wahre Bedrohung für die Nordsee kommt nun einmal nicht von der Krabbenfischerei“, ergänzt ihn sein Stellvertreter, Kapitän und Seelotse Ulrich Birstein, „sondern durch Schadstoffeinträge, Erwärmung, Plastikmüll, Gammelfischerei, Eutrophierung, Sandentnahmen, militärische Nutzung, Öl- und Gasförderung, Offshore-Windparks, Pipelines, Kabel, Baggergutverklappungen, Havarierisiken und neuerdings auch noch CCS.“

Zur weiteren sachlichen Klärung hat die SDN

Herrn Dr. Gerd Kraus vom Thünen-Institut für Seefischerei

eingeladen, im Anschluss an die SDN-Mitgliederversammlung

am Freitag, den 29.08.2025

ab 14:30 Uhr

im Watt´n Hus, Südstrand 11, 25761 Büsum

aktuellste Forschungsergebnisse zu den Umwelteinflüssen der Krabbenfischerei in der Nordsee vorzustellen und so zur Sachlichkeit in der allgemeinen Debatte zurückzukehren.

Weitere Interessenten sind herzlich eingeladen dazuzukommen!

Aus Kapazitätsgründen bitten wir allerdings, dass Sie uns über Ihre Teilnahme nebst Anzahl Personen vorab über geschaeftsstelle@sdn-web.de informieren.

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Die Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V. (SDN)

ist ein überregionaler und gemeinnütziger Umweltschutz-Dachverband, der 1973 aufgrund umfassender Verschmutzungen der Nordsee ins Leben gerufen wurde. Seitdem engagiert sich die Schutzgemeinschaft sachlich-fachlich und partei-übergreifend für den Schutz der Nordsee als Lebens-, Wirtschafts- und Naturraum. Sie dient rund 200 Kommunen, Landkreisen, Naturschutzvereinen, Instituten, Verbänden und Einzelmitgliedern als Sprachrohr in die Öffentlichkeit sowie die Ministerialverwaltungen und Parlamente des Bundes und der vier Nordsee-Küsten-Länder. Gemeinsames Ziel: die Eigenarten und Schönheiten der Nordsee, des Wattenmeeres und der angrenzenden Küste vor schädigenden Eingriffen durch den Menschen zu schützen und Probleme des Nordseeschutzes einer Lösung zuzuführen.

Einige Maßnahmen der letzten Jahrzehnte, bei denen die SDN als Lobbyverband die Belange der Küste vertreten hat und die inzwischen als weitgehend abgearbeitet gelten dürften, sind die Dünnsäure-, Abfall-, und Klärschlammverklappung, das Notschleppkonzept, Antifouling, Luftüberwachung, Ballastwasser, Tankreinigung, MARPOL I bis IV sowie die Anschaffung moderner Notschlepper für Nord- und Ostsee, wie aktuell auch der Unterelbe.

Kleine Schiffshavarie mit großer Aufmerksamkeit

Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN) ruft dazu auf, sich vor allem der steigenden Havarie-Gefahr auf der zunehmend industrialisierten Nordsee zu stellen

Cuxhaven/Nordsee. In den frühen Morgenstunden stieß das Tankschiff CAPELLA [L: 69 m] gestern beim Einlaufen mit dem Offshore-Versorgungsschiff COASTAL LEGEND [L: 44 m] im Cuxhavener Vorhafen zusammen. Zum Glück ohne Personenschaden. Allerdings erlitt die COASTAL LEGEND dabei einen rund 80 Zentimeter langen Riss im Rumpf, aus dem bis zu 12.000 Liter Marinedieselöl ausgetreten sind, die sich als roter Ölfilm an der Wasseroberfläche zeigen. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks und der Feuerwehr errichteten umgehend Ölsperren und das Havariekommando übernahm aufgrund eines „komplexen Schadstoffunfalls“ (bei mehr als fünf Kubikmeter Schadstoff) die Einsatzleitung.

„Alles in Allem bisher gut gelaufen”, befindet Kapitän und Seelotse Ulrich Birstein als 2. SDN-Vorsitzender. „Professionell arbeitende helfende Dienste standen schnell zur Verfügung und vermochten wohl rechtzeitig zu verhindern, dass sich der giftige Ölfilm aus dem Hafenbecken heraus in die Elbe bzw. Nordsee ausbreiten konnte.” Dabei sehr hilfreich sei sicherlich, dass sich der Unfallort innerhalb eines teilweise geschlossenen Hafenbeckens ereignete. „Aber schaut man von da aus nur wenige Kilometer weiter auf die offene See, würde sich eine solche Havarie bei der Räumung und den Auswirkungen auf den Lebensraum extrem problematischer gestalten. Und sie wäre mit den vorhandenen technischen Mitteln wohl auch nicht zu bewältigen.”

„Aber anstatt intensiver Bemühungen, Havarie-Risiken zu minimieren, wird die Industrialisierung unseres kleinen Meeres immer weiter großräumig ausgeweitet,” so Birstein mahnend. Was nicht nur weite Teile des natürlichen Lebensumfelds zerstöre, sondern auch noch die Fahrwege für die Schifffahrt einenge und somit Schiffshavarien, insbesondere mit Windkraftanlagen, immer wahrscheinlicher mache. „Und solche Havarien würden dann sicher auch sehr schnell zu wirklichen Katastrophen werden, die mit menschlichen Mitteln nicht mehr zu bewältigen sind!.” Denn eine einzige solch folgenschwere Schiffs-Havarie könne schon ausreichen, die Nordsee mit Wattenmeer und Ästuaren als Lebensraum für Menschen und Tiere nachhaltig zu schädigen und teilweise zu zerstören.

Mit freundlicher Bitte um Veröffentlichung,

SDN Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste e.V.

– Pressestelle –

Peter Andryszak

pressestelle@sdn-web.de

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